Probleme mit den Eltern
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Einleitung:
Wir wollten von Jugendlichen wissen, welche Schwierigkeiten es im Alltag mit ihren Eltern gibt. Dabei ging es um typische Situationen zu Hause. Hören Sie nun fünf kurze Berichte.
Nummer 1
Wenn ich an Konflikte mit meinen Eltern denke, dann fällt mir vor allem meine Mutter ein. Sie bringt bei Diskussionen oft Dinge zur Sprache, die schon lange zurückliegen und mit dem aktuellen Streit nichts zu tun haben. Neulich zum Beispiel habe ich mit einer Freundin telefoniert, und plötzlich meinte sie, sie habe es ja schon immer gewusst, dass das nicht besser wird, seit ich mein eigenes Zimmer habe. Dabei ging es in dem Moment gar nicht um mein Zimmer. Besonders schlimm wird es, wenn ich abends später nach Hause komme – dann reagiert sie extrem über.
Nummer 2
Ich habe den Eindruck, dass Erwachsene sehr schnell ungeduldig werden. Sie sagen dann Dinge wie: „Das habe ich dir doch schon hundertmal erklärt“, obwohl das so gar nicht stimmt. Manchmal fällt ihnen ganz plötzlich ein, dass man wieder mehr im Haushalt machen sollte. Dann soll ich sofort mein Zimmer aufräumen. Dabei fehlt ihnen selbst oft die Geduld, wenn wir auf sie warten müssen, bis sie Zeit für uns haben.
Nummer 3
Mich stört es sehr, wenn meine Mutter ständig in mein Zimmer kommt und etwas von mir möchte. Ich lese oder lerne gerade, und dann soll ich plötzlich meine kleine Schwester vom Kindergarten abholen. Oder ich biete meine Hilfe an und bekomme zu hören, dass alles okay ist. Kurz darauf heißt es dann aber lautstark, warum ich nicht helfe. Diese ständigen Unterbrechungen gehen mir wirklich auf die Nerven.
Nummer 4
Ich kann gut nachvollziehen, dass Erwachsene oft unter Stress stehen. Trotzdem nervt es mich, dass meine Eltern sich um alles Sorgen machen. Beim Skaten oder Snowboardfahren warnen sie mich ständig, dass etwas passieren könnte. Auch wenn ich abends weggehe, höre ich immer wieder, wie gefährlich es draußen sei. Vielleicht hängt das mit ihrem Beruf zusammen, denn beide arbeiten im medizinischen Bereich und sehen täglich schlimme Dinge.
Nummer 5
Mein Vater behandelt mich manchmal noch wie ein kleines Kind. Für eine Dreizehnjährige sei es viel zu spät, bis zehn Uhr wach zu bleiben, sagt er. Gleichzeitig erwartet er aber, dass ich Verantwortung übernehme, wenn ich auf meine jüngeren Geschwister aufpassen soll. Auch meine Mutter mischt sich stark ein, wenn es um meine Freundschaften geht. Sie entscheidet schnell, mit wem ich mich treffen darf. Dabei traue ich mir selbst zu, gute Entscheidungen zu treffen.
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