Unglücklicher Freitag, der 13.
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Der Freitag, der 13., wird von vielen Menschen als Pechtag angesehen. An diesem Datum verlässt man oft schon mit einem mulmigen Gefühl das Haus, weil man befürchtet, dass etwas Schlimmes passieren könnte. Und tatsächlich treten Unglücke dann gefühlt häufiger auf. Dadurch fühlt man sich in seinem Aberglauben nur noch zusätzlich bestärkt. Unglückliche Ereignisse können selbstverständlich an jedem anderen Tag genauso vorkommen, fallen dann jedoch meist weniger auf.
Statistisch lässt sich keineswegs belegen, dass die Kombination aus Freitag und der Zahl 13 Unglück bringt. (1) Auffällig ist allerdings, dass an Freitagen, die auf den 13. fallen, die Zahl der Krankmeldungen deutlich ansteigt. (2) Die Furcht vor der 13 ist sogar so ausgeprägt, dass viele Hotels den 13. Stock oder die Zimmernummer 13 auslassen. Auch bei Fluggesellschaften sucht man oft vergeblich nach der Sitzreihe 13.
Es existieren zahlreiche Erklärungen dafür, warum dieser Tag mit Pech verbunden wird. Eine davon hat religiöse Wurzeln: Die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies soll an einem Freitag stattgefunden haben. Außerdem wurde Jesus an einem Freitag gekreuzigt. Die Zahl 13 gilt in einigen westlichen Kulturen als negatives Zeichen. (3) Sie steht für Harmonie und Ordnung. Das Jahr besteht aus zwölf Monaten, ebenso haben Tag und Nacht jeweils zwölf Stunden, und der Tierkreis umfasst zwölf Sternzeichen. (4) Beim letzten Abendmahl saßen dreizehn Personen am Tisch – Jesus und seine zwölf Jünger. Der dreizehnte Gast, Judas, verriet Jesus noch am selben Abend.
Als „Schwarzer Freitag“ ging außerdem der 13. Oktober 1929 in die Geschichte ein. Der Börsencrash in den USA löste auch in Europa eine schwere Wirtschaftskrise aus und trug hierzulande dazu bei, dass der Freitag als Unglückstag wahrgenommen wurde. Tatsächlich ereignete sich der Crash jedoch bereits an einem Donnerstag. (5)
Interessanterweise gilt in Spanien und Griechenland nicht der Freitag, sondern der Dienstag, der 13., als Unglückstag. In Italien wiederum fürchtet man sich vor Freitag, dem 17. Im Römischen Reich und im alten China galt die Zahl 13 dagegen als glücksbringend. In Mexiko zählt sie bis heute zu den Glückszahlen.
Trotzdem verspüren viele Menschen auch heute noch an einem Freitag, dem 13., Unbehagen. (6) Diese Angst wird als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern für Freitag (Paraskevi) und dreizehn (Dekatria) zusammen. Die Furcht vor diesem Datum lässt sich weder durch Statistiken noch durch Fachbegriffe einfach auflösen. Hilfreich kann es jedoch sein, sich bewusst zu machen, dass man seine Sicht auf die Welt selbst beeinflussen kann.
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