Mein verlorenes Handy im Theater

Lesen Sie den Text und die Aufgaben von 1 bis 6 dazu. Wählen Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind?

  1. März 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

vor einigen Wochen habe ich einen Theaterabend erlebt, den ich nicht so schnell vergessen werde. Eigentlich wollte ich nur ein interessantes Theaterstück sehen. Am Ende machte ich mir jedoch große Sorgen um mein Handy.

An einem Freitagabend ging ich mit meiner Freundin Nina ins Stadttheater von Falkenau. Die Vorstellung begann um 19.30 Uhr. Schon eine Woche vorher hatten wir die Eintrittskarten gekauft. Am Eingang gaben wir unsere Jacken an der Garderobe ab und gingen anschließend in den Saal.

Das Stück erzählte die Geschichte eines jungen Lehrers namens Erik. Er zieht in ein kleines Dorf und will dort eine Schule aufbauen. Am Anfang sind die Bewohner misstrauisch. Später hilft Erik den Kindern und gewinnt das Vertrauen der Menschen. Besonders gefiel mir das Ende: Die Dorfbewohner erscheinen unangemeldet auf Eriks Geburtstag und beschenken ihn mit Kleinigkeiten.

Während der Pause gegen 20.30 Uhr kaufte ich mir ein Mineralwasser. Dabei benutzte ich mein Handy, um eine Nachricht an meinen Bruder zu schicken. Danach steckte ich das Gerät in die rechte Hosentasche. Anschließend gingen Nina und ich zurück in den Saal, um den zweiten Teil des Stückes anzusehen.

Nach dem Ende der Vorstellung gingen wir zur Garderobe. Dort herrschte großer Andrang, weil viele Besucher gleichzeitig ihre Jacken abholen wollten. Als ich später vor dem Theater stand, wollte ich noch einmal auf mein Handy schauen. Da bemerkte ich plötzlich, dass es nicht mehr in meiner Hosentasche war.

Sofort wurde ich nervös. Gemeinsam mit Nina suchte ich im Foyer, vor der Garderobe und auf unserem Platz im Saal. Das Handy blieb verschwunden. Weil ich es zuletzt in der Pause benutzt hatte, im Foyer viele Menschen eng beieinandergestanden hatten und das Personal des Theaterbistro mit Getränketabletts durch die Menge gelaufen war, bekam ich einen Verdacht, dass mir in der Pause jemand das Handy aus der Hosentasche gezogen hatte.

Ein Mitarbeiter des Theaters hörte unser Gespräch und bot seine Hilfe an. Er sprach mit den Servicekräften im Foyer und zeigte uns das Fundbüro des Hauses. Niemand hatte ein Handy abgegeben. Trotzdem blieben alle Mitarbeiter freundlich und hilfsbereit.

Bald kam eine Besucherin auf uns zu, die zwischen den Rängen auf dem Saalboden ein Handy gefunden hatte. Wahrscheinlich war es mir aus der Hosentasche gerutscht, als ich nach der Pause an den schon sitzenden Besuchern vorbei zu meinem Platz gegangen war.

Ich war sehr erleichtert und entschuldigte mich bei den Mitarbeitern für meinen Verdacht. An diesem Abend habe ich gelernt, nicht zu schnell Schlussfolgerungen zu ziehen und besser auf meine Sachen aufzupassen.

Liebe Grüße,

Markus Winter

Nina bleibt während der Pause im Saal.

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✗ Falsch.

In der Pause kaufte Markus ein Mineralwasser, danach gingen Nina und er zurück in den Saal. Das Wort zurück zeigt: Während der Pause waren beide draußen (im Foyer), nicht im Saal.

💡 Falle: Ein kleines Wort macht den Unterschied. Zurück in den Saal gehen bedeutet, dass man vorher hinausgegangen war. Wer das überliest, denkt, Nina sei drin geblieben.

👉 Schlüsselwörter: kaufte ein Mineralwasser, gingen zurück in den Saal.

Grammatik: Das Richtungsadverb zurück signalisiert eine Rückkehr – also ein vorheriges Verlassen des Saals.

Richtig Falsch

 

Das Theaterstück hat einen guten Ausgang.

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✓ Richtig.

Im Stück gewinnt Erik das Vertrauen der Menschen, und am Ende kommen die Dorfbewohner zu seinem Geburtstag und beschenken ihn. Das ist ein gutes, positives Ende.

💡 Falle: Synonym-Falle. Das Wort Ausgang steht nicht im Text. Man muss erkennen, dass das beschriebene schöne Ende einem guten Ausgang entspricht.

👉 Schlüsselwörter: gewinnt das Vertrauen, beschenken ihn = guter Ausgang.

Grammatik: Ausgang meint hier den Schluss der Handlung – achten Sie auf das positive Geschehen am Ende, nicht auf ein bestimmtes Wort.

Richtig Falsch

 

Markus bemerkt das Fehlen des Handys im Gedränge vor der Garderobe.

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✗ Falsch.

Markus merkt das Fehlen erst, als er später vor dem Theater stand – also draußen, nicht im Gedränge vor der Garderobe. Das Gedränge gab es zwar, aber dort hat er das Handy noch nicht vermisst.

💡 Falle: Ort-Falle. Zwei Szenen werden vermischt: das Gedränge an der Garderobe und das Bemerken vor dem Theater. Beides passiert an verschiedenen Orten.

👉 Schlüsselwörter: vor dem Theater stand, bemerkte ich, dass es nicht mehr … war.

Grammatik: Die Zeitangabe als ich später … stand ordnet das Bemerken klar nach dem Gedränge ein, an einem anderen Ort.

Richtig Falsch

 

Markus spricht einen Mitarbeiter des Theaters auf das verlorene Handy an.

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✗ Falsch.

Nicht Markus spricht den Mitarbeiter an, sondern umgekehrt: Ein Mitarbeiter des Theaters hörte unser Gespräch und bot seine Hilfe an. Der Mitarbeiter ergreift selbst die Initiative.

💡 Falle: Richtungs-Falle. Wer handelt zuerst? Der Mitarbeiter hört zu und bietet Hilfe – Markus spricht ihn nicht aktiv an.

👉 Schlüsselwörter: hörte unser Gespräch, bot seine Hilfe an.

Grammatik: Achten Sie auf das Subjekt der Verben: ein Mitarbeiter ist hier der Handelnde, nicht Markus.

Richtig Falsch

 

Verlorene Sachen werden im Theater an einer zentralen Stelle gesammelt.

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✓ Richtig.

Der Mitarbeiter zeigte uns das Fundbüro des Hauses. Ein Fundbüro ist genau die zentrale Stelle, an der verlorene Sachen gesammelt werden.

💡 Falle: Synonym-Falle. Das Wort Fundbüro muss man verstehen: Es ist der Ort für Fundsachen, also eine zentrale Sammelstelle.

👉 Schlüsselwörter: Fundbüro des Hauses = zentrale Stelle für verlorene Sachen.

Grammatik: Das Kompositum Fundbüro (Fund + Büro) erklärt sich aus seinen Teilen – ein Büro für gefundene Dinge.

Richtig Falsch

 

Eine Mitarbeiterin findet das Handy beim Aufräumen des Saals.

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✗ Falsch.

Das Handy fand keine Mitarbeiterin, sondern eine Besucherin, die es zwischen den Rängen auf dem Saalboden entdeckte. Vom Aufräumen ist nicht die Rede.

💡 Falle: Gleich zwei Fehler. Erstens die falsche Person (Besucherin statt Mitarbeiterin), zweitens der erfundene Umstand (beim Aufräumen).

👉 Schlüsselwörter: eine Besucherin … hatte ein Handy gefunden, zwischen den Rängen.

Grammatik: Unterscheiden Sie genau zwischen Besucherin und Mitarbeiterin – zwei verschiedene Personen mit verschiedenen Rollen.

Richtig Falsch

 


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