Die Suche nach dem richtigen Namen

Lesen Sie den Text und die Aufgaben von 1 bis 6 dazu. Wählen Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind?

33% (1 von 3 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich von einer Situation erzählen, die kurz vor der Geburt unseres ersten Kindes passiert ist. Meine Frau Lena und ich freuten uns sehr auf unser Baby. Trotzdem gab es ein Thema, bei dem wir lange keine Einigung finden konnten: den Vornamen unseres Kindes.

Schon mehrere Monate vor der Geburt – es sollte ein Junge werden – begannen wir, über mögliche Namen nachzudenken. Lena gefiel der Name Jonas besonders gut. Sie kannte einen netten Jungen mit diesem Namen aus ihrer Schulzeit. Ich dagegen mochte den Namen Paul. Mein Großvater hieß so, und ich hatte viele gute Erinnerungen an ihn.

Zunächst sprachen wir ruhig über unsere Ideen. Doch je näher der Geburtstermin kam, desto schwieriger wurde die Entscheidung. Jeder von uns hatte gute Gründe für seinen Lieblingsnamen. Manchmal diskutierten wir sogar beim Abendessen darüber. Natürlich waren wir nicht wirklich böse aufeinander, aber das Thema beschäftigte uns sehr.

An einem Sonntag im September besuchten wir meine Eltern in der Stadt Birkenau. Dort trafen wir auch meinen Onkel Ralf. Während des Mittagessens fragte er, ob wir schon einen Namen ausgewählt hätten. Wir erzählten von unserem Problem. Mein Onkel begann sofort, seine Meinung zu sagen.

Er fand weder Jonas noch Paul besonders gut. Stattdessen schlug er mehrere andere Namen vor: Tomas, Rüdiger und Oliver. Danach erklärte er lange, warum seine Vorschläge besser seien. Zuerst hörten wir höflich zu. Doch dann wiederholte er seine Meinung immer wieder. Schließlich sagte er sogar, dass wir einen Fehler machen würden, wenn wir einen unserer Lieblingsnamen wählen.

Lena war darüber nicht glücklich. Auf der Rückfahrt sprach sie kaum ein Wort. Auch ich fand das Verhalten meines Onkels nicht hilfreich. Wir hatten ihn nicht um eine Entscheidung gebeten.

Einige Tage später setzten Lena und ich uns noch einmal zusammen. Wir beschlossen, keine weiteren Personen nach ihrer Meinung zu fragen. Stattdessen schrieben wir eine Liste mit unseren zehn Lieblingsnamen. Danach verglichen wir die Namen und suchten nach einer Lösung.

Schließlich fanden wir einen Namen, der uns beiden gefiel: Felix. Dieser Name stand auf beiden Listen. Als unser Sohn drei Wochen später geboren wurde, war die Entscheidung bereits getroffen.

Heute ist Felix acht Monate alt. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, muss ich manchmal lachen. Die Diskussionen waren anstrengend, aber am Ende haben wir gemeinsam die richtige Entscheidung getroffen. Und das war wichtiger als jede fremde Meinung.

Liebe Grüße,

Stefan Krüger

In der allgemeinen Vorfreude auf ihr erstes Kind wird nur die Frage der Namensgebung für Stefan und Lena zur Belastung.

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✓ Richtig.

Stefan und Lena freuten sich sehr auf ihr Baby. Trotzdem gab es ein Thema, bei dem sie keine Einigung fanden: den Vornamen. Genau dieses eine Thema beschäftigte sie sehr.

???? Falle: Das Signalwort nur ist hier ausnahmsweise richtig. Achtung: nur ist oft eine Falle, deshalb immer prüfen. Der Text nennt tatsächlich nur einen Streitpunkt inmitten der Freude.

???? Schlüsselwörter: freuten uns sehr, trotzdem gab es ein Thema … den Vornamen.

Grammatik: Das Wort trotzdem stellt den Gegensatz her: viel Freude, aber ein einziges belastendes Thema.

Richtig Falsch

 

Stefan fragt seine Eltern wegen der schwierigen Wahl des Vornamens bei einem Besuch in Birkenau um Rat.

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✗ Falsch.

Stefan fragte niemanden um Rat. Beim Besuch war es Onkel Ralf, der von sich aus fragte und seine Meinung sagte. Am Ende stellt Stefan klar: Wir hatten ihn nicht um eine Entscheidung gebeten.

???? Falle: Richtungs-Falle. Wer fragt wen? Nicht Stefan bittet um Rat, sondern Ralf drängt seine Meinung auf.

???? Schlüsselwörter: Mein Onkel begann sofort, seine Meinung zu sagen, wir hatten ihn nicht um eine Entscheidung gebeten.

Grammatik: Achten Sie auf das Subjekt der Verben: er (Ralf) fragt und rät – nicht Stefan.

Richtig Falsch

 

Ralf rät Stefan und Lena davon ab, ihr Kind Felix zu nennen.

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✗ Falsch.

Ralf riet von Jonas und Paul ab (den damaligen Lieblingsnamen) und schlug Tomas, Rüdiger und Oliver vor. Über Felix sprach er gar nicht – diesen Namen fanden Stefan und Lena erst später selbst.

???? Falle: Objekt-Falle. Der falsche Name wird eingesetzt. Ralf war gegen die alten Favoriten, nicht gegen Felix.

???? Schlüsselwörter: weder Jonas noch Paul, später fanden wir einen Namen … Felix.

Grammatik: Die zeitliche Abfolge zeigt: Felix kam erst nach dem Besuch – Ralf konnte davon also nicht abraten.

Richtig Falsch

 

Lena und Stefan finden Ralfs Hilfestellungen übergriffig.

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✓ Richtig.

Lena war nicht glücklich und schwieg auf der Rückfahrt, und Stefan fand das Verhalten nicht hilfreich. Sie betonen: Wir hatten ihn nicht um eine Entscheidung gebeten. Ralf ging also zu weit.

???? Falle: Synonym-Falle. Das Wort übergriffig steht nicht im Text. Man muss aus den Reaktionen (Unmut, ungebetene Ratschläge) schließen, dass Ralf seine Grenzen überschritt.

???? Schlüsselwörter: nicht glücklich, nicht hilfreich, nicht um eine Entscheidung gebeten.

Grammatik: übergriffig bedeutet, sich ungefragt einzumischen – genau das beschreiben die genannten Sätze.

Richtig Falsch

 

Indirekt trägt Ralf dazu bei, dass Stefan und Lena die Art ihrer Entscheidungsfindung überdenken, und so zu einer guten Lösung kommen.

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✓ Richtig.

Nach dem ärgerlichen Besuch beschlossen die beiden, keine weiteren Personen nach ihrer Meinung zu fragen, und schrieben stattdessen eine Liste ihrer Lieblingsnamen. So fanden sie Felix. Ralfs Einmischung führte sie also indirekt zu einer besseren Methode.

???? Falle: Die Antwort steht nicht direkt da. Man muss den Zusammenhang erkennen: Erst das unangenehme Erlebnis brachte sie dazu, ihren Weg zu ändern.

???? Schlüsselwörter: keine weiteren Personen nach ihrer Meinung zu fragen, schrieben wir eine Liste.

Grammatik: Das Wort indirekt ist wichtig: Ralf wollte nicht helfen, trug aber ohne Absicht zur Lösung bei.

Richtig Falsch

 

Um sich zu einigen, wählen Lena und Stefan einen Namen, den sie beide weder besonders mögen noch besonders unpassend fänden.

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✗ Falsch.

Felix war kein gleichgültiger Kompromiss. Es war ein Name, der uns beiden gefiel und der auf beiden Listen der Lieblingsnamen stand. Beide mochten ihn also wirklich.

???? Falle: Bedeutungs-Falle. Weder besonders mögen noch unpassend finden beschreibt einen lauwarmen Kompromiss. Der Text sagt aber das Gegenteil: Beide gefiel der Name.

???? Schlüsselwörter: ein Name, der uns beiden gefiel, stand auf beiden Listen.

Grammatik: Die Verbindung weder … noch drückt eine doppelte Verneinung aus – sie passt nicht zu einem Namen, den beide gern mochten.

Richtig Falsch

 


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