Mein Auslandspraktikum in Bolivien

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  1. März 2026

Liebe Redaktion,

im vergangenen Herbst hatte ich die Möglichkeit, ein dreimonatiges Praktikum in Bolivien zu machen. Ich studiere Umwelttechnik und suchte nach einer Gelegenheit, praktische Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Als ich die Zusage erhielt, freute ich mich sehr. Gleichzeitig war ich etwas nervös, weil ich noch nie so weit von zu Hause entfernt gewesen war.

Anfang September flog ich nach Bolivien. Mein Praktikum fand in der Stadt San Miguel statt. Dort arbeitete ich in einem kleinen Umweltzentrum. Meine Aufgaben waren recht einfach. Ich half bei der Organisation von Veranstaltungen, bereitete Informationsmaterial vor und unterstützte die Mitarbeiter bei verschiedenen Projekten. Das Team bestand aus acht Personen. Alle waren freundlich und halfen mir, mich schnell einzugewöhnen.

Die Arbeit begann jeden Tag um 8 Uhr und endete um 16 Uhr. Nach Feierabend erkundete ich oft die Stadt oder traf mich mit anderen Praktikanten. Besonders gefiel mir der große Markt im Zentrum. Dort konnte man frisches Obst und lokale Speisen kaufen.

Nach etwa vier Wochen passierte etwas Unerwartetes. An einem Montagmorgen wollte ich wie gewohnt zur Arbeit gehen. Als ich meinen Rucksack holen wollte, bemerkte ich, dass mein Reisepass nicht mehr darin war. Sofort wurde ich nervös. Am Wochenende hatte ich einen Ausflug in eine nahegelegene Kleinstadt gemacht und den Pass mitgenommen.

Zuerst suchte ich mein Zimmer gründlich ab. Danach kontrollierte ich auch die Gemeinschaftsküche und den Aufenthaltsraum meines Wohnhauses. Der Pass war jedoch nirgends zu finden. Schließlich rief ich meine Kollegin Carla an und erklärte ihr die Situation. Sie beruhigte mich und sagte, ich solle Schritt für Schritt überlegen, wo ich zuletzt gewesen war.

Plötzlich erinnerte ich mich an ein kleines Café, in dem ich am Sonntag eine Pause gemacht hatte. Ich fuhr sofort dorthin. Zu meiner großen Erleichterung hatte eine Mitarbeiterin den Reisepass gefunden und sicher aufbewahrt. Wahrscheinlich war er aus meiner Jackentasche gefallen. Ich bedankte mich mehrmals und war sehr froh, dass alles gut ausgegangen war.

Die restliche Zeit meines Praktikums verlief ohne Probleme. Ich lernte viel über die Arbeit des Umweltzentrums und verbesserte auch meine Sprachkenntnisse. Ende November kehrte ich nach Hause zurück.

Das Praktikum war eine wichtige Erfahrung für mich. Ich habe nicht nur neue Dinge gelernt, sondern auch mehr Selbstvertrauen gewonnen. Wenn ich noch einmal die Gelegenheit bekomme, möchte ich gern wieder einige Monate im Ausland verbringen.

Liebe Grüße

Laura Schneider

Laura macht ein Praktikum in einer kleinen Abteilung des Umweltministeriums von Bolivien.

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✗ Falsch.

Laura arbeitete in einem kleinen Umweltzentrum in San Miguel – nicht in einem Ministerium. Ein Umweltzentrum und ein Umweltministerium sind verschiedene Einrichtungen.

💡 Falle: Ähnliche Wörter. Umweltzentrum und Umweltministerium klingen verwandt, sind aber etwas ganz anderes. Das Wort Ministerium ist erfunden.

👉 Schlüsselwörter: arbeitete ich in einem kleinen Umweltzentrum.

Grammatik: Achten Sie auf die genauen Komposita: -zentrum und -ministerium bezeichnen zwei verschiedene Arten von Einrichtungen.

Richtig Falsch

 

Laura hat in Bolivien keine eigene Küche.

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✓ Richtig.

Bei der Suche kontrollierte Laura die Gemeinschaftsküche ihres Wohnhauses. Eine Gemeinschaftsküche teilt man mit anderen – eine eigene Küche hatte sie also nicht.

💡 Falle: Die Antwort steht nicht direkt da. Aus dem Wort Gemeinschaftsküche muss man schließen, dass die Küche geteilt und nicht ihre eigene war.

👉 Schlüsselwörter: kontrollierte ich auch die Gemeinschaftsküche.

Grammatik: Das Kompositum Gemeinschafts- (Küche) bedeutet gemeinsam genutzt – das Gegenteil von eigene.

Richtig Falsch

 

Besonders gefällt Laura der Kleidermarkt im Stadtzentrum.

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✗ Falsch.

Laura gefiel der große Markt im Zentrum, auf dem man frisches Obst und lokale Speisen kaufen konnte – also ein Lebensmittelmarkt, kein Kleidermarkt.

💡 Falle: Erfundenes Detail. Das Wort Kleider- wird hinzugedichtet. Der Text spricht von Obst und Speisen, nicht von Kleidung.

👉 Schlüsselwörter: frisches Obst und lokale Speisen.

Grammatik: Das Kompositum Kleidermarkt nennt eine bestimmte Art von Markt – prüfen Sie, ob der Text das Gleiche meint (hier nicht).

Richtig Falsch

 

Normalerweise bewahrt Laura ihren Reisepass in ihrem Rucksack auf.

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✓ Richtig.

Am Montag wollte Laura ihren Rucksack holen und bemerkte, dass der Pass nicht mehr darin war. Wenn sie ihn dort vermisst, bewahrt sie ihn normalerweise im Rucksack auf.

💡 Falle: Die Antwort steht nicht direkt da. Aus nicht mehr darin muss man schließen, dass der Pass sonst (normalerweise) im Rucksack ist.

👉 Schlüsselwörter: bemerkte ich, dass mein Reisepass nicht mehr darin war.

Grammatik: Die Wendung nicht mehr darin setzt voraus, dass der Pass vorher (normalerweise) im Rucksack war.

Richtig Falsch

 

Laura verliert auf einem Ausflug ihr Ausweisdokument.

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✓ Richtig.

Laura hatte den Pass am Wochenende auf einen Ausflug mitgenommen. Im Café, wo sie am Sonntag eine Pause machte, war er ihr aus der Jackentasche gefallen. Der Reisepass ist ein Ausweisdokument.

💡 Falle: Synonym-Falle. Reisepass wird zu Ausweisdokument. Man muss erkennen, dass es derselbe Gegenstand ist.

👉 Schlüsselwörter: einen Ausflug … gemacht und den Pass mitgenommen, aus meiner Jackentasche gefallen.

Grammatik: Reisepass ist ein Unterbegriff von Ausweisdokument – ein typischer Synonym-Schritt in Teil 1.

Richtig Falsch

 

Die Kollegen trauen Laura nach und nach immer schwierigere Aufgaben zu.

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✗ Falsch.

Lauras Aufgaben waren die ganze Zeit recht einfach (Veranstaltungen organisieren, Material vorbereiten, mithelfen). Von einer Steigerung zu schwierigeren Aufgaben steht nichts.

💡 Falle: Erfundene Entwicklung. Die Aussage behauptet einen Verlauf (immer schwieriger), den der Text nicht beschreibt. Die Aufgaben blieben einfach.

👉 Schlüsselwörter: Meine Aufgaben waren recht einfach.

Grammatik: Der Komparativ immer schwierigere drückt eine Steigerung aus – aber der Text nennt keine solche Entwicklung.

Richtig Falsch

 


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