Datenverlust nach Software-Installation bei Möbelfirma

Situation:
Sie sind bei einer Möbelfirma beschäftigt. Nach der Installation neuer Computerprogramme sind alle Bestellungen auf den Computern verloren gegangen.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Kunden: Wie kontaktieren? Was erklären?
  2. Kurzfristig: Was können wir sofort tun, um die verlorenen Bestellungen wiederherzustellen?
  3. IT: Wer ist verantwortlich? Gibt es Möglichkeiten zur Datenwiederherstellung?
  4. Langfristig: Wie solche Datenverluste in Zukunft vermeiden?
  5. …?
speedometer 4:00 Min
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TN1: „Hast du gehört, dass nach der Installation des neuen Computerprogramms alle Bestellungen auf unseren Computern verloren gegangen sind? Wir haben keinen einzigen Datensatz mehr und wissen nicht, welche Kundinnen und Kunden was bestellt haben."
TN2: „Nein, das wusste ich noch nicht. Das ist eine wirklich katastrophale Situation, denn ohne die Bestelldaten können wir weder liefern noch produzieren. Außerdem wissen unsere Kundinnen und Kunden nicht, dass ihre Bestellungen betroffen sind. Weißt du, ob die Daten wirklich vollständig verloren sind oder ob es noch eine Möglichkeit gibt, sie wiederherzustellen?"
TN1: „Ja, das ist die entscheidende Frage. Soweit ich weiß, hat die IT-Abteilung bereits begonnen, die Situation zu analysieren. Es ist noch unklar, ob ein Backup existiert, das vor der Installation erstellt wurde. Sollten wir sofort die IT-Firma kontaktieren, die das neue Programm installiert hat?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Die IT-Firma ist für diesen Fehler verantwortlich und muss sofort eine Erklärung liefern. Außerdem sollten wir fragen, ob sie die Daten aus einem ihrer Systeme wiederherstellen können. Kannst du das genauer erklären, welche Möglichkeiten es bei einem Datenverlust dieser Art gibt?"
TN1: „Ja, gerne. Bei einem Datenverlust nach einer Software-Installation gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder existiert ein automatisches Backup, das vor der Installation erstellt wurde, oder ein Spezialist kann versuchen, die Daten direkt von den Festplatten wiederherzustellen. Beides sollte sofort parallel geprüft werden. Weißt du, ob unsere Firma regelmäßige automatische Datensicherungen durchführt?"
TN2: „Ja, ich glaube, wir haben ein automatisches Backup-System, aber ich bin mir nicht sicher, wann die letzte Sicherung durchgeführt wurde. Falls das letzte Backup von vor einigen Wochen stammt, könnten viele neuere Bestellungen trotzdem verloren sein. Sollten wir gleichzeitig versuchen, die Bestellungen manuell zu rekonstruieren?"
TN1: „Ja, das halte ich für sehr wichtig. Wir könnten zum Beispiel alle E-Mails, Faxe und schriftlichen Auftragsbestätigungen der letzten Wochen durchsuchen. Außerdem könnten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen, Bestellungen aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren, die sie persönlich bearbeitet haben. Sollten wir unsere Kundinnen und Kunden in der Zwischenzeit aktiv kontaktieren?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Wir sollten alle Kundinnen und Kunden so schnell wie möglich anrufen und offen erklären, was passiert ist. Dabei sollten wir sie bitten, uns ihre Bestelldetails noch einmal zu bestätigen. Kannst du das genauer erklären, wie wir das Gespräch mit den Kundinnen und Kunden am besten führen sollten?"
TN1: „Ja, gerne. Wir sollten uns zunächst aufrichtig entschuldigen und die Situation klar und ehrlich erklären. Dann sollten wir die Kundinnen und Kunden bitten, ihre Bestelldetails noch einmal per E-Mail oder telefonisch zu bestätigen. Wichtig ist, dass wir dabei professionell und lösungsorientiert auftreten, damit das Vertrauen erhalten bleibt. Was könnten wir den betroffenen Kundinnen und Kunden als Entschädigung anbieten?"
TN2: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Wir könnten zum Beispiel einen Rabatt auf die aktuelle Bestellung oder auf den nächsten Einkauf anbieten. Außerdem wäre eine Garantie für eine bevorzugte Lieferung sinnvoll, damit die Kundinnen und Kunden sehen, dass wir trotz des Fehlers zuverlässig sind. Sollten wir auch prüfen, ob die IT-Firma uns für den entstandenen Schaden entschädigen muss?"
TN1: „Ja, auf jeden Fall. Wenn der Datenverlust eindeutig durch einen Fehler bei der Installation entstanden ist, haben wir möglicherweise Anspruch auf Schadensersatz. Wir sollten das mit unserer Rechtsabteilung oder einem Anwalt prüfen lassen. Da bin ich anderer Meinung als manche Kollegen, die sagen, wir sollten das intern lösen."
TN2: „Da hast du recht. Ein rechtlicher Anspruch sollte auf jeden Fall geprüft werden, auch wenn wir gleichzeitig eine schnelle praktische Lösung suchen. Wie können wir langfristig sicherstellen, dass so ein Datenverlust nie wieder passiert?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage für die Zukunft. Wir sollten in Zukunft grundsätzlich vor jeder Software-Installation ein vollständiges Backup aller Daten erstellen. Außerdem sollten neue Programme zuerst auf einem Testsystem installiert werden, bevor sie auf den produktiven Systemen eingesetzt werden. Wäre es sinnvoll, auch ein automatisches tägliches Backup einzuführen?"
TN2: „Ja, auf jeden Fall. Ein automatisches tägliches Backup wäre eine grundlegende Sicherheitsmaßnahme, die jede Firma haben sollte. Außerdem sollten wir regelmäßig prüfen, ob die Backups tatsächlich funktionieren und im Notfall wiederhergestellt werden können. Sollten wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außerdem im Umgang mit dem neuen System schulen?"
TN1: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Eine gründliche Schulung würde sicherstellen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das neue System richtig bedienen und Fehler vermeiden. Außerdem sollte es eine klare Anweisung geben, wen man im Notfall sofort kontaktieren muss. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN2: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen kontaktieren wir die IT-Firma und fordern eine sofortige Erklärung sowie alle Möglichkeiten zur Datenwiederherstellung. Parallel dazu durchsuchen wir E-Mails und schriftliche Unterlagen, um Bestellungen manuell zu rekonstruieren."
TN1: „Genau. Alle betroffenen Kundinnen und Kunden werden persönlich kontaktiert, wir entschuldigen uns aufrichtig und bitten sie, ihre Bestelldetails zu bestätigen. Als Entschädigung bieten wir einen Rabatt und eine bevorzugte Lieferung an. Die rechtliche Frage eines möglichen Schadensersatzes gegenüber der IT-Firma wird ebenfalls geprüft."
TN2: „Langfristig führen wir ein automatisches tägliches Backup ein und testen neue Software immer zuerst auf einem Testsystem. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Umgang mit dem neuen System geschult, und es wird ein klarer Notfallplan für IT-Probleme erstellt. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN1: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

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