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Text für die Aufgaben:

Die Welle schafft es

Verpackungen aus Wellpappe sind äußerst vielseitig und gleichzeitig eine erstaunliche Ressource, was sie besonders begehrt und umweltfreundlich macht. Fast 70 Prozent aller Transportverpackungen in Deutschland bestehen aus diesem charakteristischen Material. Wellpappe ermöglicht das Stapeln von zerbrechlichen Gegenständen in großen Höhen und den sicheren Transport von schweren Lasten. Sie ist robust und leicht zugleich, was sie dazu befähigt, Stöße von verschiedenen Seiten abzufedern. Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Situation erwartet die Branche auch in diesem Jahr ein überdurchschnittliches Wachstum, ohne dabei ein schlechtes Gewissen in Bezug auf die Umwelt zu haben. Dies liegt daran, dass Wellpappe einer der wenigen Stoffe ist, die nach Gebrauch vollständig recycelt werden können. Nahezu alle Wellpappenverpackungen in Deutschland werden in den Recyclingkreislauf zurückgeführt, wodurch aus gebrauchten Schachteln stets neue entstehen.

Grundlegend besteht Wellpappe aus Papier, Klebstoff und Luft. Ihre Stabilität verdankt sie der wellenförmigen Struktur einer oder mehrerer Papierschichten, die mit glattem Papier verbunden sind. Diese klassische Form des Bogens, bekannt für ihre Tragfähigkeit und Polsterwirkung, findet sich seit Jahrhunderten im Bau von Kathedralen und Brücken. Die Inspiration für die Verwendung dieses Falzprinzips kam jedoch nicht aus der Architektur, sondern von plissierten Stoffen wie Halskrausen. Albert L. Jones nutzte diese Idee 1871, um Textilien und später auch Papier elastischer und stabiler zu machen. Nur drei Jahre später, im Jahr 1874, entwickelte Oliver Long die einseitige Wellpappe, indem er gewelltes Papier mit glattem Papier verklebte. Schließlich erhielt Robert H. Tompson im Jahr 1912 ein Patent für die doppelseitige Wellpappe. Dieses Prinzip hat sich bis heute als äußerst erfolgreich erwiesen.

In Wörth befindet sich die modernste und größte Papiermaschine weltweit, die von der Papierfabrik Palm auf einem 50 Hektar großen Gelände betrieben wird. Die Produktionsanlage hat eine Jahreskapazität von 600.000 Tonnen. Das Herzstück der Anlage ist ein 200 Meter langer Hightech-Koloss, der hochwertige Rohpapiere für Wellpappen in Bahnen von bis zu zehn Metern Breite produziert - und das zu 100 Prozent aus recyceltem Altpapier. Dies entspricht etwa fünf Prozent des gesamten in Deutschland gesammelten Altpapiers.

Die Logistik der Fabrik ist ausgezeichnet: Der Transport der großen Papierrollen erfolgt über Straße, Wasser und Schiene. Die Papierfabrik verfügt über einen eigenen Anschluss ans Schienennetz, eine Verladestation für Schiffe und befindet sich in der Nähe einer Autobahn. Lastwagen, die die Fabrik beliefern oder verlassen, müssen keine der umliegenden Gemeinden durchqueren. Die Anlage setzt auch in Bezug auf Umweltschutz Maßstäbe: Die Papierproduktion erfolgt nahezu geruch- und geräuschlos. Das benötigte Wasser wird aus eigenen Brunnen auf dem Betriebsgelände entnommen. Nach Gebrauch wird es in einer eigenen biologischen Kläranlage gereinigt, gefiltert und anschließend wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt.

Seit ihrem Beginn der Produktion im Jahr 1782 ist die Papierfabrik Palm ein Familienunternehmen, das mittlerweile in der vierten Generation geführt wird. Bereits im Jahr 1984 gelang es Palm als erster deutschen Papierfabrik, Zeitungsdruckpapier von hoher Qualität vollständig aus recyceltem Altpapier herzustellen. Bevor das Rohpapier aus Wörth jedoch zu Wellpappe wird, durchläuft es eine Reihe von Verarbeitungsschritten. Zu den Spezialitäten der Palm-Gruppe, die in ihren zwölf Werken bundesweit jährlich 600 Millionen Quadratmeter Wellpappe produziert, gehören auch Großbehälter aus Schwerwellpappe. Diese Behälter behalten auch unter Belastungen von bis zu einer Tonne ihre Form bei.

Die Anforderungen an Wellpappe werden ständig komplexer, weshalb die Unternehmensgruppe kontinuierlich in neue Technologien investiert, um die anspruchsvollsten Verpackungslösungen zu entwickeln.

Aufgaben:

 

1. Verpackungen aus Wellpappe

belasten die Umwelt.

sind leicht und stabil.

sind nicht leicht transportierbar.

2. Diese Sorte von Verpackungsmaterial

kann kaum recycelt werden.

kann schwer verarbeitet werden.

kann problemlos wiederverwertet werden.

3. Die Festigkeit von Wellpappe

beruht auf einem speziellen Rätsel.

beruht auf einer zufälligen Erfindung.

entsteht durch ihre Wellenform.

4. Die Plisseeform der Wellpappe

geht auf die Erfindung von Albert L. Jones zurück.

hat Robert H.Tompson im Jahr 1912 erfunden.

wurde von Oliver Long patentiert.

5. In der Papierfabrik Palm in Wörth

steht die größte Produktionsanlage der Welt.

werden ca. 5% des Altpapiers in Deutschland wiederverwertet.

werden 5% der Wellpappe als Altpapier hergestellt.

6. Für die Papierproduktion

muss ein eigener Brunnen zur Verfügung stehen.

wird das verbrauchte Wasser biologisch geklärt.

wird das Wasser aus dem nahegelegenen See entnommen.

7. Die Firma Palm ist in der Branche bekannt

durch die Entwicklung von Zeitungsdruckpapier aus Altpapier.

durch die Anwendung traditioneller Produktionsverfahren.

durch Produktionsverfahren bei der Herstellung von Druckpapier.

8. Zu den speziellen Produktbereichen der Palm-Gruppe

zählt die Herstellung von gefärbtem Papier.

zählt die Herstellung von Großbehältern.

gehört die Herstellung von Briefpapier.

9. Wellpappenverpackungen sind so stabil,

dass sie sogar Füllgewichten von einer Tonne umfassen können.

dass sie nicht zu jeder Form und Größe verarbeitet werden können.

dass sich nicht in den Materialkreislauf zurückgeführt werden können.

10. Die Palm-Unternehmensgruppe investiert in neue Technologien,

weil sie künftig kein Altpapier mehr verwenden will.

weil sie neue Produktionszweige aufbauen will.

weil sie die Qualität der Wellpappenverpackung erhöhen will.

11. Der Bedarf an Transportverpackungen aus Wellpappe

wird nicht nur in Deutschland, sondern aucg weltweit stagnieren.

wird in Deutschland kontinuierlich zunehmen.

wird wegen der schlechten Wirtschaftslage zurückgehen.