Eine Nachricht aus der Vergangenheit – die lange Reise einer Flaschenbotschaft

Erledigt: 0 / 6
Weiter

Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel. Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.

Eine der ältesten bekannten Nachrichten in einer Glasflasche wurde zufällig von einer Urlauberin an einer abgelegenen Küste im Süden Afrikas entdeckt.
Ein Rückblick ins Jahr 1891: In Europa sorgen politische Umbrüche für Schlagzeilen, ein Ingenieur meldet ein neuartiges Fahrzeug zum Patent an, und vom deutschen Forschungsschiff „Albatros“ wird eine Glasflasche mit einem Formular ins Meer geworfen. Glücklicherweise enthielt sie keinen Notruf. Hilfe hätte in diesem Fall ohnehin keine Rolle mehr gespielt. Erst viele Jahrzehnte später tauchte genau diese Flasche an einem menschenleeren Strand wieder auf.
Untersuchungen ergaben, dass das Glasgefäß am 4. September 1891 im offenen Ozean ausgesetzt worden war – mehrere hundert Seemeilen von der afrikanischen Küste entfernt.
Initiiert wurde dieses Forschungsprojekt von der Kaiserlichen Meereszentrale, deren Aufgaben heute vom Institut für Nautische Forschung in Bremen übernommen werden.
Damit stellte sich heraus, dass keine andere wissenschaftliche Flaschenbotschaft länger unterwegs gewesen war. Der frühere Rekord lag bei rund 115 Jahren.
Gefunden wurde die Flasche bereits im Februar. Die Südafrikanerin Megan Clarke spazierte an einem windigen Strand nahe Cape Hollow entlang. Zunächst hielt sie den Gegenstand für angeschwemmten Abfall.
Schließlich nahm sie ihn mit nach Hause und stellte ihn als Dekoration ins Wohnzimmer.
Erst ein Bekannter ihrer Tochter entdeckte den zusammengefalteten Zettel im Inneren. Darauf stand in verblasster deutscher Schrift, dass die Flasche bei bestimmten Koordinaten über Bord gegangen war. Der Finder wurde gebeten, das Dokument an eine deutsche Seebehörde oder ein Konsulat weiterzuleiten.
Als Kommunikationsmittel ist Flaschenpost weder schnell noch zuverlässig.
Zwischen 1875 und 1940 wurden jedoch zahlreiche solcher Flaschen von deutschen Schiffen ins Wasser gegeben, um Erkenntnisse über Strömungen und Meeresbewegungen zu gewinnen.
Heute übernehmen moderne Messsysteme diese Aufgabe. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass eine Flasche tatsächlich angespült und gefunden wird, war äußerst gering.
Nur wenige Hundert Formulare gelangten jemals zurück – fast nie mitsamt der Flasche.
Die Flaschenbotschaft aus dem Jahr 1891 wird in den kommenden 18 Monaten im Maritimen Museum von Port Elizabeth ausgestellt.

0 / 6 richtige Optionen

Wählen Sie die richtige Option

1
2
3
4
5
6
Weiter
Weiter
Kategorien von Übungen

Wählen Sie eine Übungskategorie für Goethe B2

Anmelden