Kaum eine technische Neuerung hat sich weltweit so rasant durchgesetzt wie das Internet. Erst zu Beginn der 2000er-Jahre wurde das World Wide Web für breite Bevölkerungsschichten alltäglich. Innerhalb weniger Jahre begannen immer mehr Menschen, Suchdienste zu nutzen, Informationen online abzurufen und mobile Endgeräte in ihren Alltag zu integrieren. Innerhalb weniger Jahre wurde es zu einem Produkt für die breite Masse.
Spricht man heute von „intelligenten“ oder „vernetzten“ Geräten, meint man meist Anwendungen aus dem sogenannten vernetzten Haushalt. Dazu zählen etwa Kühlgeräte, Waschautomaten, Heizsysteme oder Sicherheitseinrichtungen.
So lässt sich bereits unterwegs festlegen, wie warm die Wohnung am Abend sein soll. Geräte können zudem selbstständig reagieren: Der Kühlschrank ordert Produkte nach, wenn sie fehlen, oder die Waschmaschine startet automatisch zu Zeiten niedriger Strompreise.
Unbestritten erleichtern solche Technologien den Alltag und helfen, Zeit sowie Energie zu sparen.
Gleichzeitig entstehen neue Risiken. Gelangen Unbefugte in ein privates Netzwerk, können sie Daten verändern, sperren oder vollständig verschlüsseln. Betroffene werden dann häufig zur Zahlung von Geld aufgefordert.
Auch internetfähige Fernsehgeräte sind ein potenzielles Ziel für Angriffe. So wurden bereits manipulierte Fernseher abgeschaltet oder persönliche Nutzerdaten abgegriffen. Über solche Geräte erhalten Täter oft Zugang zu weiteren Komponenten des Heimnetzwerks.
Persönliche Informationen werden dadurch vielfach ausgewertet, ohne dass Nutzer wissen, wer Einblick in ihre Gewohnheiten erhält.
Wenn wir die Vorteile eines digital vernetzten Lebens weiterhin nutzen möchten, müssen wir uns aktiv vor Missbrauch und Cyberkriminalität schützen.
Verbraucher sollten bewusst entscheiden, welche Geräte sie online vernetzen. Hersteller sind verpflichtet, ihre Systeme regelmäßig zu aktualisieren, und der Staat muss klare Sicherheitsvorgaben gesetzlich regeln.