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Liebe Redaktion,
seit vier Jahren spiele ich im Volleyballverein Blauhöhe in der kleinen Stadt Eichenfeld. Im vergangenen Frühjahr fragte mich der Vereinsvorsitzende Tobias, ob ich das Amt des Kassenwarts übernehmen möchte. Der bisherige Kassenwart zog in eine andere Stadt und konnte die Aufgabe nicht weiter machen. Zuerst war ich unsicher, weil ich noch nie für das Geld eines Vereins verantwortlich gewesen war. Nach einigen Tagen Bedenkzeit sagte ich aber zu.
Meine neue Aufgabe begann im April. Tobias erklärte mir die wichtigsten Arbeiten. Ich musste die Mitgliedsbeiträge kontrollieren, Rechnungen bezahlen und alle Ausgaben notieren. Anfangs brauchte ich für diese Aufgaben viel Zeit. Oft saß ich abends noch eine Stunde am Küchentisch und prüfte die Unterlagen. Nach einigen Wochen wurde ich sicherer und arbeitete schneller.
Im Juni plante unser Verein ein kleines Sommerturnier. Daran nahmen sechs Mannschaften aus der Region teil. Für das Turnier kauften wir Getränke, Obst und neue Bälle. Ich bezahlte die Rechnungen und notierte alle Beträge in einer Tabelle. Nach dem Turnier brachte mir die Leiterin des Verkaufstands eine Geldkassette mit den Einnahmen. Ich wollte das Geld am nächsten Tag auf das Vereinskonto einzahlen.
Am Abend stellte ich zu meinem Schrecken fest, dass die Kassette sich nicht in meiner Sporttasche befand. Ich suchte zuerst zu Hause, fand sie aber nicht. Danach rief ich Tobias an. Gemeinsam fuhren wir noch einmal zur Sporthalle. Dort war das Licht bereits ausgeschaltet, aber der Hausmeister öffnete uns die Tür.
Wir suchten fast dreißig Minuten. Schließlich entdeckte Tobias die Kassette unter einer Bank in der Umkleidekabine. Wahrscheinlich hatte ich sie dort nach dem Turnier kurz abgestellt und später vergessen. In der Kassette fehlte kein Geld. Ich war sehr erleichtert und bedankte mich mehrmals bei Tobias und dem Hausmeister.
Im Januar dieses Jahres fand die Mitgliederversammlung statt. Dort stellte ich zum ersten Mal den Kassenbericht vor. Ich erklärte die Einnahmen und Ausgaben des Vereins und beantwortete einige Fragen der Mitglieder. Alles war in Ordnung, und die Versammlung war zufrieden mit meiner Arbeit.
Heute bin ich froh, dass ich dieses Amt übernommen habe. Natürlich muss man sorgfältig arbeiten, aber man lernt auch viel dabei. Die Erfahrung mit der verschwundenen Kassette habe ich nicht vergessen. Seitdem kontrolliere ich immer zweimal, ob ich alle wichtigen Dinge dabeihabe.
Liebe Grüße
Markus Lehmann

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