Vom Loszettel zur Live-Ziehung – die Entwicklung des Lottospiels

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Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel. Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.

Zahlen, denen man die Hoffnung auf ein besseres Leben zuschreibt, werden bereits seit mehr als fünf Jahrhunderten ausgewählt. Der Traum vom großen Gewinn ist auch heute noch genauso lebendig wie früher.
Seinen Ursprung hat das Zahlenlotto in der italienischen Stadt Genua. Dort entschied man mithilfe eines Losverfahrens über die jährliche Zusammensetzung des Stadtrats: Die Namen aller Bewerber wurden notiert, anschließend zog man fünf davon.
Auf diese Weise entstand das grundlegende Prinzip des heutigen Lottos. Von dort aus verbreitete sich diese Idee rasend schnell über Italien hinaus in andere Teile Europas.
Sie machten sich das Glücksspiel zunutze, um zusätzliche Einnahmen für den Staat zu erzielen. Schon bald erfreuten sich Waren- und Geldlotterien großer Beliebtheit in vielen europäischen Ländern. Der Andrang war so groß, dass um das Jahr 1800 herum Lottospiele in Deutschland untersagt wurden, da zahlreiche Menschen ihren letzten Besitz einsetzten.
Im Oktober 1955 wurde schließlich das erste deutsche Zahlenlotto „6 aus 49“ durchgeführt. Ein elfjähriger Junge zog dabei die erste Gewinnzahl – ausgerechnet die Dreizehn. Im Vergleich zu heute war die Zahl der Teilnehmenden damals noch deutlich geringer: Etwas mehr als 250.000 Tippscheine wurden verkauft.
Ab 1965 konnten die Zuschauer die Ziehung der Lottozahlen jeden Samstagabend live im Fernsehen verfolgen.
Schon nach kurzer Zeit entwickelte sich dieser feste Termin zu einer festen Größe im deutschen Alltag. Dass die Live-Übertragungen später eingestellt wurden, bedeutet jedoch nicht, dass das Lotto an Attraktivität eingebüßt hätte.
Lotto ist ein Glücksspiel, das den Veranstaltern hohe Einnahmen verschafft und zugleich eine starke Anziehungskraft auf viele Menschen ausübt.
In Deutschland ist es ausschließlich dem Staat erlaubt, Lottospiele anzubieten. Ein erheblicher Teil der Erlöse fließt anschließend in gemeinnützige Bereiche, etwa in soziale oder kulturelle Vorhaben.
Etwa 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland spielen mindestens einmal im Jahr „6 aus 49“.
Und für einige Teilnehmende geht der Traum vom großen Glück vielleicht eines Tages tatsächlich in Erfüllung.

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