Gesundheitsinformationen im Internet: Hilfe oder Risiko?

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Wer krank ist, meidet oft überfüllte Arztpraxen. Enge Räume, viele andere Patientinnen und Patienten und schlechte Luft erhöhen die Sorge, sich zusätzlich anzustecken. Stattdessen greifen manche Menschen zunächst zum Smartphone oder Laptop und versuchen, ihre Beschwerden selbst zu erklären. Digitale Gesundheitsportale liefern rasch Informationen – übernehmen jedoch keine Verantwortung für deren Richtigkeit.

Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung medizinische Fragen im Internet recherchiert. Innerhalb Europas gibt es nur wenige Länder, in denen dieses Verhalten noch verbreiteter ist. Besonders häufig werden Erkrankungen gesucht, die viele Menschen betreffen, etwa Stoffwechselkrankheiten. Auch Beschwerden, über die man sich schämt oder nur ungern spricht, werden online oft intensiver recherchiert als im direkten Gespräch mit medizinischem Fachpersonal.

Mit der zunehmenden Nutzung solcher Angebote wächst jedoch die Unsicherheit darüber, welchen Nutzen diese Informationen tatsächlich haben. Fachleute aus Gesundheitswesen und Politik stellen infrage, ob Online-Recherche eher hilft – oder ob sie Ängste verstärkt und Symptome bedrohlicher erscheinen lässt, als sie tatsächlich sind.

Ein zentrales Problem liegt in der stark schwankenden Qualität der Inhalte. Neben sachlich korrekten Informationen finden sich zahlreiche widersprüchliche oder schlicht falsche Aussagen. Manche Webseiten arbeiten gezielt mit emotionalen Darstellungen, um alternative Heilmethoden, Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Wer auf auffällige Überschriften klickt, gelangt häufig auf Seiten kommerzieller Anbieter, von Medienunternehmen oder Organisationen mit eigenen wirtschaftlichen Interessen.

Dass sich Patientinnen und Patienten informieren, lehnt die organisierte Ärzteschaft grundsätzlich nicht ab. Entscheidend sei jedoch, wie und wann diese Informationen genutzt werden, erklärt Dr. Anna Müller vom Zentrum für Patienteninformation und Gesundheitskompetenz. Problematisch werde es, wenn Menschen bereits mit einer festen Eigendiagnose in die Praxis kommen. Sinnvoller sei es, verständliche Informationen zu nutzen, um sich gezielt auf das Arztgespräch vorzubereiten. Ziel sei nicht, medizinisches Fachwissen zu ersetzen, sondern Fragen besser formulieren zu können.

Wer Inhalte unkritisch übernimmt, läuft Gefahr, statt Orientierung zusätzliche Verunsicherung zu erleben. Übertriebene Heilungsversprechen oder pauschale Empfehlungen seien keine Seltenheit. Zwar könne der anonyme Austausch mit anderen Betroffenen hilfreich sein, doch lasse sich kaum überprüfen, wie zuverlässig deren Aussagen sind oder welche Motive dahinterstehen.

Besonders heikel wird es, wenn Nutzerinnen und Nutzer in Onlineforen persönliche Angaben machen. Nicht selten werden dort E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder detaillierte Krankheitsverläufe abgefragt. Viele berichten zudem, dass sie nach solchen Recherchen verstärkt Werbung aus dem Gesundheitsbereich erhalten – ein Hinweis darauf, dass persönliche Daten weiterverwendet werden.

Besonders häufig wird im Internet nach Krankheiten gesucht, …

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Aufgabe 1

Besonders häufig wird im Internet nach Krankheiten gesucht, …

Richtige Antwort: ✅ über die Betroffene ungern sprechen.

Erklärung: Im Text wird erklärt, dass vor allem Beschwerden, über die man sich schämt oder nur ungern spricht, häufiger online recherchiert werden als im direkten Gespräch mit medizinischem Fachpersonal.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
die medizinisches Personal stark beanspruchen – Dieser Aspekt wird im Text nicht erwähnt.
die als besonders schmerzhaft gelten – Schmerz wird nicht als Kriterium für häufige Online-Recherchen genannt.

a) die medizinisches Personal stark beanspruchen. b) die als besonders schmerzhaft gelten. c) über die Betroffene ungern sprechen.

 

Viele Fachleute bezweifeln, dass …

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Aufgabe 2

Viele Fachleute bezweifeln, dass …

Richtige Antwort: ✅ Online-Recherchen immer hilfreiche Unterstützung bieten.

Erklärung: Fachleute aus Gesundheitswesen und Politik stellen infrage, ob die Recherche im Internet tatsächlich hilft oder ob sie Ängste verstärkt und Symptome schlimmer erscheinen lässt, als sie sind.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
die geschilderten Beschwerden zutreffend sind – Die Zweifel beziehen sich auf den Nutzen der Informationen, nicht auf die Echtheit der Beschwerden.
sich der Gesundheitszustand der Erkrankten verbessert – Eine direkte Verbesserung des Gesundheitszustands wird nicht thematisiert.

a) Online-Recherchen immer hilfreiche Unterstützung bieten. b) die geschilderten Beschwerden zutreffend sind. c) sich der Gesundheitszustand der Erkrankten verbessert.

 

Worin liegt das Hauptproblem vieler Gesundheitsangebote im Netz?

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Aufgabe 3

Worin liegt das Hauptproblem vieler Gesundheitsangebote im Netz?

Richtige Antwort: ✅ Es gibt zahlreiche fehlerhafte Aussagen.

Erklärung: Im Text wird betont, dass die Qualität der Inhalte stark schwankt und neben korrekten Informationen viele widersprüchliche oder schlicht falsche Aussagen zu finden sind.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
Das Informationsangebot ist zu umfangreich – Eine zu große Menge an Informationen wird nicht als Hauptproblem genannt.
Viele Inhalte bleiben oberflächlich – Oberflächlichkeit wird nicht thematisiert; entscheidend ist die inhaltliche Unzuverlässigkeit.

a) Das Informationsangebot ist zu umfangreich. b) Es gibt zahlreiche fehlerhafte Aussagen. c) Viele Inhalte bleiben oberflächlich.

 

Nach Ansicht von Dr. Anna Müller sollten Patientinnen und Patienten das Internet nutzen, um …

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Aufgabe 4

Nach Ansicht von Dr. Anna Müller sollten Patientinnen und Patienten das Internet nutzen, um …

Richtige Antwort: ✅ sich gezielt auf ein Arztgespräch vorzubereiten.

Erklärung: Dr. Anna Müller erklärt, dass Online-Informationen sinnvoll genutzt werden können, um sich auf das Arztgespräch vorzubereiten und gezieltere Fragen zu stellen – nicht, um eine eigene Diagnose zu ersetzen.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
medizinische Fachliteratur zu studieren – Davon ist im Text keine Rede.
erst nach einem Arztbesuch weitere Informationen zu sammeln – Diese zeitliche Reihenfolge wird nicht empfohlen.

a) sich gezielt auf ein Arztgespräch vorzubereiten. b) medizinische Fachliteratur zu studieren. c) erst nach einem Arztbesuch weitere Informationen zu sammeln.

 

Wovor wird besonders gewarnt?

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Aufgabe 5

Wovor wird besonders gewarnt?

Richtige Antwort: ✅ Vor unrealistischen Heilungsversprechen im Netz.

Erklärung: Im Text wird ausdrücklich vor übertriebenen Heilungsversprechen und pauschalen Empfehlungen gewarnt, die bei unkritischer Nutzung zu Verunsicherung führen können.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
Vor Anleitungen zur Selbstbehandlung – Selbstbehandlung wird nicht konkret thematisiert.
Vor anonymem Erfahrungsaustausch – Der Austausch wird als potenziell hilfreich beschrieben, auch wenn seine Zuverlässigkeit schwer überprüfbar ist.

a) Vor unrealistischen Heilungsversprechen im Netz. b) Vor Anleitungen zur Selbstbehandlung. c) Vor anonymem Erfahrungsaustausch.

 

In Internetforen ist Vorsicht geboten, wenn Ratsuchende …

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Aufgabe 6

In Internetforen ist Vorsicht geboten, wenn Ratsuchende …

Richtige Antwort: ✅ persönliche Daten weitergeben.

Erklärung: Der Text warnt ausdrücklich davor, in Onlineforen persönliche Angaben wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder detaillierte Krankheitsverläufe preiszugeben, da diese Daten weiterverwendet werden können.

Warum die anderen Antworten falsch sind:
ihre Symptome schildern – Das Beschreiben von Symptomen wird nicht als Hauptproblem dargestellt.
Werbung aus dem Gesundheitsbereich anklicken – Werbung wird als Folge erwähnt, nicht als der zentrale Risikofaktor.

a) ihre Symptome schildern. b) persönliche Daten weitergeben. c) Werbung aus dem Gesundheitsbereich anklicken.

 


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