Personalmangel in der Pflege, was tun?

Personalmangel in der Pflege, was tun?

Situation: Wegen vieler kranker Kolleginnen und Kollegen sind Sie an diesem Morgen fast auf sich allein gestellt. Trotzdem warten zehn Patientinnen und Patienten darauf, dass Sie ihnen beim Frühstück helfen.

Beispiel

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Person A: Sag mal, hast du gesehen, wie es heute Morgen auf der Station aussieht? So viele sind krank, und ich soll allein zehn Patienten beim Frühstück versorgen. Das schaffe ich kaum. Ich frage mich wirklich, was man gegen diesen ständigen Personalmangel tun kann. Wie siehst du das?

Person B: Oh ja, das habe ich auch schon gemerkt, und es macht mich ehrlich gesagt ratlos. Die erste Kollegin auf der Karte sieht das ja recht positiv. Sie meint, auch mit wenig Personal sollten wir versuchen, alles so gut wie möglich zu erledigen, und mit guter Planung und Zusammenhalt im Team kriegt man selbst harte Tage hin. Das finde ich grundsätzlich richtig. Ohne Organisation und Teamgeist geht es bei uns sowieso nicht. Aber meinst du nicht, dass das auf Dauer zu wenig ist?

Person A: Da triffst du einen wichtigen Punkt. Genau das sagt ja auch der Kollege in der Mitte. Er hält es für unmöglich, ständig immer mehr zu leisten, wenn einfach Leute fehlen. Zehn Patienten gleichzeitig zu betreuen, das ist auf Dauer zu viel und führt irgendwann zu Erschöpfung und Fehlern. Das sehe ich genauso. Ich war letzte Woche so erschöpft, dass ich fast eine Medikamentengabe verwechselt hätte. Zum Glück habe ich es im letzten Moment gemerkt. Ist dir so etwas auch schon passiert?

Person B: Ja, leider. An stressigen Tagen muss ich mich doppelt konzentrieren, damit nichts schiefgeht. Genau deshalb finde ich es gefährlich, wenn wir uns ständig überfordern. Die Patienten sind dann am Ende die Leidtragenden. Aber sag mal, wie sollen wir das Problem denn praktisch angehen? Mit gutem Willen allein lösen wir den Personalmangel ja nicht.

Person A: Stimmt, der gute Wille reicht nicht. Und weißt du, was mir an der dritten Kollegin auf der Karte gefällt? Sie sagt, die Patienten haben immer Vorrang, aber wir Pflegekräfte dürfen dabei nicht ausbrennen. Ihr ist wichtig, dass man sich rechtzeitig Hilfe holt und gemeinsam nach Lösungen sucht. Das halte ich für den richtigen Weg. Wir müssen reden, bevor die Lage uns über den Kopf wächst. Findest du nicht auch, dass wir das ansprechen sollten?

Person B: Doch, unbedingt. Allein kommen wir da nicht weiter. Ich denke, wir sollten der Stationsleitung ganz konkret sagen, was wir brauchen, zum Beispiel einen besseren Vertretungsplan für Krankheitstage oder zusätzliche Unterstützung in den Stoßzeiten am Morgen. Wenn wir nur stillschweigend weitermachen, merkt oben niemand, wie ernst die Lage ist. Wärst du dabei, wenn wir das gemeinsam vorbringen?

Person A: Auf jeden Fall. Zusammen werden wir eher gehört als jeder für sich allein. Dann sind wir uns also einig: Mit guter Planung und Teamarbeit können wir viel auffangen, aber den eigentlichen Personalmangel müssen wir klar nach oben melden. Beides gehört zusammen. Lass uns heute noch zur Leitung gehen und konkrete Vorschläge machen.

Person B: Genau so machen wir es. Gut, dass wir darüber geredet haben. Jetzt fühle ich mich gleich nicht mehr so allein mit dem Problem.

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