Lehrermangel in Deutschland

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In vielen Bundesländern fehlen aktuell Lehrerinnen und Lehrer – besonders an Grundschulen und in ländlichen Regionen. Klassen werden zusammengelegt, Stunden fallen aus und immer häufiger müssen Quereinsteiger einspringen.
Wir wollten wissen: Wie erleben Eltern, Schüler und Schulpersonal diese Situation – und was wünschen sie sich für die Zukunft? Drei Personen erzählen.

Aussage 1
Unser Sohn geht in Brandenburg in die 3. Klasse. In den letzten Monaten fällt immer wieder Unterricht aus, weil Lehrer krank sind – oder es gar keine Vertretung gibt. Wir als Eltern bekommen oft erst am Morgen eine Info über eine Stundenplanänderung.
Natürlich verstehe ich, dass man den Lehrermangel nicht sofort lösen kann. Aber es wäre schon hilfreich, wenn man langfristig besser plant. Vielleicht mehr mobile Vertretungsteams oder digitale Angebote. So wie es jetzt läuft, belastet es alle – auch die Kinder.

Aussage 2
Ich bin 15 und gehe auf ein Gymnasium in Hessen. Vor allem in Mathe und Englisch hatten wir dieses Jahr ständig wechselnde Lehrer – eine richtige Vorbereitung auf die Abschlussprüfung ist kaum möglich.
Manchmal kamen Aushilfen, die selbst nicht aus dem Fachbereich waren. Da haben wir dann einfach Texte gelesen oder Aufgaben aus dem Internet gemacht. Ich finde, man sollte frühzeitig Bescheid sagen, wenn jemand länger fehlt, damit sich die Schule um echten Ersatz kümmern kann.

Aussage 3
Ich unterrichte seit über zehn Jahren an einer Gesamtschule in Rheinland-Pfalz. Inzwischen muss ich zusätzlich zu meinen normalen Fächern auch Aufsicht, Vertretungen und sogar Förderunterricht übernehmen – weil Personal fehlt.
Viele Kolleginnen und Kollegen gehen früher in Rente oder reduzieren die Stunden, weil der Druck zu hoch ist. Ich denke, wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen: kleinere Klassen, weniger Bürokratie und mehr Teamarbeit. Sonst wird der Lehrerberuf für junge Menschen immer unattraktiver.

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Aussage 1

✅ „Eltern möchten, dass der Unterricht besser organisiert wird.“
Begründung:
Die Mutter beschreibt, dass ihr Sohn in Brandenburg häufig vom Unterrichtsausfall betroffen ist. Sie betont, dass langfristige Planung notwendig wäre – zum Beispiel durch mobile Vertretungsteams oder digitale Angebote. Sie fordert bessere Organisation, weil die aktuelle Situation belastend ist.

❌ Warum b) falsch ist:
Diese Aussage wiederholt lediglich ein Detail aus dem Text („Unterricht fällt aus“), enthält aber nicht die Kernaussage der Mutter, die auf bessere Organisation und Planung abzielt.

❌ Warum f) falsch ist:
Im Text ist keine Rede von einer Forderung gegen Digitalisierung oder für mehr Präsenzunterricht. Diese Aussage ist eine Themenverfälschung.

Schlüsselwörter:
„langfristig besser planen“
„mobile Vertretungsteams“
„digitale Angebote“
„belastet alle – auch die Kinder“

2

Aussage 2

✅ „Schüler beklagen, dass wichtige Prüfungsfächer schlecht unterrichtet werden.“
Begründung:
Der Schüler berichtet, dass er in Mathe und Englisch ständig wechselnde Lehrer hatte, wodurch eine gute Vorbereitung auf Prüfungen kaum möglich war. Die Aussage fasst exakt das Hauptproblem zusammen: mangelhafte Unterrichtsqualität in zentralen Fächern.

❌ Warum b) falsch ist:
Zwar erwähnt der Schüler, dass Unterricht ausfällt, aber das ist nicht sein Hauptpunkt. Ihm geht es um Prüfungen und die Qualität des Unterrichts.

❌ Warum e) falsch ist:
Der Schüler äußert keine Kritik an der Lehrerausbildung. Diese Option führt thematisch in die Irre.

Schlüsselwörter:
„richtige Vorbereitung auf die Abschlussprüfung ist kaum möglich“
„ständig wechselnde Lehrer“
„Aushilfen, die nicht aus dem Fachbereich waren“

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Aussage 3

✅ „Der Lehrerberuf braucht bessere Arbeitsbedingungen.“
Begründung:
Die Lehrerin berichtet, dass sie zusätzliche Aufgaben übernehmen muss und viele Kolleg*innen unter dem Druck leiden. Sie nennt konkrete Verbesserungsvorschläge wie kleinere Klassen, weniger Bürokratie und mehr Teamarbeit. Genau das spiegelt die Aussage c wider.

❌ Warum e) falsch ist:
Im Text gibt es keine Kritik an der Ausbildung neuer Lehrkräfte. Es geht um Arbeitsbedingungen im Beruf, nicht um das Studium.

❌ Warum f) falsch ist:
Digitalisierung oder Präsenzunterricht werden gar nicht erwähnt. Diese Aussage ist eine thematische Ablenkung.

Schlüsselwörter:
„bessere Arbeitsbedingungen“
„kleinere Klassen“
„weniger Bürokratie“
„Teamarbeit“
„Beruf wird unattraktiv“

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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