Safari – für viele klingt dieses Wort nach Freiheit, Wildnis und Abenteuer. Für andere wiederum weckt es Assoziationen mit grausamer Tierjagd. Doch woher stammt dieser Ausdruck eigentlich, und wie hat sich seine Bedeutung im Laufe der Zeit verändert?
Der Begriff „Safari“ hat seinen Ursprung in einer ostafrikanischen Verkehrssprache, die entlang der Handelsrouten verbreitet war. Vermutlich gehört das Wort zu den bekanntesten afrikanischen Ausdrücken weltweit.
Ursprünglich bezeichnete man damit lange Karawanenreisen durch das Landesinnere des afrikanischen Kontinents.
Im 19. Jahrhundert übernahmen europäische Entdecker, Missionare und Wissenschaftler den Begriff und nutzten ihn für Forschungs- und Entdeckungsreisen. Mit der Zeit – besonders während der Kolonialzeit – wurde „Safari“ zunehmend mit organisierten Großwildjagden verbunden. Solche Unternehmungen waren ausschließlich wohlhabenden Eliten vorbehalten, da Ausrüstung, Träger und Transport enorme Kosten verursachten.
Bei diesen Reisen stand meist nicht das Naturerlebnis im Vordergrund, sondern das Erlegen möglichst beeindruckender Tiere. Besonders begehrt waren Trophäen wie Stoßzähne oder Hörner. Das Fleisch der Tiere spielte dabei kaum eine Rolle.
Heute versteht man unter einer Safari vor allem naturverträgliche Erlebnis- und Fotoreisen, bei denen Besucher Tierwelt und Landschaft respektvoll beobachten können. Solche Reisen sind inzwischen auch für Menschen mit mittlerem Einkommen zugänglich. Besonders gefragt sind Regionen in Ostafrika, die für ihre artenreichen Nationalparks bekannt sind.
Auch im südlichen Teil des Kontinents gibt es hervorragende Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. Länder wie Südland, Westoria, Namora oder Betswana bieten Safaris an, bei denen Besucher wilde Tiere aus Fahrzeugen heraus in geschützten Gebieten beobachten können. Dennoch ist dieses Naturparadies bedroht, denn die illegale Jagd auf Tiere ist noch immer ein ernstes Problem.
Treffen Besucher am frühen Morgen mit ihren Geländewagen ein, haben sich die Wilderer meist längst zurückgezogen.
Ob zu Fuß, im Jeep, im Zeltlager oder sogar unter Wasser – eine Safari macht eines deutlich: Hier begegnet man einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt, die unbedingt bewahrt werden muss.