Betriebsausflug

Lesen Sie das Protokoll und die Aufgaben. Welche Antwort (a, b oder c) passt am besten?

50% (1 von 2 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Protokoll 14.05.20XX, 09:00–10:30 Uhr
Konferenzraum Elbe-West, Hafenstraße 31, 22085 Hamburg
Anwesende: Renate Sommer (RS, Verwaltung), Bernd Küpper (BK, Personalwesen), Ingrid Walther (IW, Buchhaltung), Felix Brandt (FB, Buchhaltung)
Entschuldigt: Sonja Heck (SH, Lager)
Sitzungsleitung: Ingrid Walther | Protokollführung: Renate Sommer
Tagesordnungspunkte:

  • Begrüßung und Eröffnung der Sitzung
  • Brandschutztraining
  • Gleitzeit
  • Personelle Engpässe Verwaltung
  • Sommerfest
  • Sonstiges


TOP 1 Begrüßung und Eröffnung der Sitzung
IW eröffnet die Sitzung, begrüßt alle Anwesenden und stellt den Kolleginnen und Kollegen Felix Brandt vor, der seit dem 3. Mai in der Abteilung Buchhaltung für die Prüfung und Freigabe der Eingangsrechnungen etc. zuständig ist.

TOP 2 Brandschutztraining
RS berichtet, dass es vor einigen Wochen im Lagerbereich zu einem Kleinbrand gekommen ist, bei dem Regalmaterial beschädigt wurde. Obwohl regelmäßig Sicherheitsunterweisungen für die Mitarbeitenden im Lager und in der Verwaltung stattfinden, handelten die meisten Anwesenden in der Situation unsicher und zögerlich. Nur eine Kollegin reagierte besonnen und konnte den Brandherd mit dem Feuerlöscher unter Kontrolle bringen. Auch in der Buchhaltung kam es kürzlich zu einem Zwischenfall, bei dem der Feuermelder auslöste und Unklarheit darüber herrschte, wer das Gebäude zuerst verlassen und wer den Notruf absetzen sollte.
RS schlägt daher vor, ein Brandschutztraining im Unternehmen zu organisieren, an dem alle interessierten Mitarbeitenden teilnehmen können. RS hat bereits Kontakt mit dem TÜV aufgenommen. Es wäre möglich, dort kurzfristig einen solchen Kurs an zwei Mittwochsterminen zu buchen.

TOP 3 Gleitzeit
BK erläutert, dass immer mehr Mitarbeitende den Wunsch äußern, ihre Arbeitszeiten flexibler gestalten zu können, besonders wenn Aufgaben anfallen, die eine Anwesenheit zu festen Zeiten nicht zwingend erfordern.
BK steht diesem Wunsch aufgeschlossen gegenüber. Durch ein Gleitzeitmodell könnten die Mitarbeitenden die Wegezeiten zu Stoßzeiten vermeiden und ihren Arbeitstag individueller strukturieren. Das würde spürbar zur Zufriedenheit der Belegschaft beitragen. Für die Umsetzung müsste lediglich das bestehende Zeiterfassungssystem angepasst werden. Da die Grundstruktur des Systems bereits vorhanden ist, würde das keine wesentlichen Zusatzkosten verursachen. Sollte sich das Gleitzeitmodell bewähren, könnte für Mitarbeitende, die regelmäßig außerhalb der Kernarbeitszeit tätig sind, eine individuelle Arbeitszeitvereinbarung getroffen werden.
BK bittet bis Ende der nächsten Woche um Rückmeldungen der Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter, bevor er den Vorschlag der Geschäftsführung unterbreitet.

TOP 4 Personelle Engpässe in der Verwaltung
RS teilt mit, dass die Verwaltung trotz der Neueinstellung von Herrn Brandt derzeit personell nicht ausreichend besetzt ist. Das Arbeitsvolumen kann von den momentan vier Mitarbeitenden in der Abteilung nicht vollständig bewältigt werden. Aktuell ist zudem eine Kollegin krankheitsbedingt ausgefallen, sodass die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen erhebliche Mehrarbeit leisten müssen. RS plant daher, zeitnah eine zusätzliche Stelle zu besetzen.

TOP 5 Sommerfest
FB wirkt im diesjährigen Organisationsteam für das Sommerfest mit, um dabei gleichzeitig einige Kolleginnen und Kollegen näher kennenzulernen. Er berichtet, dass das Fest am 28. Juni stattfindet. Alle Mitarbeitenden treffen sich um 11:00 Uhr vor dem Haupteingang des Unternehmens. Von dort werden sie mit einem Shuttle-Bus zum Landgut Rönneburg gefahren.
Nach der Ankunft ist ein gemeinsamer Spaziergang durch das Gelände geplant. Am Ziel erwartet alle eine Überraschung. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Die Rückkehr zum Firmengebäude ist für 20:00 Uhr desselben Tages vorgesehen.

TOP 6 Sonstiges
Entfällt. Keine weiteren Punkte.

Herr Brandt

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Die richtige Antwort ist a, weil im Text klar steht, dass Felix Brandt „seit dem 3. Mai in der Abteilung Buchhaltung ... zuständig ist“. Die Sitzung findet am 14.05. statt. Das bedeutet: Er arbeitet dort bereits seit einigen Tagen beziehungsweise seit einigen Wochen im weiteren Sinn und hat seine Tätigkeit schon begonnen. Die entscheidenden Signalwörter sind hier „seit dem 3. Mai“ und „ist zuständig“. Beides zeigt eindeutig Gegenwart, nicht Zukunft.

Die Antwort b ist eine feine Wortfalle mit Inhaltsverfälschung. Im Text steht: „für die Prüfung und Freigabe der Eingangsrechnungen etc. zuständig“. Das Wort „etc.“ ist hier besonders wichtig, denn es signalisiert: Das ist nicht seine einzige Aufgabe. Außerdem bedeutet „zuständig sein“ nicht automatisch, dass er persönlich ausschließlich nur diese eine Tätigkeit ausführt. Die Antwort macht aus einem breiteren Verantwortungsbereich eine enge, ausschließliche Einzelaufgabe. Genau darin liegt die Falle.

Die Antwort c ist eine Umkehrungsfalle. Der Text sagt klar, dass Herr Brandt bereits in der Buchhaltung tätig ist. Die Antwort behauptet aber, dass er seine Tätigkeit „demnächst“ beginnt. Das ist das direkte Gegenteil. Wer auf die Zeitangaben achtet, erkennt sofort, dass diese Aussage nicht stimmen kann.

ist seit einigen Wochen in der Buchhaltung tätig. prüft ausschließlich die Eingangsrechnungen des Unternehmens. beginnt seine Tätigkeit in der Buchhaltung demnächst.

 

Das Brandschutztraining

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Die richtige Antwort ist c, weil im Text ausdrücklich steht, dass RS „bereits Kontakt mit dem TÜV aufgenommen“ hat und dass es möglich wäre, „dort kurzfristig einen solchen Kurs an zwei Mittwochsterminen zu buchen“. Daraus folgt eindeutig: Das Brandschutztraining soll vom TÜV durchgeführt werden. Das Schlüsselwort ist hier „dort“, denn es bezieht sich direkt auf den TÜV.

Die Antwort a ist eine Übertreibungsfalle in Verbindung mit einer Zahlenverwechslung. Im Text ist von „zwei Mittwochsterminen“ die Rede. Das bedeutet genau zwei konkrete Termine, nicht „jeden Mittwoch“. Der Distraktor nimmt also die echte Information „Mittwoch“ auf, entfernt aber die Begrenzung durch die Zahl zwei und macht daraus eine regelmäßige Wiederholung. Dadurch wird die Aussage falsch.

Die Antwort b ist eine klare Umkehrungsfalle. Im Text steht: „an dem alle interessierten Mitarbeitenden teilnehmen können“. Das bedeutet freiwillige Teilnahme. Die Antwort behauptet dagegen, das Training sei verpflichtend. Das Wort „interessierten“ ist hier das zentrale Signal. Es zeigt deutlich, dass es gerade keine Pflichtveranstaltung ist.

findet jeden Mittwoch statt. ist für alle Mitarbeitenden des Unternehmens verpflichtend. wird vom TÜV durchgeführt.

 

Gleitzeit

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Die richtige Antwort ist c, weil im Text direkt formuliert wird: „immer mehr Mitarbeitende [äußern] den Wunsch, ihre Arbeitszeiten flexibler gestalten zu können“. Damit ist klar: Gleitzeit wird von vielen Mitarbeitenden im Unternehmen gewünscht. Genau diese Aussage greift Antwort c korrekt auf. Die Schlüsselphrase ist hier „immer mehr Mitarbeitende“.

Die Antwort a ist eine Umkehrungsfalle. Im Protokoll steht ausdrücklich, dass „das bestehende Zeiterfassungssystem angepasst werden“ müsste und dass „die Grundstruktur des Systems bereits vorhanden ist“. Es muss also gerade kein neues System angeschafft werden. Die Antwort kehrt diesen Sinn vollständig um und macht aus einer Anpassung eine Neuanschaffung.

Die Antwort b ist eine Wortfalle. Im Text geht es darum, dass Mitarbeitende „die Wegezeiten zu Stoßzeiten vermeiden“ könnten. Das meint die Zeit auf dem Weg zur Arbeit, also Pendelzeit oder Wegezeit. Die Antwort spricht aber von „verkürzt die tägliche Arbeitszeit“. Das ist etwas völlig anderes. Hier werden zwei ähnlich klingende Begriffe rund um „Zeit“ und „Arbeit“ absichtlich vermischt: Wegezeiten sind nicht Arbeitszeiten.

erfordert die Anschaffung eines neuen Zeiterfassungssystems. verkürzt die tägliche Arbeitszeit der Mitarbeitenden. wird von vielen Mitarbeitenden im Unternehmen gewünscht.

 

In der Verwaltungsabteilung

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Die richtige Antwort ist c, weil RS am Ende des Abschnitts ausdrücklich sagt: „RS plant daher, zeitnah eine zusätzliche Stelle zu besetzen.“ Das ist eine direkte und eindeutige Textstelle. Die Logik ist klar: Die Verwaltung ist personell unterbesetzt, das Arbeitsvolumen ist zu hoch, eine Kollegin fehlt krankheitsbedingt, deshalb soll eine weitere Stelle besetzt werden.

Die Antwort a ist eine Umkehrungsfalle. Im Text steht: „derzeit personell nicht ausreichend besetzt“. Das bedeutet: Es gibt zu wenige Mitarbeitende für die vorhandene Arbeit. Die Antwort behauptet aber das Gegenteil, nämlich dass es zu viele Beschäftigte gibt. Das widerspricht dem Text direkt.

Die Antwort b ist eine Übertreibungsfalle. Im Protokoll steht nur: „Aktuell ist zudem eine Kollegin krankheitsbedingt ausgefallen“. Das ist genau eine Person. Die Antwort macht daraus „viele Kolleginnen und Kollegen“. Solche kleinen Mengenangaben wie „eine“ sind oft entscheidend. Wenn ein Distraktor diese Begrenzung entfernt und stark verallgemeinert, ist er meist falsch.

gibt es zu viele Beschäftigte für das Arbeitsvolumen. sind viele Kolleginnen und Kollegen erkrankt. soll eine weitere Stelle besetzt werden.

 

Das Sommerfest

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Die richtige Antwort ist a, weil das Sommerfest laut Text um „11:00 Uhr“ beginnt und die „Rückkehr zum Firmengebäude ... für 20:00 Uhr desselben Tages vorgesehen“ ist. Damit dauert die Veranstaltung praktisch den ganzen Tag. Die Antwort ist also eine korrekte Zusammenfassung der Zeitangaben. Hier muss man die Informationen im Text zusammenführen und aus 11:00 bis 20:00 Uhr logisch schließen: Das ist eine ganztägige Veranstaltung.

Die Antwort b ist eine Hinzufügungsfalle. Im Text steht nur, dass FB „im diesjährigen Organisationsteam“ mitwirkt. Daraus darf man nicht schließen, dass das Sommerfest jedes Jahr vom gleichen Team organisiert wird. Diese zusätzliche Information steht nirgends im Protokoll. Die Antwort ergänzt also etwas, das plausibel klingt, aber nicht textgedeckt ist.

Die Antwort c ist eine Personenverwechslungsfalle. Im Text heißt es, dass „FB ... mit[wirkt], um dabei gleichzeitig einige Kolleginnen und Kollegen näher kennenzulernen“. Das ist seine persönliche Motivation, im Organisationsteam mitzuarbeiten. Es ist aber nicht die offizielle Hauptfunktion oder das Ziel des gesamten Sommerfests. Die Falle besteht darin, die private Absicht einer einzelnen Person mit dem Zweck der Veranstaltung insgesamt zu verwechseln.

ist als ganztägige Veranstaltung geplant. wird jedes Jahr vom gleichen Team organisiert. dient vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen der Belegschaft.

 


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