Wie der Tourismus die Welt verändert

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Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel. Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.

Mehr als eine Milliarde Menschen überschreiten jedes Jahr die Grenze eines anderen Landes – sei es von Deutschland nach Italien, von Kanada nach Mexiko oder von Japan nach Australien. Noch nie zuvor waren weltweit so viele Reisende unterwegs. Kaum ein Wirtschaftszweig entwickelt sich derzeit so rasant und dauerhaft wie der Tourismus. Denn immer mehr Menschen verfügen über die finanziellen Mittel, um zu verreisen.
Bereits in der Antike machten sich Menschen auf den Weg in andere Regionen. Häufig gingen sie zu Fuß oder ritten auf Pferden. Diese Art des Reisens war zeitaufwendig und äußerst anstrengend. Nur wenige konnten sich eine Fahrt mit der Kutsche leisten. Doch selbst diese war kaum schneller.
Erst mit der Einführung der Eisenbahn und später des Dampfschiffes änderte sich das Reisen grundlegend.
Die Art des Reisens, wie wir sie heute kennen, geht vor allem auf den Briten Thomas Cook zurück. Im Jahr 1841 organisierte er eine gemeinsame Zugfahrt mit Musik, Tee und belegten Broten in einen rund 20 Kilometer entfernten Ort.
Damit schuf Cook die erste Pauschalreise der Welt – und erzielte damit einen großen Erfolg.
Solche Reisen blieben jedoch lange Zeit ein Privileg, das sich nur wenige leisten konnten. Um 1900 war es üblich, an sechs Tagen pro Woche jeweils etwa zehn Stunden zu arbeiten.
Erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts änderte sich dies: Die Arbeitszeiten wurden kürzer, die Löhne stiegen, und die Kosten für Reisen sanken. Seitdem nimmt die Zahl der Touristen stetig zu.
Zu den derzeit beliebtesten Reisezielen zählen weltweit Frankreich, die Vereinigten Staaten und Spanien. Doch auch Deutschland wird für Besucher immer attraktiver. Besonders junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren aus Europa reisen gern dorthin. Am liebsten besuchen sie große Städte wie Berlin oder München.
Ein weiterer Grund dafür ist die wachsende Beliebtheit von Städtereisen insgesamt.
Der Tourismus hat das Erscheinungsbild vieler Orte nachhaltig verändert.
So entstand das typische Bild zahlreicher Ferienregionen, das heute vielerorts zu sehen ist: azurblaues Meer, breite Sandstrände und moderne Hochhäuser. Auch Städte wandeln sich – Cafés und Restaurants werden teurer.
Vor allem Einheimische empfinden diese Entwicklung als problematisch. Gleichzeitig suchen auch Reisende zunehmend nach weniger frequentierten Orten.

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