Welche Schule ist die richtige Wahl?

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In wenigen Monaten steht für Lukas ein großer Schritt bevor: Er muss die Schule wechseln. Die vergangenen Jahre hat er eine Grundschule in seiner unmittelbaren Umgebung besucht – gemeinsam mit Kindern, die er schon seit der frühen Kindheit kennt.

Am liebsten würde Lukas diesen Alltag nicht verändern. Er wünscht sich, auch künftig jeden Morgen gemeinsam mit seinen Freunden Sofia und Daniel zur Schule zu gehen. In seinem Wohngebiet gibt es ein öffentliches Gymnasium, an dem viele seiner bisherigen Klassenkameraden bereits angemeldet sind. Für Lukas wäre diese Lösung einfach und vertraut.

Seine Eltern bewerten die Situation jedoch anders. Sie sind überzeugt, dass ihr Sohn besonders großes Talent für naturwissenschaftliche Fächer hat und in diesem Bereich gezielt gefördert werden sollte. Nach mehreren Gesprächen mit der Schulleitung des staatlichen Gymnasiums kamen sie zu dem Schluss, dass dort keine spezielle Förderung vorgesehen ist. Zwar wäre zusätzlicher Unterricht am Nachmittag möglich, doch befürchten die Eltern, dass Lukas sich im regulären Unterricht schnell unterfordert fühlen würde.

Aus ihrer Sicht wäre daher eine Schule mit technischem und naturwissenschaftlichem Schwerpunkt sinnvoller. Solche Bildungseinrichtungen existieren zwar, doch beginnen entsprechende Programme häufig erst in den oberen Klassenstufen. Viele Eltern sehen das kritisch, da sie gerade die ersten Jahre am Gymnasium für besonders prägend halten. In dieser Phase sollen Kinder intensiv Mathematik und Physik lernen – auch wenn dabei andere Fächer wie Musik oder Fremdsprachen weniger Raum bekommen.

Fachleute aus der Pädagogik äußern gegenüber einer solch einseitigen Ausrichtung jedoch Vorbehalte. Sie warnen davor, Kinder zu früh auf bestimmte Talente festzulegen. Wenn schulische Entscheidungen vor allem den Vorstellungen der Eltern folgen, kann dies die persönliche Entwicklung einschränken. In solchen Fällen verlieren Schülerinnen und Schüler nicht selten die Motivation, was sich negativ auf ihre schulischen Leistungen auswirkt.

Lukas selbst steht den Plänen seiner Eltern skeptisch gegenüber – allerdings aus ganz anderen Gründen. Die private Schule, die seine Eltern schließlich ins Auge gefasst haben, liegt weit entfernt vom Wohnort. Außerdem sieht der Stundenplan mehrmals pro Woche Nachmittagsunterricht in Arbeitsgruppen vor. Dadurch könnte er seine bisherigen Freunde nur noch selten treffen. Zwar findet er die Schule und die Lehrkräfte sympathisch, doch die Vorstellung, ganz neu anfangen zu müssen, macht ihm Angst.

Während Lukas vor allem an sein soziales Umfeld denkt, beschäftigen seine Eltern andere Sorgen. Die Finanzierung der Privatschule stellt eine große Belastung dar. Zwar richtet sich das Schulgeld nach dem Einkommen, dennoch würde der monatliche Betrag das Familienbudget stark beanspruchen. Ein Stipendium könnte die Kosten senken, würde jedoch zusätzliche Prüfungen und dauerhaft sehr gute Leistungen voraussetzen. Für einen Zwölfjährigen wäre das eine erhebliche Belastung.

Lukas möchte vor allem …

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Aufgabe 1

Lukas möchte vor allem …

Richtige Antwort: ✅ weiterhin gemeinsam mit seinen Freunden zur Schule gehen.

Erklärung: Im Text wird deutlich, dass Lukas seinen bisherigen Alltag nicht verändern möchte. Er wünscht sich ausdrücklich, auch in Zukunft jeden Morgen gemeinsam mit seinen Freunden Sofia und Daniel zur Schule zu gehen. Für ihn ist die Nähe zu seinem sozialen Umfeld besonders wichtig.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
die neue Schule erst einmal ausprobieren – Davon ist im Text keine Rede; Lukas möchte gerade keinen Neuanfang.
ein Gymnasium mit besonderem Schwerpunkt besuchen – Diese Idee stammt von den Eltern, nicht von Lukas selbst.

a) die neue Schule erst einmal ausprobieren. b) ein Gymnasium mit besonderem Schwerpunkt besuchen. c) weiterhin gemeinsam mit seinen Freunden zur Schule gehen.

 

Die Eltern sind der Meinung, dass …

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Aufgabe 2

Die Eltern sind der Meinung, dass …

Richtige Antwort: ✅ eine andere Schulform besser zu ihrem Sohn passt.

Erklärung: Die Eltern sind überzeugt, dass Lukas ein besonderes Talent für naturwissenschaftliche Fächer hat und gezielt gefördert werden sollte. Da das staatliche Gymnasium keine spezielle Förderung bietet, halten sie eine andere Schule mit entsprechendem Schwerpunkt für sinnvoller.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
zusätzlicher Nachhilfeunterricht ausreichen würde – Zwar wäre zusätzlicher Unterricht möglich, doch die Eltern halten das nicht für ausreichend.
ihr Sohn in allen Fächern außergewöhnlich begabt ist – Die Begabung wird ausdrücklich nur im naturwissenschaftlichen Bereich gesehen.

a) zusätzlicher Nachhilfeunterricht ausreichen würde. b) eine andere Schulform besser zu ihrem Sohn passt. c) ihr Sohn in allen Fächern außergewöhnlich begabt ist.

 

Viele Eltern wünschen sich, dass …

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Aufgabe 3

Viele Eltern wünschen sich, dass …

Richtige Antwort: ✅ naturwissenschaftliche Fächer von Beginn an intensiv vermittelt werden.

Erklärung: Im Text heißt es, dass viele Eltern gerade die ersten Jahre am Gymnasium für besonders prägend halten und möchten, dass Kinder in dieser Phase intensiv Mathematik und Physik lernen.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
alle Fächer gleich stark berücksichtigt werden – Genau das wird kritisch gesehen, da andere Fächer bewusst weniger Raum bekommen sollen.
der Unterricht stärker an den Interessen der Kinder orientiert ist – Diese Perspektive wird eher von den Pädagogen vertreten, nicht von den Eltern.

a) alle Fächer gleich stark berücksichtigt werden. b) der Unterricht stärker an den Interessen der Kinder orientiert ist. c) naturwissenschaftliche Fächer von Beginn an intensiv vermittelt werden.

 

Nach Ansicht von Pädagogen …

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Aufgabe 4

Nach Ansicht von Pädagogen …

Richtige Antwort: ✅ müssen die Interessen der Schülerinnen und Schüler beachtet werden.

Erklärung: Fachleute warnen davor, Kinder zu früh auf bestimmte Talente festzulegen und schulische Entscheidungen ausschließlich nach den Vorstellungen der Eltern zu treffen. Dies könne die persönliche Entwicklung und Motivation der Kinder beeinträchtigen.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
ist die individuelle Entwicklung der Kinder unwichtig – Das Gegenteil wird betont: Die individuelle Entwicklung soll geschützt werden.
lassen sich Kinder problemlos nach elterlichen Vorstellungen formen – Genau davor warnen die Pädagogen.

a) ist die individuelle Entwicklung der Kinder unwichtig. b) lassen sich Kinder problemlos nach elterlichen Vorstellungen formen. c) müssen die Interessen der Schülerinnen und Schüler beachtet werden.

 

Lukas lehnt die Privatschule ab, weil …

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Aufgabe 5

Lukas lehnt die Privatschule ab, weil …

Richtige Antwort: ✅ der tägliche Schulweg sehr lang wäre.

Erklärung: Lukas steht der Privatschule skeptisch gegenüber, weil sie weit vom Wohnort entfernt liegt. Zusätzlich würde der umfangreiche Nachmittagsunterricht dazu führen, dass er seine Freunde nur noch selten sehen könnte.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
er Angst vor den Lehrkräften hat – Im Gegenteil: Er findet die Schule und die Lehrkräfte sympathisch.
er dort keine guten Leistungen erwartet – Zweifel an seinen Leistungen werden nicht genannt.

a) der tägliche Schulweg sehr lang wäre. b) er Angst vor den Lehrkräften hat. c) er dort keine guten Leistungen erwartet.

 

Das Schulgeld an der Privatschule …

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Aufgabe 6

Das Schulgeld an der Privatschule …

Richtige Antwort: ✅ richtet sich nach dem Einkommen der Eltern.

Erklärung: Im Text steht ausdrücklich, dass das Schulgeld einkommensabhängig ist. Trotzdem stellt der monatliche Betrag für die Familie eine große finanzielle Belastung dar.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
verursacht bei den Kindern großen psychischen Druck – Psychischer Druck wird im Zusammenhang mit einem möglichen Stipendium erwähnt, nicht mit dem Schulgeld selbst.
ist für die meisten Familien unbezahlbar – Eine solche allgemeine Aussage wird im Text nicht gemacht.

a) verursacht bei den Kindern großen psychischen Druck. b) richtet sich nach dem Einkommen der Eltern. c) ist für die meisten Familien unbezahlbar.

 


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