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Löwenzahn-Welt: Eine Ausstellung über die beliebte Naturserie
LEIPZIG. Mit dem Quiz-Heft in der Hand laufen die Schulkinder durch das Naturkundemuseum in Leipzig. Wie heißt eigentlich der Mann, der den ersten Löwenzahn-Film gemacht hat? fragt Ben. Mira findet den Namen auf einer Tafel hinter dem Filmprojektor: Peter Lustig. Sie schreibt ihn schnell in ihr Heft. Allerdings erst, nachdem sie bei einem älteren Mitarbeiter des Museums nachgefragt hat, ob diese Angabe wirklich stimmt.Wiesen-Welt nennt sich die Schau im Naturkundemuseum, die ein Stück deutsche Fernsehgeschichte zeigt. Sie umfasst über 40 Jahre der Entwicklung der Sendung Löwenzahn. In den hellen, grün gestalteten Sälen entdecken die Gäste, woher die Ideen für die einzelnen Folgen stammen. Ein großer Globus zeigt, dass die Sendung weltweit ausgestrahlt wird. Es gibt kaum ein Land, in dem die Naturserie unbekannt geblieben ist.Der bunte Bauwagen erklärt die Natur, indem er ganz alltägliche Phänomene näher betrachtet. Was passiert in einem Ameisenhaufen? Wie entsteht Honig im Bienenstock? Warum schimmelt altes Brot? Wie atmet eigentlich ein Fisch unter Wasser? Mit diesen und ähnlichen Fragen weckt Löwenzahn bei den Zuschauern eine Neugier, die viele schon längst vergessen hatten. Wie Forscher, die im Auftrag der Kinder ganz genau hinsehen, gehen die Produzenten an jede neue Folge heran. Sie möchten genauso viel erfahren und begreifen wie die jungen Zuschauer selbst. Deshalb wird zum Beispiel ein Termitenhügel von innen gefilmt oder das Innere einer Bienenwabe gezeigt.An Themenideen, die Löwenzahn behandeln könnte, mangelt es nicht. Tag für Tag treffen Briefe aus sämtlichen Erdteilen ein. Manche davon sind sogar in der Schau ausgestellt. Lieber Löwenzahn, gestern haben wir auf dem Bauernhof zugesehen, wie Käse hergestellt wird. Bitte erkläre uns, woraus genau Käse besteht. Seit 1981 läuft die Serie ohne Pause: Sie reist durch verschiedene Zeitepochen, schaut in vergangene Jahrhunderte oder zukünftige Welten, beantwortet Zuschauerfragen und lässt junge Menschen aus aller Welt persönlich zu Wort kommen. Selbst komplizierte Themen wie Wirtschaft werden dank Löwenzahn spielend leicht verständlich.Dort, wo die Gäste in der Schau Dinge berühren erproben oder selbst bedienen können, wo kleine und große Rätsel der Natur entschlüsselt werden, dort leuchten die Augen der jungen Besucher. Steine werden mikroskopiert, Pflanzen gepresst und Vogelstimmen aufgenommen.Inzwischen ist Löwenzahn auch bei Künstlern sehr beliebt. Man findet die Figur auf Fotos, Briefmarken und Werbeschildern in zahlreichen Ländern der Welt. Noch beeindruckender sind jedoch die kleinen Bastelarbeiten von Kinderhand, die das Sendungsteam über die Jahre zusammengetragen hat — Filzpuppen und Stoff bunte Zeichnungen und sogar ein kleines Modellhaus ganz aus Holz — alles für Löwenzahn.Öffnungszeiten
Die Schau in Leipzig ist noch bis zum 15. November geöffnet. Dienstags bis sonntags von 9 bis 17 mittwochs bis 19 Uhr.

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