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Liebe Leserinnen und Leser,
heute möchte ich von einer Alpenwanderung erzählen, die ich in diesem Sommer gemacht habe. Ich wandere gern und verbringe meine Ferien oft in den Bergen. Dieses Mal blieb ich mit meiner Freundin Laura eine Woche in einer gemütlichen Pension im Bergdorf Steinbach. Dort planten wir eine Wanderung zu einer Berghütte auf 1.850 Metern Höhe.
Am Dienstagmorgen standen wir bereits um sechs Uhr auf. Das Wetter war sonnig, und die Temperaturen waren angenehm. Nach dem Frühstück packten wir unsere Rucksäcke. Wir nahmen Wasser, belegte Brote, Obst und eine Wanderkarte mit. Um halb acht starteten wir am Dorfplatz.
Der Weg führte zuerst durch einen Wald. Nach etwa einer Stunde erreichten wir eine kleine Wiese mit vielen Blumen. Dort machten wir eine kurze Pause. Laura fotografierte die Landschaft, während ich etwas Wasser trank. Danach gingen wir weiter bergauf.
Gegen elf Uhr trafen wir einen älteren Wanderer namens Herr Meier. Er war sehr freundlich und kannte die Gegend gut. Er erklärte uns, dass es zwei Wege zur Berghütte gab. Der erste Weg war kürzer, aber steiler. Der zweite Weg war etwas länger und leichter. Wir entschieden uns für den längeren Weg, weil wir genug Zeit hatten.
Kurz nach Mittag änderte sich das Wetter plötzlich. Dunkle Wolken erschienen am Himmel, und ein kalter Wind begann zu wehen. Wir waren überrascht, denn am Morgen hatte der Wetterbericht gutes Wetter angekündigt. Wenige Minuten später begann es leicht zu regnen.
Zum Glück entdeckten wir eine kleine Schutzhütte am Weg. Dort warteten bereits drei andere Wanderer. Gemeinsam blieben wir etwa vierzig Minuten in der Hütte. Währenddessen aßen Laura und ich unsere belegten Brote. Danach hörte der Regen auf, und die Sonne kam wieder hervor.
Am Nachmittag erreichten wir endlich die Berghütte. Von dort hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Berge und das Tal. Wir ruhten uns eine Stunde aus und tranken heißen Tee. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg.
Um 18 Uhr kamen wir wieder im Dorf an. Wir waren müde, aber sehr glücklich. Trotz des Regens hatten wir einen schönen Tag erlebt. Besonders die Aussicht von der Berghütte werde ich nicht vergessen.
Diese Wanderung hat mir gezeigt, dass man in den Bergen immer auf Überraschungen vorbereitet sein sollte. Gleichzeitig sind solche Erlebnisse oft die schönsten Erinnerungen.
Liebe Grüße,
Martin Schneider

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