Wie Jugendliche außerhalb großer Städte leben
Sie hören eine Ansage aus dem Radio. Zu dieser Ansage gibt es eine Aufgabe. Welche Lösung (a, b oder c) passt am besten?
J:
Wir von Radio Donauwelle wollten wissen, wie Jugendliche außerhalb großer Städte leben.
Dafür sind wir nach Amstetten gefahren, einer kleineren Stadt in Niederösterreich, die nicht weit von Wien liegt.
Dort haben wir mit Miriam, einer 17-jährigen Schülerin, über ihren Alltag gesprochen.
Miriam, guten Tag.
M:
Hallo.
J:
Kannst du unseren Hörerinnen und Hörern deinen Heimatort kurz beschreiben?
M:
Amstetten ist überschaubar. Es gibt ein Zentrum mit Geschäften, einen Bahnhof und mehrere Wohngebiete.
Laut aktuellen Gemeindedaten leben hier rund 23.000 Menschen, darunter ungefähr 600 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren.
Viele davon kennt man zumindest vom Sehen, einige sogar ziemlich gut.
J:
Wo verbringen Jugendliche bei euch ihre Freizeit?
M:
Die Möglichkeiten sind eher begrenzt. Es gibt einen Jugendtreff, der an zwei Wochentagen für ein paar Stunden geöffnet ist.
Außerdem existiert ein kleines Freibad, das aber vor allem von jüngeren Kindern genutzt wird.
J:
Und was machen Jugendliche am Wochenende?
M:
Man trifft sich an verschiedenen Orten, zum Beispiel am Hauptplatz, bei einer Bushaltestelle oder in einer Bar, die auch Jugendliche reinlässt.
Dort begegnet man vielen Gleichaltrigen, auch wenn es insgesamt nicht besonders viele Treffpunkte gibt.
J:
Fehlt euch da nicht manchmal Abwechslung?
M:
Doch, manchmal schon. Aber mein Freund ist 21 Jahre alt und hat ein eigenes Auto.
Damit fahren wir öfter in Nachbarorte, gehen dort in eine Disco oder im Sommer an einen See.
Ab und zu besuchen wir auch Konzerte.
J:
Gibt es trotzdem Dinge, die dir am Leben außerhalb einer Großstadt gefallen?
M:
Ja, durchaus. Die Umgebung ist sehr grün, man kann gut spazieren gehen, Rad fahren oder reiten.
Ich finde, wenn man selbst Ideen hat, ist das Leben hier nicht automatisch langweilig.
J:
Man hört oft, dass Jugendliche auf dem Land nicht gut informiert sind.
M:
Das halte ich für übertrieben. Fast alle haben Internet, Smartphones und Streamingdienste.
Laut einer österreichweiten Jugendstudie informieren sich über 90 Prozent der Jugendlichen täglich online.
J:
Wie kommst du zur Schule?
M:
In der Nähe gibt es keine weiterführende Schule. Ich fahre etwa drei Viertelstunden mit dem Bus.
Ich habe zwar ein Moped, aber das nutze ich nur für kürzere Strecken, zum Beispiel im Ort.
J:
Hast du schon Pläne für die Zeit nach der Schule?
M:
Noch nicht ganz genau. Bald mache ich meinen Abschluss. Studieren möchte ich eher nicht, wahrscheinlich mache ich eine Lehre.
Langfristig will ich aber nicht hierbleiben.
J:
Was stellst du dir stattdessen vor?
M:
Zuerst vielleicht eine größere Stadt in Österreich. Später würde ich gern ins Ausland gehen, zum Beispiel nach Kanada.
J:
Und deine Eltern – unterstützen sie dich dabei?
M:
Ja. Früher hatten sie weniger Stress im Beruf und mehr Zeit für Gespräche.
Heute arbeiten sie oft lange und manchmal auch am Wochenende, wünschen sich aber, dass ich bessere Möglichkeiten habe als sie.
J:
Vielen Dank für das Gespräch.
M:
Gerne. Tschüss.
0 / 10 richtige Optionen
Ihre Fehlermeldung wurde erfolgreich gesendet!
Wählen Sie eine Übungskategorie für Allgemein B1
Keine kostenlosen Übungen mehr
Sie haben 5 kostenlose Übungen genutzt. Registrieren Sie sich, um 24 Stunden kostenlosen Zugriff auf alle Funktionen zu erhalten.