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Sie haben in einer Zeitschrift etwas zum Thema gelesen. Berichten Sie Ihrer Gesprächs- partnerin/Ihrem Gesprächspartner darüber. Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner hat eine andere Meinung dazu gelesen und berichtet Ihnen auch darüber.
Unterhalten Sie sich dann mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner über das Thema. Sagen Sie Ihre Meinung und erzählen Sie von eigenen Erfahrungen.
Meinung für Ausgang bis maximal 22 Uhr:
Ich finde, Jugendliche unter 16 sollten nicht länger als bis 22 Uhr draußen bleiben dürfen. Es geht nicht um Kontrolle – sondern um Sicherheit.
Erstens: Am Abend passieren oft mehr gefährliche Dinge. Es gibt mehr Alkohol, manchmal Gewalt oder unangenehme Situationen. Besonders junge Menschen wissen oft noch nicht, wie man mit so etwas umgeht. Eltern wollen nur schützen – das ist ihre Aufgabe.
Zweitens: Jugendliche müssen lernen, Regeln zu akzeptieren. Wer um 22 Uhr nach Hause kommt, zeigt, dass er Verantwortung übernehmen kann. Und: Wer früher zu Hause ist, ist am nächsten Tag fitter für Schule oder Ausbildung. Gute Gewohnheiten sind wichtig.
Drittens: Die Angst der Eltern ist verständlich. Nicht alle Orte sind sicher. Manche Jugendlichen kommen mit schlechten Leuten in Kontakt. Ein fester Zeitpunkt hilft, klare Grenzen zu setzen. So fühlen sich Eltern wohler – und Kinder wissen, woran sie sind.
Ich durfte früher nur bis 22 Uhr draußen sein. Am Anfang war ich sauer – aber später war ich dankbar. Ich hatte genug Zeit mit Freunden, aber war nie in gefährlichen Situationen. Meine Eltern hatten recht: Die Welt sieht nach 22 Uhr anders aus.
Deshalb sage ich: Lieber früh zu Hause und sicher – als spät und riskant.
Meinung für mehr Freiheit und spätere Zeiten:
Ich denke, Jugendliche sollten auch mal länger als bis 22 Uhr draußen bleiben dürfen – wenn sie reif genug sind.
Erstens: Jugendliche müssen lernen, Verantwortung zu tragen. Wenn Eltern alles kontrollieren, fühlen sich Jugendliche nicht ernst genommen. Wer immer nur Regeln bekommt, lernt nicht, selbst Entscheidungen zu treffen. Vertrauen ist wichtig.
Zweitens: Nicht jeder macht nachts etwas Gefährliches. Viele Jugendliche gehen auf Geburtstage, Veranstaltungen oder einfach nur ins Kino. Diese Sachen gehen manchmal länger – und das ist auch okay, wenn man weiß, wo das Kind ist.
Drittens: Wenn Jugendliche wissen, dass sie um 23 oder 24 Uhr zu Hause sein dürfen, verhalten sie sich oft besser, weil sie das Vertrauen der Eltern nicht verlieren wollen. Zu strenge Regeln führen oft zu Heimlichkeit oder Lügen. Besser ist ein offenes Gespräch.
Meine Eltern haben mir früh vertraut. Ich durfte manchmal bis Mitternacht bleiben – aber ich musste immer Bescheid geben, wo ich bin. Ich habe das nie ausgenutzt. Im Gegenteil: Ich habe gelernt, pünktlich zu sein, und hatte nie Probleme. Ich hatte Freiheit – und habe gut damit umgegangen.
Deshalb sage ich: Verantwortung lernt man nicht durch Verbote – sondern durch Vertrauen.

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