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ADFC aktualisiert seine Tipps
(aus einer Regionalzeitung)
Wenn der Sommer zu Ende geht und die kältere Jahreshälfte beginnt, verabschieden sich viele vom Fahrrad und nutzen wieder vermehrt das Auto oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Das muss nicht so sein. „Wir wollen die Menschen dazu ermutigen, das ganze Jahr über Fahrrad zu fahren“, sagt Holger Derken vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Natürlich sind die Bedingungen etwas anders, wir gehen aber ja auch im Winter nicht mit kurzer Hose und T-Shirt nach draußen, sondern wir passen uns an. Das geht auch mit dem Rad.“
Dunkelheit und Feuchtigkeit seien im Herbst und Winter die größten Gefahrenquellen. „Viele Unfälle kommen dadurch zustande, dass Radfahrer übersehen werden“, sagt Derken. „Dieses Risiko ist im Dunkeln oder in der Dämmerung noch einmal viel größer. Gerade Berufspendler fahren oft früh morgens oder am späten Nachmittag ihre Strecken, wenn es also noch nicht, oder nicht mehr richtig hell ist. Hier gilt es Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.“ Am wichtigsten natürlich: eine funktionierende, starke Lichtanlage am Fahrrad. „Ohne Licht sollte im Winter niemand mit dem Fahrrad unterwegs sein“, betont Derken. „Helle Kleidung und Reflektoren an Speichen oder Reifen können ebenfalls helfen, die Sichtbarkeit zu erhöhen, eine funktionierende Lichtanlage aber keinesfalls ersetzen.“
Gegen die Gefahr, die von feuchten Straßen ausgeht, hilft kein technisches Mittel. „Hier ist die Fahrweise das Entscheidende“, so Derken. „Überhaupt empfehlen wir Radfahrern eine defensive, also im Zweifel vorsichtige Fahrweise. Im Winter gilt das aber ganz besonders. Bremsen Sie vor Kurven ab und vermeiden Sie harte Bremsungen. Vor allem nasses Laub im Herbst wird oft unterschätzt. Hier kann es unerwartet sehr rutschig werden.“
Die Feuchtigkeit führt außerdem zu einer schnelleren Abnutzung der Bremsen. „Über das Wasser gerät auch mehr Dreck auf das Rad und vor die Bremse“, erklärt Holger Derken.
Wer die Gefahrenquellen im Auge hat und sich anpasst, könne problemlos das ganze Jahr über fahrradfahren.

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