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Viele Mauersegler springen zu früh aus den Nestern. Auffangstationen überlastet
(aus einer Regionalzeitung)
Unter der aktuellen Hitze leiden auch Wildtiere. Vögel, die ihre Nester unter oder an Dächern bauen, geraten besonders in Gefahr, denn dort kann die Temperatur auf bis zu 60 Grad steigen. Die Flucht vor dem Hitzetod ist für junge Mauersegler nur die Flucht in eine nicht weniger große Gefahr. Sie können so früh im Sommer noch nicht fliegen und werden, einmal aus dem Nest gefallen, von ihren Elterntieren nicht mehr versorgt.
„Wir kennen diese Temperaturen sonst aus dem Hochsommer“, sagt Jutta Färbel, die Leiterin des lokalen Tierheims. „Dann sind die Jungtiere schon aus dem Nest und es besteht keine Gefahr. Selbst ein erwachsener Vogel startet nur selten vom Boden – das sind Vögel, die ihr Leben fliegend verbringen, ja die in der Luft schlafen.“
Viele der Mauersegler, die Anwohner jetzt auf der Straße finden, sind schon tot. Wer ein lebendes Tier findet, sollte weder versuchen, es zu füttern, noch ihm zu trinken zu geben. „Die Versorgung muss von fachkundigen Leuten übernommen werden“, sagt Färbel, „selbst wir sind dazu nur ausnahmsweise in der Lage. Wir haben zum Glück Verstärkung von der Wildvogelstation Volkach bekommen und sind jetzt ganz gut geschult.“ Wehrt sich der Vogel wie üblich beim Füttern, kann leicht der Schnabel brechen.
Die Kommune entziehe sich ihrer Verantwortung, meint auch Max Halber, der Leiter der besagten Wildvogelstation, die privat betrieben wird. „Wir finanzieren die Rettungsarbeit durch unser Besucherprogramm, das hauptsächlich für Kinder ausgelegt ist. Aber eigentlich ist das eine öffentliche Aufgabe.“ Die Vögel ihrem Schicksal zu überlassen – das sieht er kritisch. „Am Ende sind wir es, die für ihr Leid verantwortlich sind. Ohne den Klimawandel gäbe es diese Hitze nicht“, sagt er.
Mauersegler gehören unter den hier heimischen Vogelarten zu den faszinierendsten. Jeden Morgen und jeden Abend steigen sie auf eine Höhe von bis zu 3000 Metern auf, ohne dass bisher geklärt wäre, weshalb.

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