Zu kleine Portionen und überwürztes Essen im Restaurant

Situation:
Sie sind zusammen in der Küche eines Restaurants tätig. Einige Gäste haben bemängelt, dass die Portionen häufig zu klein sind und das Essen gelegentlich überwürzt ist.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Gäste: Wie auf die Beschwerden reagieren? Was anbieten?
  2. Kurzfristig: Was können wir sofort tun, um die Qualität der Speisen zu verbessern?
  3. Küche: Welche Änderungen bei der Zubereitung sind notwendig?
  4. Langfristig: Wie sicherstellen, dass Gäste dauerhaft mit dem Essen zufrieden sind?
  5. …?
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TN1: „Hast du gehört, dass sich einige Gäste darüber beschwert haben, dass die Portionen bei uns häufig zu klein sind und das Essen gelegentlich überwürzt ist? Das könnte unserem Ruf als Restaurant ernsthaft schaden."
TN2: „Nein, das wusste ich noch nicht. Das ist wirklich ein ernstes Problem, denn die Zufriedenheit der Gäste hängt vor allem von der Qualität und der Menge des Essens ab. Wenn Gäste hungrig oder unzufrieden das Restaurant verlassen, kommen sie höchstwahrscheinlich nicht wieder. Weißt du, wie viele Beschwerden bisher eingegangen sind?"
TN1: „Ja, in den letzten zwei Wochen haben wir fünf direkte Beschwerden erhalten, und in Online-Bewertungen wurde das Thema ebenfalls mehrfach erwähnt. Das ist ein deutliches Signal, das wir nicht ignorieren dürfen. Sollten wir zunächst mit den betroffenen Gästen sprechen, die sich direkt beschwert haben?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Wir sollten die Gäste, die sich direkt gemeldet haben, persönlich kontaktieren und uns aufrichtig entschuldigen. Gleichzeitig sollten wir ihnen eine Einladung zu einem kostenlosen Besuch anbieten, damit sie unserem Restaurant eine zweite Chance geben. Kannst du das genauer erklären, was wir ihnen beim nächsten Besuch konkret anbieten könnten?"
TN1: „Ja, gerne. Wir könnten ihnen ein kostenloses Drei-Gänge-Menü oder zumindest ein kostenloses Hauptgericht anbieten. So zeigen wir, dass wir die Kritik ernst nehmen und von unserer Qualität überzeugt sind. Weißt du, ob das Problem mit den Portionsgrößen auf fehlende Standards in der Küche zurückzuführen ist?"
TN2: „Ja, ich glaube, das ist tatsächlich ein Teil des Problems. Bei uns gibt es keine einheitlichen Rezepturen mit genauen Mengenangaben, weshalb die Portionsgrößen je nach Koch oder Köchin variieren. Das führt dazu, dass Gäste, die öfter bei uns essen, Unterschiede bemerken. Sollten wir sofort standardisierte Rezepturen mit genauen Grammatangaben für alle Gerichte einführen?"
TN1: „Ja, das halte ich für eine der wichtigsten Sofortmaßnahmen. Wenn jedes Gericht nach einer klaren Rezeptur zubereitet wird, sind die Portionen immer gleich groß und die Würzung immer gleich ausgewogen. Das schafft Verlässlichkeit für unsere Gäste. Wie können wir das Problem mit dem überwürzten Essen konkret angehen?"
TN2: „Das ist eine sehr gute Frage. Das Überwürzen passiert oft, wenn in der Küche unter Zeitdruck gearbeitet wird und das Abschmecken vernachlässigt wird. Wir sollten eine klare Regel einführen, dass jedes Gericht vor dem Servieren vom Koch oder von der Köchin persönlich abgeschmeckt werden muss. Weißt du, ob unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Küche ausreichend für solche Qualitätsstandards geschult sind?"
TN1: „Da bin ich anderer Meinung. Ich glaube, es liegt weniger an fehlender Schulung als an fehlendem Bewusstsein für die Auswirkungen auf die Gästezufriedenheit. Ein offenes Gespräch mit dem gesamten Küchenteam wäre sinnvoller als eine formale Schulung. Kannst du das genauer erklären, wie wir dieses Gespräch am besten führen sollten?"
TN2: „Ja, gerne. Wir könnten in einem kurzen Teammeeting die Beschwerden sachlich präsentieren und gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besprechen, wie wir die Qualität verbessern können. Wenn das Team selbst Lösungen vorschlägt, fühlt es sich stärker verantwortlich. Sollten wir außerdem regelmäßige interne Verkostungen einführen, bei denen wir unsere eigenen Gerichte bewerten?"
TN1: „Ja, das ist eine sehr gute Idee. Regelmäßige Verkostungen würden sicherstellen, dass Qualitätsprobleme früh erkannt werden, bevor sie Gäste bemerken. Außerdem fördern sie den Austausch im Team über Geschmack und Präsentation. Sollten wir außerdem die Online-Bewertungen systematisch beobachten und auswerten?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Online-Bewertungen sind ein sehr wertvolles Feedback-Instrument, das wir bisher zu wenig genutzt haben. Wir sollten alle Bewertungen regelmäßig lesen und auf Kritik professionell und freundlich antworten. Das zeigt auch potenziellen neuen Gästen, dass wir kundenorientiert arbeiten. Wie können wir langfristig sicherstellen, dass unsere Gäste dauerhaft mit dem Essen zufrieden sind?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Langfristig sollten wir regelmäßige Qualitätskontrollen in der Küche einführen, bei denen die Küchenleiterin oder der Küchenleiter Portionsgrößen und Würzung stichprobenartig überprüft. Außerdem wäre es sinnvoll, Gäste aktiv nach ihrer Zufriedenheit zu fragen, zum Beispiel mit einem kurzen Feedback-Bogen. Wäre es außerdem hilfreich, das Speisenangebot regelmäßig zu überarbeiten und an die Wünsche der Gäste anzupassen?"
TN2: „Ja, auf jeden Fall. Ein Menü, das regelmäßig erneuert wird und saisonale Zutaten verwendet, wirkt frisch und attraktiv. Außerdem könnten wir Stammgäste gezielt nach ihren Lieblingsspeisen fragen und diese öfter anbieten. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN1: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen kontaktieren wir die betroffenen Gäste persönlich, entschuldigen uns und laden sie zu einem kostenlosen Besuch ein. Wir führen sofort standardisierte Rezepturen mit genauen Mengenangaben ein und verpflichten alle in der Küche, jedes Gericht vor dem Servieren abzuschmecken."
TN2: „Genau. Wir organisieren ein offenes Teammeeting mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Küche, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Außerdem führen wir regelmäßige interne Verkostungen ein und beobachten Online-Bewertungen systematisch."
TN1: „Langfristig führen wir regelmäßige Qualitätskontrollen in der Küche ein, sammeln aktiv Feedback von unseren Gästen und überarbeiten das Speisenangebot regelmäßig. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN2: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

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