Sprachreise nach Frankreich

Lesen Sie den Text und die Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) ist jeweils richtig?

14% (2 von 14 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Hamburgerin geht in Frankreich auf Empfang
Drei Monate Praktikum für junge Norddeutsche im Land der Eleganz

Manchmal komme ich mir vor wie eine Botschafterin, lacht Sabine Kröger. Das Bild von den Deutschen, die diszipliniert sind, viel arbeiten und kein Lächeln auf den Lippen tragen, hält sich ihrer Meinung nach in der Vorstellung Frankreichs ganz hartnäckig und wird vor allem in der Fernsehwerbung ständig wiederholt. Dagegen kämpfe ich, sagt die 26-Jährige selbstbewusst, die derzeit ein dreimonatiges Praktikum am Institut für Internationale Beziehungen in Lyon absolviert und so oft es geht über ihre Heimat erzählt.
An der Uni in Lyon darf die Hamburger Studentin neben dem Hospitieren auch selbst unterrichten. Das Interesse der Studenten und Dozenten an der deutschen Sprache, an Geschichte und Gegenwart Deutschlands ist groß. Richtig in Fahrt kommt Sabine, wenn es um die Wiedervereinigung geht und darum, wie sich der Norden nach der Wende entwickelt hat. Die Möglichkeiten, die ich heute habe, hatten meine Eltern nicht, sagt sie. So ging sie nach dem Studium als Au-Pair-Mädchen nach Belgien und machte im Rahmen studentischer Austauschprogramme bereits Praktika in Frankreich und der Schweiz.
Einen Vorgeschmack vom französischen Alltag gab es bereits während des einwöchigen Einführungsseminars in Paris, schwärmt Marlene Bittner. Die Stadt ist lebendig, und wir hatten jede Menge Spaß. Auf dem Programm standen Ausflüge, und dazu hörten sie jede Menge Vorträge zur europäischen Politik, zum Kampf gegen den Klimawandel, zur kulturellen Entwicklung Frankreichs und zur Bildungspolitik. In Bordeaux, wo die Studentin für Kommunikations- und Medienwissenschaft die Arbeit eines Radiosenders kennenlernt, steht sie nach einigen Tagen selbst vor dem Mikrofon und darf Beiträge für den Sender produzieren. Ich bin absolut glücklich, sagt die 24-Jährige.
Janine Holm, die dritte Hamburgerin in der Gruppe, hat es nach Marseille verschlagen. Nach dem Abitur hat sie Hotelfachfrau gelernt und in der Hotelkette Royal Coast erste Erfahrungen gesammelt. Anfangs erzählt die 24-Jährige hatte ich großes Heimweh, es sind doch einige hundert Kilometer weg von Hamburg. Doch dann stelle ich mich der Direktorin im besten Französisch vor, worauf sie auf Deutsch antwortete, dass es sie wahnsinnig freut, dass ich ihr im Empfang helfen will.
Die drei Frauen zählen zu den 25 jungen Berufsanfängerinnen aus Norddeutschland, die unter 1800 Bewerberinnen der Élysée-Initiative ausgewählt wurden und ein dreimonatiges Praktikum in Frankreich absolvieren. Bei der Auswahl der Praktikantinnen legt man auch auf Auslandserfahrung Wert. Schließlich geht es nicht darum, dass die Teilnehmerinnen ein paar schöne Wochen im Land der Eleganz erleben. Die Unternehmen stellen zumeist hohe Anforderungen.

Die Werbung in Frankreich

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Richtige Lösung: B

Im Text steht: „… wird vor allem in der Fernsehwerbung ständig wiederholt.“

Das bedeutet, dass in der Werbung immer wieder das gleiche Bild von Deutschen gezeigt wird. Die Antwort „zeigt immer wieder dasselbe Bild“ ist eine Paraphrase zu „ständig wiederholt“.

Antwort A ist eine Umkehrungsfalle: Deutschland wird sehr wohl thematisiert.

Antwort C ist falsch: Es geht nicht um Vielfalt, sondern um ein festes, wiederholtes Bild.

beschäftigt sich überhaupt nicht mit Deutschland. zeigt immer wieder dasselbe Bild von Deutschland. zeigt viele unterschiedliche Seiten von Deutschland.

 

Die Eltern von Sabine Kröger

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Richtige Lösung: B

Im Text sagt Sabine: „Die Möglichkeiten, die ich heute habe, hatten meine Eltern nicht.“

Die Antwort „hatten nicht die Möglichkeiten wie ihre Tochter“ entspricht genau dieser Aussage.

Antwort A ist frei erfunden.

Antwort C ist ebenfalls nicht im Text enthalten.

arbeiten und lebten lange Jahre in der Schweiz. hatten nicht die Möglichkeiten wie ihre Tochter. wollen ihre Tochter nun in Frankreich besuchen.

 

Während die Praktikantinnen in Paris waren

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Richtige Lösung: C

Im Text steht: „… dazu hörten sie jede Menge Vorträge zur europäischen Politik, … Klimawandel, … kulturellen Entwicklung … und Bildungspolitik.“

Das zeigt, dass sie über wichtige Themen informiert wurden. Die Antwort „wurden … über wichtige Themen informiert“ ist eine Paraphrase dazu.

Antwort A ist nur ein Detail (Ausflüge), aber nicht die zentrale Aussage.

Antwort B ist falsch: Ein Sprachkurs wird nicht erwähnt.

bekamen sie eine Stadtführung. besuchten sie einen Sprachkurs. wurden sie über wichtige Themen informiert.

 

Die dritte Hamburgerin, die nach Frankreich gereist ist

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Richtige Lösung: C

Im Text steht: „… worauf sie auf Deutsch antwortete, dass es sie wahnsinnig freut …“

Das zeigt eine freundliche und positive Reaktion der Direktorin. Die Antwort „wurde … freundlich aufgenommen“ ist eine Paraphrase dazu.

Antwort A ist falsch: Sie kommt aus Hamburg.

Antwort B ist frei erfunden.

kommt eigentlich aus den Niederlanden. wollte dort ihr Abitur machen und dann studieren. wurde von ihrer neuen Direktorin freundlich aufgenommen.

 

Wer als Praktikantin ins Ausland geht

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Richtige Lösung: C

Im Text steht: „Bei der Auswahl der Praktikantinnen legt man auch auf Auslandserfahrung Wert.“

Das bedeutet, dass Teilnehmerinnen bereits Erfahrungen im Ausland haben sollen. Die Antwort „soll schon einmal im Ausland gewesen sein“ ist eine Paraphrase dazu.

Antwort A ist falsch: Berufserfahrung wird zwar erwähnt, aber nicht als Hauptkriterium.

Antwort B ist eine Zielverfälschung: Es geht nicht nur darum, das Land kennenzulernen.

braucht schon einige Berufserfahrungen. soll dabei vor allem das Land kennenlernen. soll schon einmal im Ausland gewesen sein.

 


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