In der Mensa

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Sie hören nun ein Gespräch. Sie hören das Gespräch einmal. Dazu lösen Sie sieben Aufgaben.
Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch? Lesen Sie jetzt die Aufgaben. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
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Sophie: Timo! Hallo! Ist hier noch frei?
Timo: Klar, setz dich. Na, wie geht’s?
Sophie: Ganz gut. Aber du siehst ja total müde aus. Lange Nacht gehabt?
Timo: Kann man so sagen. Ich hab bis sechs Uhr früh gearbeitet.
Sophie: Gearbeitet? Ich dachte, du schreibst gerade an deiner Seminararbeit.
Timo: Ja, schon, aber nebenbei jobbe ich seit dem Sommer im Lager von so einem großen Möbelhaus. Angestellt bin ich aber bei einer Zeitarbeitsfirma – die schickt mich nur dorthin. Viele glauben, ich gehöre zum Möbelhaus, weil ich die gleiche Jacke trage wie alle anderen.
Sophie: Und was machst du da genau?
Timo: Ich packe Bestellungen für den Online-Shop. Regale, Lampen, Stühle … alles kommt in Kartons, und die trage ich dann zur Rampe, wo die Lkws stehen.
Sophie: Na, dann sparst du dir wenigstens das Fitnessstudio!
Timo: Das sagt meine Mutter auch. Aber die Kartons wiegen oft zwanzig, dreißig Kilo. Und das jede Nacht.
Sophie: Hm, und dann auch noch nachts … Also, gesund klingt das nicht gerade.
Timo: Ach, man gewöhnt sich dran.
Sophie: Gibt’s da eigentlich keine Regeln? Helm, Handschuhe, so was?
Timo: Doch, Sicherheitsschuhe zum Beispiel sind Pflicht.
Sophie: Und wie ich dich kenne, arbeitest du trotzdem in deinen Turnschuhen.
Timo: Erwischt. Die Sicherheitsschuhe sind einfach so schwer … Wenn der Schichtleiter das sieht, gibt’s eine Abmahnung. Aber bis jetzt hat er nichts gemerkt.
Sophie: Und lohnt sich das wenigstens?
Timo: Na ja, reich wird man davon nicht. Für Nachtarbeit hätte ich ehrlich gesagt mit mehr gerechnet.
Sophie: Und wenn mal was schiefgeht? Musst du das dann bezahlen?
Timo: Nein. Wenn zum Beispiel ein Stuhl im falschen Karton landet, weil im System die falsche Nummer steht, ist das nicht meine Schuld. Das passiert öfter, als man denkt. Ärger mit dem Schichtleiter gibt’s trotzdem.
Sophie: Typisch.
Timo: Und krank werden ist auch keine gute Idee. Meine Kollegin Aylin hatte im Herbst eine Bronchitis und war zwei Wochen zu Hause. Danach hat die Firma ihren Vertrag einfach nicht mehr verlängert. Aus, vorbei.
Sophie: Das ist ja unfair! … Sag mal, was ist denn mit deiner Hand passiert?
Timo: Halb so schlimm. Letzte Woche ist mir ein Karton auf die Finger gefallen. Ein Kollege hat mich gleich verbunden.
Sophie: Siehst du, genau das meine ich. Willst du dir nicht was anderes suchen? In der Unibibliothek brauchen sie immer wieder Aushilfen. Schau doch mal auf deren Webseite.
Timo: Stimmt, das wär eine Idee. Im Frühling hab ich ja sowieso Prüfungen, da schaffe ich die Nachtschichten eh nicht.
Sophie: Ich könnte das nicht – nachts arbeiten und tagsüber Vorlesungen … Oh, ist das dein Handy?
Timo: Ja, mein Mitbewohner. Ich muss los, wir kochen heute zusammen.
Sophie: Na dann, schlaf dich mal aus! Und meld dich am Wochenende, ja?
Timo: Mach ich. Ciao!

0 / 7 richtige Optionen

1

Timo ist fest bei einem Möbelhaus angestellt.

❌ Timo ist fest bei einem Möbelhaus angestellt.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Timo sagt: „nebenbei jobbe ich seit dem Sommer im Lager von so einem großen Möbelhaus“ und „Angestellt bin ich aber bei einer Zeitarbeitsfirma – die schickt mich nur dorthin.“ → Er arbeitet im Möbelhaus, aber sein Arbeitgeber ist die Zeitarbeitsfirma. Außerdem ist es nur ein Nebenjob, keine feste Stelle.

Fallenanalyse: Das Wort „Möbelhaus“ kommt im Text vor, und Timo erzählt sogar: „Viele glauben, ich gehöre zum Möbelhaus, weil ich die gleiche Jacke trage“. Das ist ein Wortköder. Wer nur auf „Möbelhaus“ hört, kreuzt „Richtig“ an. Entscheidend sind aber zwei Details: „jobben“ ≠ fest angestellt und „Zeitarbeitsfirma“ ≠ Möbelhaus.

Schlüsselwörter: „jobbe“ = Nebenjob, keine feste Stelle / „Angestellt bin ich aber bei einer Zeitarbeitsfirma“ = anderer Arbeitgeber / „Viele glauben“ = es stimmt nicht

2

Sophie findet Timos Arbeit schlecht für die Gesundheit.

✅ Sophie findet Timos Arbeit schlecht für die Gesundheit.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Nachdem Timo von den schweren Kartons erzählt hat, sagt Sophie: „Hm, und dann auch noch nachts … Also, gesund klingt das nicht gerade.“ → Sie hält die Arbeit für ungesund.

Fallenanalyse: Zuerst reagiert Sophie positiv: „Na, dann sparst du dir wenigstens das Fitnessstudio!“ Auch Timos Mutter sieht die Arbeit als Sport. Das ist ein Meinungswechsel: Es zählt Sophies spätere Aussage, nicht ihr erster Kommentar und nicht die Meinung der Mutter.

Schlüsselwörter: „gesund klingt das nicht gerade“ = ungesund / „und dann auch noch nachts“ = zusätzliches Problem / „Das sagt meine Mutter auch“ = Meinung einer anderen Person

3

Timo hält sich bei der Arbeit an die Sicherheitsvorschriften.

❌ Timo hält sich bei der Arbeit an die Sicherheitsvorschriften.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Sicherheitsschuhe sind Pflicht. Sophie sagt: „Und wie ich dich kenne, arbeitest du trotzdem in deinen Turnschuhen.“ Timo antwortet: „Erwischt.“ → Er trägt keine Sicherheitsschuhe und hält sich nicht an die Regeln.

Fallenanalyse: Timo sagt die Information nicht selbst. Er bestätigt nur Sophies Vermutung mit einem einzigen Wort: „Erwischt.“ Außerdem klingt „Doch, Sicherheitsschuhe zum Beispiel sind Pflicht“ so, als würde er die Regeln kennen und befolgen. Den Satz „bis jetzt hat er nichts gemerkt“ sagt er, weil er die Regel bricht.

Schlüsselwörter: „Erwischt“ = ja, du hast recht / „trotzdem in deinen Turnschuhen“ = ohne Sicherheitsschuhe / „bis jetzt hat er nichts gemerkt“ = er macht es heimlich

4

Timo ist mit seinem Verdienst zufrieden.

❌ Timo ist mit seinem Verdienst zufrieden.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Auf die Frage „Und lohnt sich das wenigstens?“ antwortet Timo: „Na ja, reich wird man davon nicht. Für Nachtarbeit hätte ich ehrlich gesagt mit mehr gerechnet.“ → Er findet den Lohn zu niedrig.

Fallenanalyse: Timo sagt nie direkt „Ich bin unzufrieden“. Die Unzufriedenheit ist indirekt: „Na ja“ und „reich wird man davon nicht“ klingen locker. Der Konjunktiv II „hätte … mit mehr gerechnet“ zeigt aber: Seine Erwartung war höher als die Realität.

Schlüsselwörter: „Na ja“ = nicht wirklich / „reich wird man davon nicht“ = wenig Geld / „hätte … mit mehr gerechnet“ = er hat mehr erwartet

5

Es kommt vor, dass eine Bestellung falsch gepackt wird.

✅ Es kommt vor, dass eine Bestellung falsch gepackt wird.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Timo erzählt: „Wenn zum Beispiel ein Stuhl im falschen Karton landet, weil im System die falsche Nummer steht, ist das nicht meine Schuld. Das passiert öfter, als man denkt.“ → Falsch gepackte Bestellungen gibt es immer wieder.

Fallenanalyse: Im Text kommt das Wort „falsch gepackt“ nicht vor. Die Aussage ist eine Paraphrase. Ablenkend wirkt auch „ist das nicht meine Schuld“: Es geht in der Aufgabe nicht darum, wer schuld ist, sondern nur darum, ob so etwas passiert.

Schlüsselwörter: „im falschen Karton landet“ = falsch gepackt / „Das passiert öfter, als man denkt“ = es kommt vor / „nicht meine Schuld“ = für die Aufgabe nicht wichtig

6

Eine Kollegin von Timo hat wegen einer Krankheit ihre Stelle verloren.

✅ Eine Kollegin von Timo hat wegen einer Krankheit ihre Stelle verloren.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Timo sagt: „Meine Kollegin Aylin hatte im Herbst eine Bronchitis und war zwei Wochen zu Hause. Danach hat die Firma ihren Vertrag einfach nicht mehr verlängert. Aus, vorbei.“ → Wegen der Krankheit hat sie den Job verloren.

Fallenanalyse: Hier gibt es eine doppelte Paraphrase: „Bronchitis“ = eine Krankheit und „Vertrag nicht mehr verlängert“ = Stelle verloren. Die Wörter „gekündigt“ oder „entlassen“ fallen nicht. Es geht außerdem um eine dritte Person, nicht um Timo selbst.

Schlüsselwörter: „Bronchitis“ = Krankheit / „Vertrag … nicht mehr verlängert“ = Job verloren / „Aus, vorbei“ = die Arbeit ist zu Ende

7

Sophie wird sich für Timo nach einer anderen Stelle erkundigen.

❌ Sophie wird sich für Timo nach einer anderen Stelle erkundigen.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Sophie schlägt vor: „Willst du dir nicht was anderes suchen? In der Unibibliothek brauchen sie immer wieder Aushilfen. Schau doch mal auf deren Webseite.“ → Timo soll selbst nachschauen. Sophie will sich nicht für ihn informieren.

Fallenanalyse: Sophie gibt einen Tipp, aber sie übernimmt keine Aufgabe. Ein Vorschlag ist keine Handlung. Achten Sie auf die Person: „du“ und „schau“ (Imperativ) zeigen, dass Timo aktiv werden soll. Timos Antwort „das wär eine Idee“ (Konjunktiv II) bestätigt nur, dass ihm der Vorschlag gefällt.

Schlüsselwörter: „Willst du dir nicht … suchen?“ = Vorschlag an Timo / „Schau doch mal“ = Timo soll es selbst machen / „das wär eine Idee“ = noch keine Entscheidung

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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