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Mit einem mobilen Gerät lassen sich heute nahezu alle Alltagsaufgaben erledigen: kommunizieren, fotografieren, Musik hören oder Texte lesen. Dennoch erfüllt diese Technik nicht alle Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer. Viele Menschen suchen nach Alternativen, die ihnen etwas bieten, das digitale Geräte nicht leisten können.
Ein Technikbegeisterter betreibt beispielsweise einen Videokanal, auf dem er moderne Geräte mit älteren Technologien verbindet. Er schreibt seine Texte nicht auf einer Bildschirmtastatur, sondern nutzt eine mechanische Schreibmaschine, die er mit aktueller Hardware gekoppelt hat. Gerade diese Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart empfindet er als besonders reizvoll. Für ihn stehen nicht nur Funktionalität, sondern auch Klang, Haptik und Gestaltung im Vordergrund.
Produkte aus früheren Jahrzehnten erleben derzeit eine neue Beliebtheit. Unternehmen greifen alte Designs auf oder bringen Originalprodukte erneut auf den Markt. Tonträger, Sofortbildkameras oder gedruckte Bücher werden wieder verstärkt nachgefragt. Besonders auffällig ist, dass ein großer Teil der Käuferinnen und Käufer solcher Produkte vergleichsweise jung ist.
Allerdings ist diese Entwicklung nicht allein durch Erinnerungen erklärbar. Jüngere Menschen verbinden mit diesen Gegenständen keine eigene Vergangenheit. Ältere Nutzer hingegen schätzen digitale Geräte durchaus, etwa Lesegeräte, bei denen sich Schriftgrößen individuell anpassen lassen.
Fachleute sehen den Grund für diese Entwicklung vor allem im Wunsch nach Individualität. In einer Welt, in der vieles standardisiert ist, möchten sich Menschen bewusst abheben. Analoge Produkte gelten als einzigartig und persönlich. Zudem ermöglichen sie Erfahrungen, die über den Bildschirm hinausgehen.
Ein weiterer Aspekt ist das Bedürfnis nach sinnlicher Wahrnehmung. Digitale Oberflächen bieten nur begrenzte Eindrücke. Wer durch einen Laden geht, kann Dinge anfassen, Gerüche wahrnehmen und Gespräche führen. Solche Erlebnisse fehlen beim Online-Kauf weitgehend.
Hinzu kommt der Wunsch nach Konzentration. Digitale Geräte lenken durch ständige Benachrichtigungen ab. Viele Menschen empfinden dies als belastend und sehnen sich nach einfacheren Lösungen, die weniger Reize bieten. Deshalb gewinnen Geräte an Bedeutung, die nur eine begrenzte Anzahl von Funktionen haben.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei jüngeren Erwachsenen. Sie sind mit digitalen Medien aufgewachsen und hinterfragen deren ständige Präsenz zunehmend. In den Vereinigten Staaten stellen diese Altersgruppen einen großen Teil der Kaufkraft und prägen damit neue Konsumgewohnheiten.

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