Gleicher Lohn für gleiche Leistung? – wirklich?

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Lesen Sie den folgenden Text. Entscheiden Sie bei den Aufgaben 1 und 2, ob die Aussage richtig oder falsch ist bzw. welche Antwort (a, b oder c) am besten passt.

63% (142 von 224 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Kaum Boni, wenig Aufstiegschancen:
Frauen sind im Berufsleben weiterhin benachteiligt.

Frauen gelten noch immer als günstige Arbeitskräfte. Laut einer neuen Untersuchung verdienen sie im Durchschnitt 18 Prozent weniger als Männer.
Diese Zahl stammt aus einer Studie des Instituts für Arbeits- und Sozialforschung (IASA), das 2022 gemeinsam mit fünf Fachzeitschriften eine Befragung von 30 000 Personen in Deutschland durchführte. Das Ergebnis deckt sich mit früheren EU-Analysen.

Die Gründe für diese Ungleichbehandlung sind vielfältig:

  • In gut bezahlten Positionen – zum Beispiel als Ingenieurin – erhalten Frauen im Schnitt 15 Prozent weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen.
  • IASA-Experte Dr. H. Lorenz fasst zusammen: „Teilweise werden Frauen schlechter bezahlt, schlicht weil sie Frauen sind.“
  • In „frauentypischen“ Branchen sind Gewerkschaften häufig schwächer, und Aufstiegschancen bleiben gering.

0 / 2 richtige Optionen

1

Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass mehr Frauen als Männer arbeitslos sind.

Aufgabe  1

Aussage: „Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass mehr Frauen als Männer arbeitslos sind.“

Antwort: falsch ✗

Im Text geht es nur darum, wieviel Frauen verdienen – nicht um Arbeitslosigkeit. Es wird kein Vergleich über Arbeitslosenzahlen genannt. Deshalb ist die Aussage falsch.

2

Berufstätige Frauen …

Aufgabe 2

Frage: „Berufstätige Frauen …“

Richtige Antwort: c) werden nicht so gut bezahlt wie männliche Mitarbeiter. ✓

Begründung:

  • Der Text sagt deutlich: „verdienen … 18 % weniger“ und „Frauen erhalten 15 % weniger Gehalt“. → Frauen werden schlechter bezahlt ⇒ Antwort c ist richtig.

  • a) ist falsch, weil im Text steht, dass Frauen weniger Aufstiegschancen haben – nicht schneller Karriere machen.

  • b) ist falsch, denn der Text betont gerade den Verdienst­unterschied von 18 %. Frauen verdienen also nicht genauso viel wie Männer.
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