Zwischen Kindheit und Erwachsensein – eine Zeit voller Gegensätze

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Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel. Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.

Der Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenleben ist jene Lebensphase, in der besonders viele und tiefgreifende Veränderungen stattfinden. In der Pubertät treten unerwartete Fähigkeiten auf, zugleich entwickeln sich scheinbar völlig neue Eigenschaften. Doch auch ausgeprägte Stimmungsschwankungen gehören fest zu seinem Alltag. In einem Moment versinkt man in tiefes Grübeln und philosophische Überlegungen, kurz darauf ist man voller Tatendrang und möchte unzählige Dinge gleichzeitig beginnen. Die Gefühlswelt eines Teenagers lässt sich kaum kontrollieren.
Generell bestimmen Emotionen das Leben Heranwachsender stärker als in jeder späteren Lebensphase. Unabhängig davon, ob es sich um positive oder negative Gefühle handelt – alles wird intensiv erlebt und als einzigartig empfunden.
Einerseits fällt es schwer, sich wieder einzufangen, andererseits besitzt der Jugendliche den starken Wunsch, sich selbst neu zu erfinden und die Welt – oder zumindest einen Teil davon – zu verändern. Dieser ständige emotionale Wechsel kostet viel Kraft.
Erst im Erwachsenenalter begegnet man solchen Gefühlen meist erneut, jedoch mit deutlich geringerer Intensität, da dann Vernunft und Selbstkontrolle überwiegen.
Was viele Erwachsene ebenfalls irritiert, ist die Tatsache, dass Heranwachsende plötzlich alles infrage stellen. Während es in der Kindheit klare Bezugspersonen gab, deren Regeln akzeptiert wurden, ändert sich dies grundlegend.
Nun wird jede Vorgabe kritisch geprüft, nichts wird einfach hingenommen, alles muss selbst ausprobiert werden.
Die Meinung anderer verliert dabei zunehmend an Bedeutung. Oft geht es weniger darum, dazuzugehören, als vielmehr darum, sich bewusst gegen die Erwachsenenwelt zu stellen. Eine kompromisslose Haltung prägt häufig das neue Lebensgefühl.
Er empfindet es als befriedigend, Erwachsene an ihre Grenzen zu bringen, und erwartet zugleich Verständnis für seine Stimmungsschwankungen – unabhängig davon, wie sehr sein Umfeld darunter leidet.
Auch der Schlafrhythmus verändert sich deutlich. Morgens fällt es schwer, das Bett zu verlassen.
Dafür bleibt man abends lange wach, hört Musik, ist online unterwegs oder verbringt Zeit mit Freunden – oder verliert sich allein in Gedanken. Kein Wunder also, dass frühes Aufstehen am nächsten Morgen zur Qual wird.
Trotz der Unruhe und Orientierungslosigkeit, die diese Phase kennzeichnen, blickt man später oft mit einem gewissen Schmunzeln darauf zurück.
Das Leben wirkte damals unbeschwerter und weniger kompliziert als später.

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