Eine Woche voller Tierrettungen

Lesen Sie den Text und die Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

0% (0 von 2 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Feuerwehren helfen Schlangen und Störchen in ungewöhnlichen Notlagen.

(aus einer Regionalzeitung)

Für die Feuerwehren im Bezirk Hocheggen war die vergangene Woche ungewöhnlich. Gleich mehrere Einsätze hatten nichts mit Bränden oder Verkehrsunfällen zu tun. Stattdessen mussten die Einsatzkräfte verschiedenen Tieren helfen.

Am Sonntagmorgen entdeckte eine Familie in ihrem Wohnhaus eine Schlange. Das Tier hatte sich offenbar durch eine offene Tür ins Haus verirrt. Die Feuerwehr aus Bergdorf fing die Schlange vorsichtig ein. „Sie war für Menschen nicht gefährlich, aber natürlich hatten die Bewohner Angst“, berichtet Einsatzleiter Markus Hofer. Anschließend brachten die Feuerwehrleute das Tier in ein Waldgebiet und setzten es dort wieder aus.

Schon zwei Tage zuvor hatte es einen schwierigen Einsatz gegeben. Auf dem Schornstein einer alten Fabrik hing ein Storch mit einem Bein fest und konnte sich nicht mehr selbst befreien. In seinem Nest warteten außerdem vier Jungvögel. Weil das Tier so hoch saß, wurde die Feuerwehr aus Kahle mit ihrer Drehleiter zur Unterstützung gerufen.

„Ohne die Drehleiter hätten wir den Storch nicht erreichen können“, erklärt Hofer. Zwei Feuerwehrleute befreiten den Vogel vorsichtig und legten ihn anschließend in eine Transportbox. Nach Rücksprache mit einer Tierärztin wurde der verletzte Storch in eine Greifvogelstation gebracht.

Am nächsten Tag folgte bereits der nächste Einsatz. Diesmal saß ein verletzter Storch auf einer Regenrinne in einer Wohnstraße. Nachbarn hatten schon versucht, das Tier mit einer Leiter zu erreichen. Weil der Vogel nicht mehr fliegen konnte, übernahm die Feuerwehr die Rettung und brachte ihn ebenfalls in die Greifvogelstation.

Doch damit war die Woche noch nicht zu Ende. Am Sonntagvormittag wurde ein weiterer verletzter Storch in einem Garten gefunden. Auch dieses Tier konnte schonend eingefangen werden und erhielt anschließend medizinische Hilfe.

„Solche Einsätze kommen nicht jeden Tag vor“, sagt Hofer. „Aber für uns ist jedes gerettete Tier ein schöner Erfolg.“

In dem Artikel geht es um

Schließen

✓ Richtig ist c.

Im Text steht: Für die Feuerwehren war die vergangene Woche ungewöhnlich – mehrere Einsätze hatten nichts mit Bränden oder Verkehrsunfällen zu tun, stattdessen musste den Tieren geholfen werden. Außergewöhnliche Feuerwehreinsätze in der letzten Woche – genau das meint Antwort c.

✗ a ist falsch: Es geht nicht allgemein um Gefahren für Störche. Der Artikel erzählt konkrete Rettungseinsätze einer Woche – auch eine Schlange kommt vor, nicht nur Störche.

✗ b ist falsch: Es ist kein gemeinsames Projekt von Greifvogelstation und Feuerwehr. Die Greifvogelstation nimmt nur die verletzten Vögel auf – ein geplantes Projekt zwischen beiden gibt es nicht.

💡 Falle: a greift die Störche heraus (nur ein Teil, die Schlange fehlt) und macht ein Einzelthema zum Ganzen; b nimmt die echte Greifvogelstation und erfindet ein Projekt. Die richtige Antwort c umschreibt ungewöhnliche Woche … nichts mit Bränden zu tun als außergewöhnliche Feuerwehreinsätze.

👉 Schlüsselwörter: war die vergangene Woche ungewöhnlich, hatten nichts mit Bränden oder Verkehrsunfällen zu tun.

Gefahren für Storche in Städten und Dörfern. ein gemeinsames Projekt von Greifvogelstation und Feuerwehr. außergewöhnliche Feuerwehreinsätze in der letzten Woche.

 

Die Schlange

Schließen

✓ Richtig ist b.

Im Text steht: Die Feuerwehr brachte das Tier in ein Waldgebiet und setzte es dort wieder aus. Ein Waldgebiet ist die Natur – die Schlange wurde also in die Natur gebracht. Genau das meint Antwort b.

✗ a ist falsch: Die Schlange war nicht aus einem Haus entkommen. Sie hatte sich durch eine offene Tür ins Haus verirrt – sie kam also von draußen hinein, nicht aus dem Haus heraus. a dreht die Richtung um.

✗ c ist falsch: Das ist das Gegenteil. Im Text steht: Sie war für Menschen nicht gefährlich. Nicht ungefährlich würde bedeuten, dass sie doch gefährlich war – das stimmt nicht.

💡 Falle: a dreht die Bewegung um (ins Haus verirrt, nicht aus dem Haus entkommen); c ist eine doppelte Verneinung: nicht ungefährlich = gefährlich, aber der Text sagt nicht gefährlich. Die richtige Antwort b umschreibt in ein Waldgebiet … ausgesetzt als in die Natur gebracht.

👉 Schlüsselwörter: brachten die Feuerwehrleute das Tier in ein Waldgebiet und setzten es dort wieder aus.

war aus einem Haus entkommen. wurde in die Natur gebracht. war nicht ungefährlich.

 

Die geretteten Störche

Schließen

✓ Richtig ist b.

Im Text steht: Der erste Storch kam in eine Greifvogelstation, der zweite ebenfalls, und der dritte erhielt medizinische Hilfe. Alle geretteten Störche brauchten also medizinische Hilfe – genau das meint Antwort b.

✗ a ist falsch: Nicht alle wurden aus der Höhe gerettet. Nur der erste saß hoch (auf dem Schornstein, mit der Drehleiter). Der letzte Storch wurde in einem Garten gefunden – also am Boden, nicht in der Höhe.

✗ c ist falsch: Die Störche wurden von der Feuerwehr eingefangen, nicht von Mitarbeitern der Greifvogelstation. Die Station hat die Vögel nur aufgenommen und behandelt.

💡 Falle: a nimmt das echte Detail des ersten Einsatzes (aus der Höhe, Drehleiter) und verallgemeinert es auf alle Störche, obwohl einer am Boden im Garten war; c ordnet das Einfangen der falschen Gruppe zu (Station statt Feuerwehr). Die richtige Antwort b fasst zusammen, was für alle gilt: Greifvogelstation bzw. medizinische Hilfe.

👉 Schlüsselwörter: in eine Greifvogelstation gebracht, brachte ihn ebenfalls in die Greifvogelstation, erhielt anschließend medizinische Hilfe.

wurden alle aus der Höhe gerettet. brauchten alle medizinische Hilfe. wurden teils von Mitarbeitern der Greifvogelstation eingefangen.

 


Andere B1 Goethe Übungen auswählen