Neues Stadtmodell macht die Altstadt von Kandermühle für alle besser erlebbar

Lesen Sie den Text und die Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

100% (1 von 1 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Tastbares Relief soll blinden und sehbehinderten Menschen die Orientierung erleichtern

(aus einer Schweizer Regionalzeitung)

Ab nächster Woche können Besucherinnen und Besucher der Altstadt von Kandermühle ein neues Stadtmodell nutzen. Das tastbare Relief wird auf dem Marktplatz in der Nähe des Museums „Roter Turm“ aufgestellt. Es zeigt die wichtigsten Straßen, Plätze und historischen Gebäude der Innenstadt. Das Modell besteht aus Bronze und ist so gestaltet, dass es mit den Händen erkundet werden kann.

Nach Angaben der Stadt richtet sich das Angebot vor allem an blinde und sehbehinderte Menschen. Sie können sich dadurch ein besseres Bild von der Altstadt machen und wichtige Orte leichter finden. Die Namen bedeutender Gebäude sind zusätzlich in Blindenschrift angegeben. So können Nutzerinnen und Nutzer die Informationen selbst lesen, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein.

Das Stadtmodell wurde in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Fachleuten, Künstlern und Vertretern eines Vereins für Menschen mit Sehbehinderung entwickelt. Während der Planungsphase testeten mehrere Betroffene verschiedene Entwürfe und gaben Hinweise zur Gestaltung. Dadurch konnten viele praktische Ideen berücksichtigt werden. Die Stadt hofft, dass das Modell im Alltag einfach zu benutzen ist und lange genutzt werden kann.

Auch für Menschen ohne Sehbehinderung bietet das Relief interessante Möglichkeiten. Touristinnen und Touristen können sich vor einem Stadtrundgang einen schnellen Überblick verschaffen. Familien mit Kindern entdecken spielerisch die bekanntesten Gebäude der Altstadt und vergleichen sie anschließend mit der Wirklichkeit.

Die Kosten für das Projekt wurden zum Teil von der Stadt und zum Teil durch Spenden finanziert. Zur offiziellen Einweihung sind alle Interessierten eingeladen. Vertreter der Stadt betonen, dass Barrierefreiheit nicht nur Menschen mit Behinderung zugutekommt. Angebote wie das neue Stadtmodell sollen dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen die Altstadt selbstständig entdecken und ihren Besuch genießen können. Weitere ähnliche Projekte sind bereits geplant.

In dem Text geht es um

Schließen

✓ Richtig ist c.

Im Text steht: ein neues Stadtmodell, das die wichtigsten Straßen, Plätze und historischen Gebäude der Innenstadt zeigt und aus Bronze besteht. Ein neues Bronzemodell der Innenstadt – genau das meint Antwort c.

✗ a ist falsch: Das Modell zeigt nicht nur den Marktplatz, sondern die ganze Innenstadt. Der Marktplatz ist nur der Standort, an dem das Modell steht – nicht sein Inhalt. a ist zu eng.

✗ b ist falsch: Das Modell steht in der Nähe des Museums „Roter Turm", nicht vor einer Touristeninformation. Eine Touristeninformation kommt im Text gar nicht vor.

💡 Falle: a verengt das Thema auf den Marktplatz (der ist nur der Aufstellort), b erfindet eine Touristeninformation und ersetzt damit das echte Museum. Beide nennen richtige Wortfelder, aber falsch. Die richtige Antwort c fasst Inhalt und Material zusammen: Bronzemodell der Innenstadt.

👉 Schlüsselwörter: ein neues Stadtmodell, die wichtigsten Straßen, Plätze und historischen Gebäude der Innenstadt, Das Modell besteht aus Bronze.

ein Modell des Marktplatzes für blinde und sehbehinderte Menschen. ein neues Stadtmodell vor der Touristeninformation am Marktplatz. ein neues Bronzemodell der Innenstadt.

 

Das Modell

Schließen

✓ Richtig ist b.

Im Text steht: Das Angebot richtet sich vor allem an blinde und sehbehinderte Menschen, die sich dadurch ein besseres Bild machen und wichtige Orte leichter finden. Wichtige Orte leichter finden heißt, sich besser zurechtzufinden – genau das meint Antwort b.

✗ a ist falsch: Von Kinderführungen steht nichts im Text. Familien mit Kindern können das Modell zwar spielerisch nutzen, aber besondere Führungen für Kinder gibt es nicht.

✗ c ist falsch: Das Modell wurde nicht zur Verschönerung des Marktplatzes entwickelt. Künstler und Fachleute waren beteiligt, aber das Ziel war die Orientierung für sehbehinderte Menschen, nicht die Verschönerung des Platzes.

💡 Falle: a nimmt das echte Detail mit den Kindern und macht daraus erfundene Kinderführungen; c nennt die echten Künstler und Fachleute, gibt dem Modell aber einen falschen Zweck (Verschönerung statt Orientierung). Die richtige Antwort b umschreibt wichtige Orte leichter finden als sich in der Altstadt besser zurechtzufinden.

👉 Schlüsselwörter: richtet sich vor allem an blinde und sehbehinderte Menschen, wichtige Orte leichter finden.

soll bei den neuen Kinderführungen eingesetzt werden. soll blinden und sehbehinderten Menschen helfen, sich in der Altstadt besser zurechtzufinden. wurde von Künstlern und Fachleuten zur Verschönerung des Marktplatzes entwickelt.

 

Die Stadt

Schließen

✓ Richtig ist c.

Im Text steht: Barrierefreiheit kommt nicht nur Menschen mit Behinderung zugute, und das Modell soll dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen die Altstadt selbstständig entdecken und ihren Besuch genießen. Das Modell hilft also auch dem allgemeinen touristischen Angebot – genau das meint Antwort c.

✗ a ist falsch: Getestet haben nicht die Mitarbeiter der Stadt, sondern mehrere Betroffene (Menschen mit Sehbehinderung) während der Planungsphase. a ordnet den Test der falschen Gruppe zu.

✗ b ist falsch: Die Stadt ruft nicht zum Spenden auf. Das Projekt wurde zum Teil durch Spenden finanziert – das ist bereits geschehen, kein aktueller Aufruf.

💡 Falle: a nimmt das echte Testen, hängt es aber an die falsche Gruppe (Mitarbeiter statt Betroffene); b nimmt die echten Spenden und macht aus der schon erfolgten Finanzierung einen aktuellen Spendenaufruf. Die richtige Antwort c umschreibt möglichst viele Menschen … selbstständig entdecken und ihren Besuch genießen als Beitrag zum allgemeinen touristischen Angebot.

👉 Schlüsselwörter: Barrierefreiheit … nicht nur Menschen mit Behinderung zugutekommt, möglichst viele Menschen die Altstadt selbstständig entdecken und ihren Besuch genießen.

hat das Modell mehrfach von Mitarbeitern testen lassen. ruft auf, für das Modell zu spenden. sieht das Modell auch als Beitrag zum allgemeinen touristischen Angebot.

 


Andere B1 Goethe Übungen auswählen