Eine Chorprobe mit Überraschung

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  1. Juni 2026

Liebe Redaktion,

ich singe seit zwei Jahren in einem kleinen Jazz-Chor in der Stadt Rosenfeld. Normalerweise treffen wir uns jeden Mittwochabend im Kulturhaus. Vor drei Wochen war das Wetter aber besonders schön. Deshalb hatte unsere Chorleiterin Jana die Idee, die Probe im Stadtpark zu machen. Alle fanden den Vorschlag gut, und wir verabredeten uns für 18 Uhr auf der großen Wiese neben dem Teich.

An diesem Abend kamen 22 Sängerinnen und Sänger zur Probe. Ich war etwas früher dort und half Jana beim Sortieren der Noten. Die Sonne schien, und viele Menschen saßen auf Decken oder gingen spazieren. Zuerst machten wir einige Stimmübungen. Danach probten wir drei Lieder, die wir bei einem Sommerfest im Juli singen wollten.

Nach etwa vierzig Minuten blieben immer mehr Parkbesucher stehen und hörten uns zu. Einige setzten sich auf die Bänke in der Nähe. Andere blieben einfach auf dem Weg stehen. Wir bemerkten schnell, dass viele Menschen Interesse hatten. Das machte uns zuerst etwas nervös, denn eigentlich war es nur eine normale Probe.

Eine ältere Frau aus dem Publikum fragte Jana, ob wir nicht ein ganzes Lied für die Besucher singen könnten. Kurz danach klatschten mehrere Leute, weil sie die Idee unterstützten. Jana sprach kurz mit uns. Schließlich entschieden wir gemeinsam, ein kleines spontanes Konzert zu geben.

Wir stellten uns in einer Reihe auf und sangen insgesamt vier Lieder. Das erste Lied hatten wir gerade geprobt. Danach sangen wir zwei weitere Stücke aus unserem normalen Programm. Zum Schluss wählten wir ein ruhiges Lied, das besonders gut zu dem warmen Sommerabend passte. Während des Konzerts kamen noch mehr Menschen dazu. Später zählte Jana ungefähr 60 Zuhörer.

Als wir fertig waren, klatschten alle lange. Einige Leute bedankten sich sogar persönlich bei uns. Ein Mann sagte, dass er zufällig vorbeigekommen sei und nun den ganzen Abend geblieben sei.

Gegen 20 Uhr packten wir unsere Sachen zusammen. Danach gingen einige Chormitglieder noch in ein kleines Café in der Nähe. Ich konnte leider nicht mitkommen, weil ich früh aufstehen musste.

Dieser Abend war etwas ganz Besonderes für mich. Aus einer einfachen Chorprobe wurde ein kleines Konzert. Daran werde ich mich sicher noch lange erinnern.

Liebe Grüße

Katharina Meier

Gleich zu Beginn der Probe bildet sich im Park spontan ein Publikum.

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✗ Falsch.

Erst nach etwa vierzig Minuten blieben immer mehr Parkbesucher stehen und hörten zu. Zu Beginn machte der Chor nur Stimmübungen – da gab es noch kein Publikum.

💡 Falle: Zeit-Falle. Gleich zu Beginn stimmt nicht. Das Publikum sammelte sich erst nach einer Weile.

👉 Schlüsselwörter: Nach etwa vierzig Minuten blieben immer mehr Parkbesucher stehen.

Grammatik: Die Zeitangabe nach etwa vierzig Minuten widerspricht gleich zu Beginn – achten Sie genau auf den Zeitpunkt.

Richtig Falsch

 

Das Publikum stört die Ruhe und Konzentration der Sänger während der Probe.

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✓ Richtig.

Die vielen Zuhörer machten den Chor zuerst etwas nervös, denn eigentlich war es nur eine normale Probe. Nervös werden bedeutet, dass die Konzentration gestört wird.

💡 Falle: Synonym-Falle. Das Wort stören steht nicht im Text. Man muss erkennen, dass nervös machen während einer Probe eine Störung der Konzentration bedeutet.

👉 Schlüsselwörter: das machte uns zuerst etwas nervös, denn eigentlich war es nur eine normale Probe.

Grammatik: Die Konjunktion denn erklärt, warum das Publikum störte: Es war eigentlich nur eine Probe, kein Konzert.

Richtig Falsch

 

Bei dem spontanen Konzert singt der Chor ein Lied aus dem Programm für das Sommerfest.

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✓ Richtig.

Das erste Lied beim Konzert hatten sie gerade geprobt – und geprobt wurden die drei Lieder für das Sommerfest im Juli. Also stammt mindestens ein Konzertlied aus dem Sommerfest-Programm.

💡 Falle: Man muss zwei Stellen verbinden: das geprobte Lied und den Zweck der Probe (Sommerfest).

👉 Schlüsselwörter: drei Lieder, die wir bei einem Sommerfest … singen wollten, das erste Lied hatten wir gerade geprobt.

Grammatik: Der Relativsatz die wir bei einem Sommerfest singen wollten ordnet die geprobten Lieder dem Sommerfest zu.

Richtig Falsch

 

Die Chormitglieder treffen sich nach der Probe alle in einem Café.

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✗ Falsch.

Nur einige Chormitglieder gingen ins Café, nicht alle. Katharina selbst konnte nicht mitkommen, weil sie früh aufstehen musste.

💡 Falle: Mengen-Falle. Das Wort alle ist zu viel. Der Text sagt einige – und nennt mit Katharina sogar eine Ausnahme.

👉 Schlüsselwörter: gingen einige Chormitglieder noch in ein kleines Café, ich konnte leider nicht mitkommen.

Grammatik: einige bedeutet nur einen Teil, nicht alle – ein typisches Signalwort, das man genau prüfen muss.

Richtig Falsch

 

Die ältere Frau aus dem Publikum bittet den Chor um ein Konzert mit vier Liedern.

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✗ Falsch.

Die Frau fragte nur, ob der Chor ein ganzes Lied singen könnte. Dass es am Ende vier Lieder wurden, war die eigene Entscheidung des Chors – nicht ihre Bitte.

💡 Falle: Zahlen-Falle. Die Frau bat um ein Lied, der Chor sang vier. Die Aussage verbindet die Frau mit der falschen Zahl.

👉 Schlüsselwörter: ob wir nicht ein ganzes Lied … singen könnten gegen wir sangen insgesamt vier Lieder.

Grammatik: Achten Sie auf den Unterschied zwischen der Bitte (ein Lied) und dem tatsächlichen Ergebnis (vier Lieder).

Richtig Falsch

 

Jana bringt zur Probe die Noten mit.

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✓ Richtig.

Katharina half Jana beim Sortieren der Noten. Die Noten waren also bei Jana – sie hatte sie zur Probe mitgebracht.

💡 Falle: Die Antwort steht nicht direkt da. Aus Jana beim Sortieren der Noten helfen muss man schließen, dass Jana die Noten mitbrachte.

👉 Schlüsselwörter: half Jana beim Sortieren der Noten.

Grammatik: Wer die Noten sortiert, hat sie auch dabei – ein indirekter Hinweis, dass Jana sie mitbrachte.

Richtig Falsch

 


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