Wer erklärt Medikamente besser, Apotheker oder Pflege?

Wer erklärt Medikamente besser, Apotheker oder Pflege?

Situation: Eine Patientin bekommt mehrere neue Medikamente und versteht nicht genau, wie sie diese einnehmen soll. Sie fragt sich, ob der Apotheker ihr das besser erklären kann oder ob Sie als Pflegekraft das übernehmen sollten.

Beispiel

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Person A: Sag mal, hast du kurz Zeit? Frau Wagner hat mehrere neue Medikamente bekommen und versteht nicht, wie sie die nehmen soll. Ich überlege, ob ich ihr das selbst erkläre oder das lieber dem Apotheker überlasse. Wie siehst du das?

Person B: Oh, darüber habe ich auch schon oft nachgedacht. Die Apothekerin auf der Karte traut das vor allem sich selbst zu. Sie sagt, sie hat eine spezielle Ausbildung und kennt die Wirkung, die Nebenwirkungen und das Zusammenspiel der Mittel genau. Und sie kann sich Zeit nehmen und alle Fragen in Ruhe beantworten. Das klingt logisch. So genau kennen wir die Medikamente ja nicht immer. Aber meinst du nicht, dass das allein noch nicht reicht?

Person A: Genau das frage ich mich auch. Der Kollege in der Mitte sieht es ja nicht als Entweder-oder, und das leuchtet mir ein. Für ihn passen beide Seiten gut zusammen. Der Apotheker bringt das Fachwissen, und wir in der Pflege zeigen im Alltag, wie man die Tabletten praktisch nimmt. Erst zusammen sorgen beide dafür, dass der Patient es wirklich versteht. Ich sehe das genauso. Neulich hat eine Patientin alles vom Apotheker gehört, aber erst als ich es ihr am Tisch gezeigt habe, hat sie es verstanden. Kennst du das auch?

Person B: Ja, das kenne ich gut. Oft fehlt einfach die Verbindung vom Fachwort zum Alltag. Und genau da setzt die Apothekerin rechts auf der Karte an. Sie findet, wir in der Pflege erklären es oft leichter, weil wir die Menschen jeden Tag begleiten. Wir kennen ihre Sorgen, reden in einfacher Sprache und gehen direkt auf ihre Lage ein. Bei uns trauen sich die Patienten eher, nachzufragen und zuzugeben, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Das finde ich einen wichtigen Punkt. Vertrauen entsteht eben durch die tägliche Nähe. Siehst du das auch so?

Person A: Ja, genau. Zu uns haben die Patienten oft weniger Scheu als zu jemandem, den sie kaum kennen. Aber das heißt ja nicht, dass wir die Apotheke nicht brauchen. Ohne das genaue Wissen von dort kommen wir bei schwierigen Mitteln nicht weit. Vielleicht ist die Frage falsch gestellt. Es geht nicht darum, wer es besser macht, sondern wie beide zusammenarbeiten. Meinst du nicht auch?

Person B: Doch, das stimmt. Jede Seite kann etwas, das der anderen fehlt. Ich schlage vor, wir machen es so: Bei neuen, schwierigen Medikamenten fragen wir zuerst die Apotheke und erklären es den Patienten danach am Bett in einfachen Worten. So verlässt sich niemand nur auf sich allein. Wollen wir das im Team vorschlagen?

Person A: Auf jeden Fall. Wenn alle gleich vorgehen, ist es für die Patienten am besten. Dann sind wir uns einig: Apotheke und Pflege sind kein Gegensatz, sondern ein Team. Das Fachwissen kommt von der Apotheke, die einfache Erklärung im Alltag von uns. Lass uns das beim nächsten Teamtreffen zusammen einbringen.

Person B: Genau so machen wir es. Gut, dass wir geredet haben. Jetzt weiß ich genau, wie ich es Frau Wagner erkläre und wann ich die Apotheke dazuhole.

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