Digitale Medien im Alltag

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Hörtext – Interview

J = Journalist / Journalistin
G = Gast (Jonas Weber)

J:
Guten Abend und willkommen zu unserem Jugendmagazin. Heute geht es um die Frage, welche Rolle digitale Medien im Alltag junger Menschen spielen. Dazu begrüßen wir Jonas Weber bei uns im Studio. Er hat in diesem Jahr bei einem landesweiten Wettbewerb für Jugendliche einen besonderen Erfolg erzielt. Schön, dass du da bist, Jonas.

G:
Guten Abend. Danke für die Einladung.

J:
Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch. Viele fragen sich ja, ob moderne Technik bei solchen Projekten eine große Rolle spielt. War das bei dir so?

G:
In gewisser Weise schon. Ich habe ein naturwissenschaftliches Projekt vorgestellt. Für Auswertungen, Tabellen und grafische Darstellungen war der Rechner sehr praktisch. Ohne diese Hilfe hätte ich viele Ergebnisse anders festhalten müssen, das hätte deutlich mehr Zeit gebraucht.

J:
Du scheinst dich also schon lange mit solchen Geräten auszukennen. Woher kommt das?

G:
Das hat sicher auch mit meiner Familie zu tun. Mein Vater arbeitet an einer Hochschule. Dort gehört digitale Technik seit Jahren zum Alltag. Auch zu Hause ist das ganz normal, weil er oft noch Unterlagen vorbereitet oder Daten überprüft. Ich bin damit quasi groß geworden.

J:
Und in der Schule?

G:
Richtig gelernt habe ich den Umgang erst später. Auf dem Gymnasium gab es dafür eigene Stunden. Da wurde erklärt, wie man Programme sinnvoll nutzt und worauf man achten sollte.

J:
Man hört oft, junge Leute hätten kaum noch andere Interessen. Trifft das auf dich zu?

G:
Eher nicht. Ich weiß, wann es genug ist. Besonders an freien Tagen sitze ich nur selten am Rechner. Dann treffe ich Freunde oder gehe meinen Hobbys nach. Ich spiele zum Beispiel ein Instrument und beschäftige mich gern mit Strategiespielen ohne Bildschirm.

J:
Das Internet nutzt du trotzdem regelmäßig?

G:
Ja, vor allem für schulische Zwecke. Informationen findet man dort schneller als früher in dicken Büchern. Das spart Zeit, wenn man Referate vorbereitet oder etwas nachschlagen will.

J:
Gibt es Tage ganz ohne Computer?

G:
Eigentlich kaum. Nach dem Unterricht schaue ich meistens kurz nach neuen Nachrichten. Ich habe nämlich eine enge Freundin, die derzeit ein Austauschjahr in den Vereinigten Staaten macht. Wir halten so Kontakt, aber das dauert nicht lange.

J:
Wie stehst du zu Computerspielen?

G:
Ich wähle sehr bewusst aus. Manche Titel sind interessant, andere eher nicht. Zusätzlich lese ich gelegentlich Fachzeitschriften. Dort äußern sich Experten aus dem Bildungsbereich zu neuen Spielen. Das erscheint ungefähr einmal im Monat.

J:
Kannst du dir vorstellen, später beruflich mit Technik zu arbeiten?

G:
Ich plane ein Studium im naturwissenschaftlichen Bereich. Dort übernimmt Software viele Aufgaben. Ich denke aber, dass digitale Kenntnisse inzwischen in fast jedem Beruf wichtig sind. Laut einer aktuellen Studie nutzen über 90 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland Computer – das zeigt, wie selbstverständlich das geworden ist.

J:
Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was würdest du Menschen raten, die sich unsicher fühlen?

G:
Sie sollten sich nicht zurückziehen. Je öfter man etwas ausprobiert, desto vertrauter wird es. Ohne praktische Erfahrung bleibt die Angst bestehen, obwohl vieles einfacher ist, als man denkt.

J:
Vielen Dank für das Gespräch, Jonas, und weiterhin viel Erfolg.

G:
Danke, auf Wiedersehen.

0 / 10 richtige Optionen

1

Jonas hat einen ersten Platz bei einem Wettbewerb seiner Schule erreicht.

1. –

Im Hörtext wird deutlich, dass Jonas bei einem landesweiten Wettbewerb erfolgreich war. Es wird jedoch nicht gesagt, dass dieser Wettbewerb an seiner Schule stattgefunden hat.

  • telc-Falle: Wettbewerb ≠ Schulwettbewerb (Verengung des Bezugs).
2

Jonas erledigt Zeichnungen am liebsten ohne technische Geräte.

2. –

Jonas erklärt, dass Zeichnungen ohne Computer deutlich mehr Zeit gekostet hätten. Er äußert aber keine Vorliebe dafür, alles mit der Hand zu machen.

  • telc-Falle: hypothetische Aussage ≠ persönliche Vorliebe.
3

Der Vater von Jonas nutzt digitale Technik ausschließlich im Hörsaal.

3. –

Zwar arbeitet der Vater an einer Hochschule, doch laut Text nutzt er den Computer auch zu Hause für berufliche Aufgaben. Die Einschränkung auf einen einzigen Ort ist daher falsch.

  • telc-Falle: „nur / ausschließlich“ widerspricht dem Text.
4

Jonas hatte bereits in der Grundschule regelmäßigen Unterricht zu Computern.

4. –

Jonas sagt ausdrücklich, dass er den richtigen Umgang mit dem Computer erst später gelernt hat, nämlich am Gymnasium, nicht in der Grundschule.

  • telc-Falle: früher ≠ später.
5

In der Freizeit verbringt Jonas nicht jedes Wochenende vor dem Bildschirm.

5. +

Er betont, dass er besonders an freien Tagen kaum Zeit vor dem Bildschirm verbringt und stattdessen Freunde trifft oder Hobbys nachgeht.

  • telc-Falle: „nicht jedes Wochenende“ ≠ „nie“.
6

Für schulische Recherchen verwendet Jonas Online-Quellen statt Nachschlagewerke.

6. +

Jonas vergleicht die heutige Informationssuche im Internet mit dem früheren Nachschlagen in Büchern und macht klar, dass Online-Quellen für ihn praktischer sind.

  • telc-Falle: Paraphrase statt Wortgleichheit.
7

Jonas steht mit einer Person in Nordamerika per E-Mail in Kontakt.

7. +

Im Interview wird ein regelmäßiger E-Mail-Kontakt zu einer Person beschrieben, die sich in den Vereinigten Staaten aufhält.

  • telc-Falle: Land wird umschrieben (USA ≠ Nordamerika).
8

Jonas informiert sich über Fachmeinungen zu digitalen Spielen.

8. +

Jonas liest Berichte von Fachleuten aus dem Bildungsbereich über Computerspiele, um informiert zu bleiben.

  • telc-Falle: Interesse zeigen ≠ Meinung übernehmen.
9

Digitale Kenntnisse können Jonas später im Berufsleben unterstützen.

9. +

Er erklärt, dass digitale Kenntnisse in vielen Berufen hilfreich sind und sieht darin einen klaren Nutzen für seine spätere Arbeit.

  • telc-Falle: Möglichkeit ≠ feste Berufspläne.
10

Menschen mit Unsicherheit gegenüber Technik sollten öfter praktische Erfahrung sammeln.

10. +

Am Ende gibt Jonas einen allgemeinen Rat: Durch häufigeres Ausprobieren könne man die Unsicherheit gegenüber Technik abbauen.

  • telc-Falle: Ratschlag ≠ Verbot oder Zwang.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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