Führung durch das Stadtmuseum
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Sie nehmen an einer Führung durch das Stadtmuseum von Marburg-Süd teil.
Herzlich willkommen, meine Damen und Herren! Ich freue mich sehr, dass Sie heute an dieser besonderen Führung durch unser Stadtmuseum Marburg-Süd teilnehmen. Mein Name ist Tobias Grünwald, ich bin Historiker und arbeite seit über zehn Jahren hier im Haus. Heute wollen wir gemeinsam in die wechselvolle Geschichte unserer Stadt eintauchen – eine Geschichte, die von Handel, Handwerk, Kriegen und kulturellem Wandel geprägt wurde.
Gerade heute haben wir großes Glück: Das Frühlingswetter lockt viele Menschen auf die Promenade entlang der Lahn, sodass wir das Museum fast für uns allein haben. Diese ruhige Atmosphäre eignet sich perfekt für eine intensive Begegnung mit den Ausstellungsstücken.
Unser Rundgang dauert etwa zweieinhalb Stunden. Zunächst beginnen wir mit der Hauptausstellung, die sich mit der Stadtentwicklung zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und der Industrialisierung beschäftigt. Danach können Sie gern noch die Sonderausstellung im ersten Obergeschoss besuchen – eine eindrucksvolle Fotoschau über das Alltagsleben im 20. Jahrhundert, zusammengestellt von Studierenden der Universität Marburg-Süd.
Wussten Sie übrigens, dass Marburg-Süd einst eine wichtige Station auf der alten Salzstraße war? Viele der heute noch erhaltenen Lagerhäuser stammen aus dieser Zeit. Auch unser berühmter Rathausplatz, den wir nachher auf alten Stichen sehen werden, war einst Handelszentrum für ganz Mittelhessen.
Wer sich für Musik interessiert, wird sich sicher über unsere Sammlung regionaler Instrumente freuen – vom Jagdhorn bis zur Drehleier ist alles dabei. Um 16 Uhr treffen wir uns wieder hier im Eingangsbereich, direkt gegenüber vom kleinen Museumscafe „Zur Laterne“. Ihre Taschen können Sie gern an der Garderobe dort hinten abgeben.
Viele Besucher verbinden Marburg-Süd mit Fachwerkhäusern, Studentenleben und dem Herbstmarkt. Aber diese Stadt hat weit mehr zu bieten: preisgekrönte Architektur, literarisches Erbe und sogar ein altes Spukhaus, das Gegenstand zahlreicher Legenden ist.
Bevor wir loslegen, noch ein persönlicher Tipp: Wenn Sie nach der Führung Lust auf etwas Entspannung haben – in nur fünf Gehminuten erreichen Sie den „Biergarten am Flussufer“, ein echter Geheimtipp bei den Einheimischen.
Und jetzt folgen Sie mir bitte. Wir beginnen unsere Reise durch die Jahrhunderte mit einem Stadtplan aus dem Jahr 1623.
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