Kollegin kommt wiederholt zu spät in der Bäckerei

Situation:
Sie arbeiten zusammen in einer Bäckerei, und eine Ihrer Kolleginnen kommt morgens immer wieder zu spät, obwohl Sie sie bereits mehrmals darauf hingewiesen haben. Die Arbeit zu zweit zu bewältigen, wird dadurch zu einer Herausforderung.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Kollegin: Was tun? Wie das Gespräch suchen?
  2. Kurzfristig: Wie den Arbeitsablauf alleine bewältigen?
  3. Vorgesetzte oder Vorgesetzter: Wann und wie das Problem ansprechen?
  4. Langfristig: Wie solche Situationen in Zukunft vermeiden?
  5. …?
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TN1: „Hast du gehört, dass unsere Kollegin morgens schon wieder zu spät gekommen ist? Wir haben sie bereits mehrmals darauf hingewiesen, aber es ändert sich nichts. Die Arbeit alleine zu bewältigen, bis sie endlich da ist, wird langsam wirklich zur Belastung."
TN2: „Nein, das wusste ich noch nicht. Das ist wirklich eine schwierige Situation, denn in einer Bäckerei ist die Arbeit morgens besonders zeitkritisch. Wenn man zu zweit einplant und dann alleine arbeiten muss, leidet nicht nur die Qualität, sondern auch die eigene Belastung steigt stark an. Weißt du, wie oft das in letzter Zeit vorgekommen ist?"
TN1: „Ja, in den letzten drei Wochen ist sie mindestens achtmal zu spät gekommen, meistens zwanzig bis dreißig Minuten. Das ist kein Zufall mehr und kein einmaliges Versehen. Ich habe sie bereits zweimal persönlich angesprochen, aber sie sagt jedes Mal, es passiere nicht wieder. Sollten wir noch einmal das direkte Gespräch mit ihr suchen?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Ein weiteres persönliches Gespräch sollte der erste Schritt sein, aber diesmal klarer und konsequenter als bisher. Wir sollten ihr erklären, wie stark ihr Zuspätkommen den gesamten Arbeitsablauf beeinträchtigt, und konkret fragen, ob es einen Grund gibt, den wir nicht kennen. Kannst du das genauer erklären, wie wir dieses Gespräch führen sollten, ohne die Arbeitsbeziehung zu beschädigen?"
TN1: „Ja, gerne. Wir sollten das Gespräch ruhig und sachlich führen, ohne Vorwürfe zu machen. Es könnte sein, dass sie persönliche Schwierigkeiten hat, zum Beispiel mit der Kinderbetreuung oder dem öffentlichen Nahverkehr. Wenn wir das wissen, können wir vielleicht gemeinsam eine Lösung finden. Weißt du, ob sie in letzter Zeit irgendetwas erwähnt hat, das auf solche Probleme hindeutet?"
TN2: „Nein, sie hat mir gegenüber nichts gesagt. Aber du hast recht, dass wir offen fragen sollten, bevor wir Schlüsse ziehen. Vielleicht gibt es einen nachvollziehbaren Grund, den wir bisher nicht kennen. Falls sie aber keinen guten Grund nennen kann, müssen wir klare Konsequenzen ansprechen. Weißt du, wie wir kurzfristig den Arbeitsablauf besser organisieren können, wenn sie zu spät kommt?"
TN1: „Ja, wir könnten die Aufgaben so umstrukturieren, dass die dringendsten Arbeiten zuerst erledigt werden, also zum Beispiel das Einlegen der Teige und das Vorheizen der Öfen. Aufgaben, die weniger zeitkritisch sind, könnten auf später verschoben werden. So ist der wichtigste Teil des Morgens gesichert, auch wenn man alleine arbeitet. Sollten wir außerdem die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten informieren?"
TN2: „Da bin ich anderer Meinung, dass wir das sofort tun sollten. Ich würde zunächst noch einmal das Gespräch mit der Kollegin suchen und ihr klar sagen, dass wir das Problem der Vorgesetzten oder dem Vorgesetzten melden müssen, falls es weitergeht. So geben wir ihr eine letzte Chance, die Situation selbst zu lösen. Kannst du das genauer erklären, ab wann wir die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten einbeziehen sollten?"
TN1: „Ja, gerne. Wenn sich nach unserem nächsten Gespräch innerhalb einer Woche nichts ändert, sollten wir die Situation der Vorgesetzten oder dem Vorgesetzten melden. Dabei sollten wir sachlich bleiben und konkrete Daten nennen, also wann und wie oft die Kollegin zu spät gekommen ist. Eine Dokumentation der Vorfälle wäre dabei sehr hilfreich. Sollten wir die Vorfälle ab sofort schriftlich festhalten?"
TN2: „Ja, auf jeden Fall. Wenn wir der Vorgesetzten oder dem Vorgesetzten konkrete Daten vorlegen können, ist das Gespräch viel wirkungsvoller als vage Aussagen. Außerdem schützt uns eine schriftliche Dokumentation, falls die Situation eskaliert. Da stimme ich dir vollkommen zu, dass das ein wichtiger Schritt ist. Wie können wir langfristig sicherstellen, dass solche Situationen in Zukunft vermieden werden?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Langfristig sollte die Vorgesetzte oder der Vorgesetzte klare Regeln für Pünktlichkeit und die Konsequenzen bei wiederholtem Zuspätkommen festlegen. Außerdem wäre es sinnvoll, für Notfälle einen Plan zu haben, damit bei Ausfällen oder Verspätungen immer eine Aushilfskraft kurzfristig einspringen kann. Weißt du, ob es in unserem Betrieb eine solche Notfallregelung gibt?"
TN2: „Nein, eine klare Notfallregelung gibt es zurzeit nicht. Das ist eigentlich ein strukturelles Problem, denn wenn nur zwei Personen eingeplant sind und eine ausfällt, gerät der gesamte Betrieb ins Wanken. Wir sollten der Vorgesetzten oder dem Vorgesetzten vorschlagen, eine Aushilfskontaktliste zu erstellen. Sollten wir außerdem regelmäßige Teamgespräche einführen, in denen solche Probleme offen angesprochen werden können?"
TN1: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Regelmäßige kurze Teambesprechungen würden eine offene Kommunikationskultur fördern, in der Probleme frühzeitig angesprochen werden, bevor sie eskalieren. Das würde nicht nur in diesem Fall helfen, sondern das gesamte Arbeitsklima in unserer Bäckerei verbessern. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN2: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen suchen wir noch einmal das direkte Gespräch mit der Kollegin, klar und sachlich, und fragen nach möglichen Gründen für ihr Zuspätkommen. Gleichzeitig strukturieren wir den Morgenablauf so um, dass die zeitkritischsten Aufgaben auch alleine bewältigt werden können."
TN1: „Genau. Wir beginnen ab sofort, alle Vorfälle schriftlich zu dokumentieren. Falls sich innerhalb einer Woche nichts ändert, sprechen wir die Situation der Vorgesetzten oder dem Vorgesetzten mit konkreten Daten vor."
TN2: „Langfristig regen wir bei der Vorgesetzten oder dem Vorgesetzten klare Pünktlichkeitsregeln, eine Aushilfskontaktliste für Notfälle und regelmäßige Teambesprechungen an. So schaffen wir eine verlässlichere Arbeitsstruktur für alle. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN1: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

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