Wenn man mich fragt, was ich dienstags vorhabe, lautet mein erster Gedanke: „Bauch und Beine!“ Fast täglich gehe ich ins Fitnessstudio, denn der Fitness-Lifestyle hat mich völlig gepackt. Und damit bin ich keineswegs allein.
In Deutschland sind inzwischen mehr als neun Millionen Menschen Mitglied in einem Fitnessstudio. Wir alle streben nach Perfektion.
Neu ist jedoch, dass eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ein gepflegtes Erscheinungsbild als erstrebenswert gelten.
Auf Instagram teilen Fitnessblogger ihre Fortschritte und Kochideen mit Hunderttausenden von Followern, die sich selbst als „Fitness Family“ bezeichnen. Sie feiern gegenseitig neue Trainingsrekorde. Gleichzeitig vermitteln sie vor allem eine wichtige Botschaft: Selbstakzeptanz. Wir sollen uns auf zweierlei Weise um unseren Körper kümmern.
Mein Engagement im Fitnessstudio hat allerdings noch weitere Gründe.
Dieser Job ist Teil meines dualen Studiums an einer Hochschule, bei dem neben theoretischem Wissen auch praktische Erfahrung für den späteren Beruf gesammelt wird. So erlebe ich den aktuellen Fitness-Trend aus nächster Nähe.
In unserem Studio trainieren Menschen jeden Alters: Studierende, Berufstätige, Mütter mit ihren Kindern und sogar Seniorinnen und Senioren. Das Schönheitsideal hat sich spürbar verändert.
Ein flacher Bauch allein gilt nicht mehr als Maßstab, und viele junge Frauen bevorzugen heute einen trainierten Körper statt einer extrem schlanken Figur.
Ich sehe das ähnlich: Muskeln stehen für mich nicht nur für Kraft, sondern auch für Disziptin.
Und wie viele andere Frauen finde ich einen trainierten Mann deutlich anziehender als einen sehr dünnen Typ.
Zwar kann sich das Schönheitsideal eines Tages wieder wandeln, doch für mich bleibt Gesundheit wichtiger als reine Schlankheit. Ich hoffe, dass sich dieser Trend auch langfristig durchsetzt.
Trainiert ihr ebenfalls im Fitnessstudio? Und wie steht ihr zur allgemeinen Fitnessbegeisterung?