Personalmangel und unzureichende Beratung im Elektrofachgeschäft

Situation:
Sie sind in einem Elektrofachgeschäft tätig. Einige Kunden haben sich darüber beschwert, dass sie oft keinen Verkäufer oder keine Verkäuferin finden, wenn sie Hilfe benötigen. Außerdem sei die Beratung oft unzureichend.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Zu wenig Verkäuferinnen und Verkäufer: Was tun?
  2. Schlechte Beratung: Was tun?
  3. Wie bei Kundinnen und Kunden entschuldigen?
  4. Langfristig: Wie Service verbessern?
  5. …?
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TN1: „Hast du gehört, dass sich mehrere Kundinnen und Kunden darüber beschwert haben, dass sie in unserem Geschäft oft niemanden finden, der ihnen helfen kann? Außerdem sei die Beratung, wenn man endlich jemanden findet, oft unzureichend."
TN2: „Ja, ich habe davon gehört. Das ist wirklich ein ernstes Problem, denn Kundinnen und Kunden, die niemanden finden, verlassen das Geschäft oft ohne Kauf und kommen nicht wieder. Wenn dann noch die Beratung enttäuscht, verlieren wir sie dauerhaft an die Konkurrenz oder an Online-Shops. Weißt du, zu welchen Zeiten der Personalmangel besonders deutlich spürbar ist?"
TN1: „Ja, laut den Beschwerden ist es vor allem an Wochenenden und in den Abendstunden problematisch, wenn viele Kundinnen und Kunden gleichzeitig kommen. Zu diesen Zeiten sind einfach zu wenige Verkäuferinnen und Verkäufer im Einsatz. Sollten wir sofort die Schichtpläne überprüfen und anpassen?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Wir sollten die Stoßzeiten genau analysieren und sicherstellen, dass in diesen Zeiten deutlich mehr Personal eingeplant wird. Das ist die wichtigste und schnellste Sofortmaßnahme, die wir ergreifen können. Kannst du das genauer erklären, wie wir das zusätzliche Personal kurzfristig organisieren könnten?"
TN1: „Ja, gerne. Kurzfristig könnten wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Schichten bitten, vorübergehend in den Stoßzeiten auszuhelfen. Außerdem könnten wir prüfen, ob Teilzeitkräfte bereit wären, ihre Stunden an Wochenenden aufzustocken. Sollten wir außerdem neue Stellen ausschreiben, um den Personalmangel langfristig zu beheben?"
TN2: „Ja, auf jeden Fall. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen ist die nachhaltigste Lösung für das Personalproblem. Allerdings dauert eine Einstellung immer einige Wochen, weshalb wir parallel auch kurzfristige Maßnahmen brauchen. Weißt du, ob wir die Möglichkeit haben, Zeitarbeitskräfte für die Übergangszeit einzusetzen?"
TN1: „Ja, es gibt Zeitarbeitsagenturen, die auf Einzelhandel spezialisiert sind und kurzfristig Personal vermitteln können. Das wäre eine schnelle Lösung, bis neue Festangestellte eingearbeitet sind. Wie gehen wir das Problem der unzureichenden Beratung an?"
TN2: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Das Beratungsproblem hat oft eine andere Ursache als der Personalmangel. Manchmal sind Verkäuferinnen und Verkäufer zwar vorhanden, aber überfordert, weil sie für zu viele Produktbereiche gleichzeitig zuständig sind. Da bin ich anderer Meinung als Kolleginnen und Kollegen, die sagen, mehr Personal allein löse das Problem. Kannst du das genauer erklären, wie wir die Zuständigkeiten besser organisieren könnten?"
TN1: „Ja, gerne. Wir könnten klare Zuständigkeitsbereiche einführen, sodass jede Verkäuferin und jeder Verkäufer für einen bestimmten Bereich verantwortlich ist, zum Beispiel Smartphones, Haushaltsgeräte oder Computer. So entwickeln alle ein tiefes Fachwissen in ihrem Bereich und können viel gezielter beraten. Weißt du, ob es im Geschäft aktuell solche Zuständigkeitsbereiche gibt?"
TN2: „Nein, zurzeit sind alle Verkäuferinnen und Verkäufer für das gesamte Sortiment zuständig, was bei der Breite unseres Angebots kaum möglich ist, wirklich alles gut zu kennen. Eine klare Spezialisierung würde die Beratungsqualität erheblich verbessern. Sollten wir die betroffenen Kundinnen und Kunden persönlich kontaktieren?"
TN1: „Ja, auf jeden Fall. Wir sollten alle, die sich beschwert haben, persönlich anschreiben und uns aufrichtig entschuldigen. Dabei sollten wir ihnen mitteilen, welche konkreten Schritte wir bereits unternommen haben. Weißt du, ob wir ihnen auch eine Entschädigung anbieten sollten?"
TN2: „Ja, ich denke, ein Gutschein für eine kostenlose persönliche Beratung mit einer Spezialistin oder einem Spezialisten wäre sehr passend. Das zeigt, dass wir das Problem erkannt haben und gleichzeitig eine direkte Verbesserung anbieten. Da stimme ich dir vollkommen zu, dass das das Vertrauen der Kundinnen und Kunden zurückgewinnen kann. Wie können wir langfristig sicherstellen, dass der Service in unserem Geschäft dauerhaft besser wird?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Neben der Spezialisierung der Verkäuferinnen und Verkäufer sollten wir auch ein digitales System einführen, das Kundinnen und Kunden beim Betreten des Geschäfts registriert und automatisch einer zuständigen Fachkraft zuweist. So wartet niemand lange, ohne zu wissen, wer sich um ihn kümmert. Wäre es außerdem sinnvoll, ein regelmäßiges Feedback-System einzuführen?"
TN2: „Ja, auf jeden Fall. Wenn Kundinnen und Kunden nach ihrem Besuch kurz bewerten können, wie zufrieden sie mit der Beratung waren, erhalten wir kontinuierliche Rückmeldungen. So können wir Probleme frühzeitig erkennen, bevor sie sich zu einer Häufung von Beschwerden entwickeln. Sollten wir außerdem regelmäßige interne Qualitätsgespräche mit allen Verkäuferinnen und Verkäufern einführen?"
TN1: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Regelmäßige Qualitätsgespräche würden sicherstellen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen, was von ihnen erwartet wird, und dass Probleme offen angesprochen werden können. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN2: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen passen wir die Schichtpläne an und erhöhen die Personalbesetzung in den Stoßzeiten. Für die Übergangszeit setzen wir Zeitarbeitskräfte ein und schreiben neue Stellen aus."
TN1: „Genau. Wir führen klare Zuständigkeitsbereiche für alle Verkäuferinnen und Verkäufer ein und kontaktieren alle betroffenen Kundinnen und Kunden persönlich. Als Entschädigung bieten wir einen Gutschein für eine kostenlose persönliche Beratung an."
TN2: „Langfristig führen wir ein digitales Zuweisungssystem für Kundinnen und Kunden ein, etablieren ein regelmäßiges Feedback-System und halten regelmäßige Qualitätsgespräche mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN1: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

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