Protokoll: Aurora GmbH

Lesen Sie das Protokoll und die Aufgaben. Welche Antwort (a, b oder c) passt am besten?

9% (56 von 596 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Protokoll 08.04.20XX, 08:30–11:45 Uhr
Besprechungsraum: 312 | Ort: Kaiserstraße 17, 04109 Leipzig
Sitzungsleitung: Elena Schreiber (ES)
Teilnehmende: Frank Wendler (FW, Personalabteilung), Tanja Ost (TO, Marketingabteilung), Stefan Brück (SB, Öffentlichkeitsarbeit), Mirko Lenz (ML, Vertrieb)
Extern: Klaus Hartmann (KH, Gebäudeservice)
Protokollantin: Doris Mack (DM)
Entschuldigt: Petra Sommer (PS, Controlling) — befindet sich auf einer Dienstreise
Tagesordnungspunkte:

  • Begrüßung und Genehmigung des letzten Protokolls
  • Personalthemen und Krankenstand
  • Kundenbindung, Bonusprogramm
  • Erstmalige Teilnahme an der Fachmesse
  • Jahresabschlussfeier
  • Sonstiges


TOP 1 Begrüßung und Genehmigung des letzten Protokolls
ES begrüßt alle Teilnehmenden und eröffnet die heutige Besprechung. Frau Dr. Sommer aus dem Controlling lässt sich entschuldigen, da sie sich in dieser Woche auf einer Dienstreise befindet. Das Protokoll der Sitzung vom 02. April wird ohne weitere Änderungen und Ergänzungen einstimmig per Handzeichen genehmigt.

TOP 2 Personalthemen und Krankenstand
Die Auftragsabwicklung ist derzeit unterbesetzt, da mehrere Kolleginnen und Kollegen krankheitsbedingt ausfallen. Auch in der Personalabteilung selbst ist der Krankenstand erhöht. Bis zur Stabilisierung der Lage sollen Krankmeldungen aus allen Bereichen direkt an FW weitergeleitet werden.
Urlaubsanträge können momentan nur bei nachweislich dringenden persönlichen Gründen genehmigt werden. Aufgrund des hohen Krankenstands mussten viele Mitarbeitende in den vergangenen Wochen erhebliche Mehrarbeit leisten. Die aufgelaufenen Stunden sollen nach Möglichkeit noch im laufenden Quartal ausgeglichen werden. Sollte dies wegen der anhaltend hohen Arbeitslast nicht gelingen, können die Stunden auf das nächste Quartal übertragen werden.
Herr Grabner aus der Auftragsabwicklung tritt am 1. April des nächsten Jahres seinen Ruhestand an. Als Nachfolgerin wurde ML bestimmt, den Herr Grabner ab sofort in seine neue Aufgabe einführt. Die feierliche Verabschiedung findet im Rahmen der Jahresabschlussfeier statt. Ideen für ein Abschiedsgeschenk können bis Ende der Woche an FW gerichtet werden, der anschließend die Sammelaktion koordiniert.
Zum 1. Mai nehmen drei neue Mitarbeitende in der Logistik ihre Tätigkeit auf, da die Auftragseingänge in diesem Bereich deutlich gestiegen sind.

TOP 3 Kundenbindung, Bonusprogramm
ML hat in Erfahrung gebracht, dass der Wettbewerber Delta Service GmbH für den Herbst ein Bonusprogramm für Stammkunden plant. SB schlägt vor, ebenfalls eine gezielte Kundenbindungsmaßnahme zu entwickeln. ML hat hierfür bereits einen ersten Konzeptentwurf ausgearbeitet und stellt die Grundzüge kurz vor. Er regt an, das Konzept in einer kleineren Runde weiterzubesprechen. Interessierte melden sich bis Ende der Woche bei ML.

TOP 4 Erstmalige Teilnahme an der Fachmesse
Im nächsten Jahr nimmt unsere Firma erstmals an der Norddeutschen Fachmesse in Bremen teil, die vom 14. bis 18. Oktober stattfindet. TO berichtet, dass der Standplatz bereits reserviert und ein Messedienstleister beauftragt wurde. Interessierte können die Standplanung im Büro von TO einsehen. Die Produktbroschüren für den Messeauftritt befinden sich bereits im Druck und können ab der 34. KW an Kunden und Geschäftspartner versendet werden. TO bittet abschließend FW, für die teilnehmenden Mitarbeitenden Hotelzimmer zu buchen sowie bei Bedarf externes Fachpersonal für den Stand anzufragen.

TOP 5 Jahresabschlussfeier
FW teilt mit, dass die Jahresabschlussfeier am 12. Dezember im Restaurant „Zum Goldenen Anker" stattfindet. Einladungen sowie eine Auswahl an Menüoptionen werden in Kürze verschickt. Alle Mitarbeitenden werden gebeten, bis zum 25. November ihre Teilnehmerzahl und Speisewahl zu melden. Von der Geschäftsleitung ist für diesen Abend eine besondere Überraschung für die gesamte Belegschaft geplant.

TOP 6 Sonstiges
KH informiert über anstehende Renovierungsarbeiten im Erdgeschoss, die für die kommende Woche vorgesehen sind. Das Unternehmen Malerservice Kraft wird Montag und Dienstag die Wände im Aufenthaltsraum streichen. Da der Raum für diese Arbeiten vollständig geräumt werden muss, werden alle Mitarbeitenden gebeten, dort gelagerte persönliche Gegenstände wie eigene Tassen, Sportkleidung oder Ähnliches bis Mittwoch mitzunehmen. Gegenstände, die bis dahin nicht abgeholt wurden, werden durch KH entsorgt.

Bei der Sitzung wird

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Die richtige Antwort ist c, weil in der Sitzung mehrere betriebliche Themen besprochen werden, darunter ausdrücklich Personalengpässe, Krankenstand, Urlaubsregelungen, Nachfolgeplanung, neue Mitarbeitende, Kundenbindung, Messevorbereitung und Renovierungsarbeiten. Schon die Tagesordnung und besonders TOP 2 zeigen klar, dass es um Personalfragen und organisatorische Planung geht. Die Antwort fasst den Inhalt also korrekt zusammen.

Die Antwort a ist eine klassische Umkehrungsfalle. Im Text steht ausdrücklich, dass das Protokoll „ohne weitere Änderungen und Ergänzungen einstimmig per Handzeichen genehmigt“ wird. Das bedeutet genau das Gegenteil von „nachträglich korrigiert“. Das Schlüsselwort „ohne“ ist hier entscheidend. Wer dieses kleine Wort übersieht, versteht den Satz falsch.

Die Antwort b ist eine Wortfalle. Das Wort „genehmigt“ kommt tatsächlich im Text vor, aber es bezieht sich auf das Protokoll der Sitzung vom 02. April, nicht auf die Tagesordnung. Genau solche Fallen sind typisch: Ein bekanntes Wort aus dem Text taucht in einer Antwort wieder auf, wird dort aber mit dem falschen Bezug kombiniert.

das Protokoll der letzten Besprechung nachträglich korrigiert. die Tagesordnung einstimmig genehmigt. über Personalengpässe und betriebliche Planungsthemen gesprochen.

 

Aufgrund des hohen Krankenstands

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Die richtige Antwort ist c, weil der Text klar sagt: „Urlaubsanträge können momentan nur bei nachweislich dringenden persönlichen Gründen genehmigt werden.“ Das bedeutet inhaltlich, dass Urlaub zurzeit nur in Ausnahmefällen möglich ist. Anders formuliert: Mitarbeitende können momentan kaum Urlaub nehmen. Hier muss man also den Sinn verstehen und nicht nur nach einem identischen Wort suchen. Genau diese Art von Paraphrase ist im Prüfungskontext besonders wichtig.

Die Antwort a ist eine Hinzufügungsfalle. Im Text steht zwar, dass die Auftragsabwicklung „unterbesetzt“ ist, weil mehrere Personen krank sind. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass Arbeit unerledigt bleibt. Diese Information ergänzt die Antwort selbstständig, obwohl sie im Protokoll nicht genannt wird. Wer zu viel hineininterpretiert, wählt hier leicht falsch.

Die Antwort b ist eine Teilwahrheit mit Umkehrung der Logik. Im Text steht zuerst der eigentliche Plan: Die Mehrarbeit soll „nach Möglichkeit noch im laufenden Quartal ausgeglichen werden“. Erst danach folgt der Ausweichfall: „Sollte dies ... nicht gelingen, können die Stunden auf das nächste Quartal übertragen werden.“ Die Antwort macht aus diesem Ersatzplan die Hauptregel. Genau darin liegt die Falle. Signalwörter wie „nach Möglichkeit“ und „sollte ... nicht gelingen“ zeigen klar: Es gibt einen Plan A und nur für den Notfall einen Plan B.

bleibt in einigen Abteilungen ein Teil der Arbeit unerledigt. müssen die Überstunden im nächsten Quartal abgebaut werden. können Mitarbeitende zurzeit kaum Urlaub nehmen.

 

ML

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Die richtige Antwort ist b, weil im Text eindeutig steht: „ML hat hierfür bereits einen ersten Konzeptentwurf ausgearbeitet ... Er regt an, das Konzept in einer kleineren Runde weiterzubesprechen.“ Genau das entspricht der Aussage, dass ML seinen Entwurf in kleiner Runde besprechen möchte. Die Schlüsselphrasen sind „Konzeptentwurf“ und „in einer kleineren Runde weiterzubesprechen“.

Die Antwort a ist eine Personenverwechslungsfalle. Der Mitbewerber der Firma ist laut Text „Delta Service GmbH“, nicht ML. Beide stehen im selben Absatz, deshalb wirkt die falsche Antwort glaubwürdig. In solchen Aufgaben muss man genau darauf achten, welche Person oder Firma welche Handlung ausführt.

Die Antwort c ist ebenfalls eine Personenverwechslungsfalle, zusätzlich verstärkt durch eine Wortfalle. Die Wörter „Herbst“ und „Bonusprogramm“ stehen tatsächlich im Text, aber sie gehören zum Wettbewerber: „der Wettbewerber Delta Service GmbH [plant] für den Herbst ein Bonusprogramm für Stammkunden“. ML reagiert darauf nur mit einem eigenen Konzeptentwurf. Die Antwort nimmt also echte Schlüsselwörter aus dem Text, ordnet sie aber der falschen Person zu.

ist Mitbewerber der Firma. möchte seinen Konzeptentwurf in kleiner Runde besprechen. plant für den Herbst ein Bonusprogramm für Stammkunden.

 

Die Firma

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Die richtige Antwort ist c, weil im Protokoll ausdrücklich steht: „Die Produktbroschüren für den Messeauftritt befinden sich bereits im Druck“. Das bedeutet genau, dass die Firma diese Broschüren gerade drucken lässt. Die Aussage ist also direkt aus dem Text ableitbar.

Die Antwort a ist eine klare Umkehrungsfalle. Im Text heißt es: „Im nächsten Jahr nimmt unsere Firma erstmals an der Norddeutschen Fachmesse in Bremen teil“. Das Wort „erstmals“ ist hier das entscheidende Signal. Es bedeutet gerade nicht, dass die Firma jedes Jahr teilnimmt. Der Distraktor ersetzt also eine einmalige Premiere durch eine regelmäßige Teilnahme.

Die Antwort b ist eine Detailfalle. Im Text steht schon, dass „ein Messedienstleister beauftragt wurde“. Man sucht also keinen Dienstleister mehr. TO bittet FW nur noch darum, „Hotelzimmer zu buchen sowie bei Bedarf externes Fachpersonal für den Stand anzufragen“. Die Antwort klingt plausibel, weil es um die Messe geht, verfehlt aber das konkrete Detail. Genau solche scheinbar kleinen Unterschiede entscheiden oft über richtig oder falsch.

nimmt jedes Jahr an der Norddeutschen Fachmesse in Bremen teil. sucht noch einen geeigneten Messedienstleister für den Standaufbau. lässt zurzeit Produktbroschüren für die Messe drucken.

 

Persönliche Gegenstände im Aufenthaltsraum

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Die richtige Antwort ist a, weil der Aufenthaltsraum für die Renovierungsarbeiten „vollständig geräumt werden muss“. Daraus folgt eindeutig, dass persönliche Gegenstände dort während dieser Zeit nicht bleiben dürfen. Die Formulierung der Antwort ist also eine korrekte inhaltliche Zusammenfassung des Textes.

Die Antwort b ist eine Zeitfalle. Im Text steht: Die Gegenstände sollen „bis Mittwoch“ mitgenommen werden. Das bedeutet: spätestens Mittwoch, also auch früher. Die Antwort verändert dies zu „am Mittwoch“, also zu einem konkreten Tag. Dieser kleine Unterschied ist wichtig. Das Signalwort „bis“ bezeichnet eine Frist, nicht einen festen Terminpunkt.

Die Antwort c ist eine Personenverwechslungsfalle zusammen mit einer Umkehrungsfalle. Im Text steht ausdrücklich: „Gegenstände, die bis dahin nicht abgeholt wurden, werden durch KH entsorgt.“ Also entsorgt KH die Sachen, und zwar nur unter einer Bedingung: wenn sie nicht rechtzeitig abgeholt wurden. Die Antwort macht daraus fälschlich eine Pflicht der Mitarbeitenden selbst. Hier werden also sowohl die handelnde Person als auch die Bedingung verfälscht.

dürfen während der Renovierung nicht dort verbleiben. sollen am Mittwoch abgeholt werden. sollen von den Mitarbeitenden selbst entsorgt werden.

 


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