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Liebe Redaktion,
ich singe seit zwei Jahren in einem kleinen Jazz-Chor in der Stadt Rosenfeld. Normalerweise treffen wir uns jeden Mittwochabend im Kulturhaus. Vor drei Wochen war das Wetter aber besonders schön. Deshalb hatte unsere Chorleiterin Jana die Idee, die Probe im Stadtpark zu machen. Alle fanden den Vorschlag gut, und wir verabredeten uns für 18 Uhr auf der großen Wiese neben dem Teich.
An diesem Abend kamen 22 Sängerinnen und Sänger zur Probe. Ich war etwas früher dort und half Jana beim Sortieren der Noten. Die Sonne schien, und viele Menschen saßen auf Decken oder gingen spazieren. Zuerst machten wir einige Stimmübungen. Danach probten wir drei Lieder, die wir bei einem Sommerfest im Juli singen wollten.
Nach etwa vierzig Minuten blieben immer mehr Parkbesucher stehen und hörten uns zu. Einige setzten sich auf die Bänke in der Nähe. Andere blieben einfach auf dem Weg stehen. Wir bemerkten schnell, dass viele Menschen Interesse hatten. Das machte uns zuerst etwas nervös, denn eigentlich war es nur eine normale Probe.
Eine ältere Frau aus dem Publikum fragte Jana, ob wir nicht ein ganzes Lied für die Besucher singen könnten. Kurz danach klatschten mehrere Leute, weil sie die Idee unterstützten. Jana sprach kurz mit uns. Schließlich entschieden wir gemeinsam, ein kleines spontanes Konzert zu geben.
Wir stellten uns in einer Reihe auf und sangen insgesamt vier Lieder. Das erste Lied hatten wir gerade geprobt. Danach sangen wir zwei weitere Stücke aus unserem normalen Programm. Zum Schluss wählten wir ein ruhiges Lied, das besonders gut zu dem warmen Sommerabend passte. Während des Konzerts kamen noch mehr Menschen dazu. Später zählte Jana ungefähr 60 Zuhörer.
Als wir fertig waren, klatschten alle lange. Einige Leute bedankten sich sogar persönlich bei uns. Ein Mann sagte, dass er zufällig vorbeigekommen sei und nun den ganzen Abend geblieben sei.
Gegen 20 Uhr packten wir unsere Sachen zusammen. Danach gingen einige Chormitglieder noch in ein kleines Café in der Nähe. Ich konnte leider nicht mitkommen, weil ich früh aufstehen musste.
Dieser Abend war etwas ganz Besonderes für mich. Aus einer einfachen Chorprobe wurde ein kleines Konzert. Daran werde ich mich sicher noch lange erinnern.
Liebe Grüße
Katharina Meier

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