Im Fahrstuhl steckengeblieben

Lesen Sie den Text und die Aufgaben von 1 bis 6 dazu. Wählen Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind?

14% (3 von 22 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

September 2025
Hallo zusammen,
ich möchte heute von einem besonderen Erlebnis erzählen. Letzte Woche war ich auf einer Geschäftsreise in der Stadt Grode. Ich musste dort an einer zweitägigen Besprechung teilnehmen. Dafür hatte meine Firma ein Zimmer in einem großen Hotel für mich reserviert. Mein Zimmer lag im achtzehnten Stock. Weil ich meinen Hund Balu nicht allein zu Hause lassen konnte, durfte er mich auf die Reise begleiten.
Am ersten Abend kam ich gegen 19 Uhr von der Besprechung zurück. Ich war müde und wollte nur noch auf mein Zimmer gehen. Balu war auch erschöpft, denn wir hatten nach dem Mittagessen einen langen Spaziergang gemacht. Wir stiegen zusammen in den Fahrstuhl. Außer uns war niemand dort.
Zuerst lief alles normal. Der Fahrstuhl fuhr nach oben. Doch hielt er auf der Höhe des dritten Stocks, ohne dass die Türen aufgegangen wären. Sonst blieb alles wie gewohnt. Zuerst dachte ich, dass wir nur kurz warten müssten. Nach einigen Minuten merkte ich jedoch, dass etwas nicht stimmte.
Ich drückte den Notrufknopf lange, wie auf einer Informationstafel beschrieben. Nach kurzer Zeit meldete sich eine Mitarbeiterin des Hotels. Sie fragte nach meinem Namen und erklärte, sie werde einen Techniker mit meiner Rettung beauftragen. Das beruhigte mich etwas. Balu wurde aber langsam unruhig. Er lief im kleinen Raum hin und her und bellte mehrmals laut. Ich setzte mich auf den Boden und kraulte ihn. Zum Glück hatte ich noch eine kleine Flasche Wasser in meiner Tasche. Ich gab meinem Hund etwas zu trinken und trank selbst auch ein wenig.
Nach ungefähr vierzig Minuten hörten wir Stimmen vor der Tür. Der Techniker und zwei Hotelmitarbeiter hantierten an den Türen. Wenige Minuten später öffneten sie sich endlich. Ich war sehr erleichtert. Die Mitarbeiter entschuldigten sich für die Probleme und begleiteten mich über die Treppe zu meinem Zimmer im achtzehnten Stock.
Später brachte mir das Hotel zur Entschädigung sogar ein kostenloses Abendessen aufs Zimmer. Ich hatte schon gegessen, freute mich aber über die Geste. Die Geschäftsreise war insgesamt erfolgreich, aber an den Abend im Fahrstuhl werde ich mich sicher noch lange erinnern. Zum Glück ist alles gut ausgegangen, und Balu und ich konnten am nächsten Tag entspannt nach Hause fahren.
Liebe Grüße
Nina

Nina hat für sich ein Zimmer im achtzehnten Stock eines Hotels in der Stadt Grode gebucht.

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✗ Falsch.

Im Text steht: hatte meine Firma ein Zimmer … für mich reserviert. Gebucht hat also die Firma, nicht Nina selbst. Dass das Zimmer im achtzehnten Stock liegt, stimmt zwar – aber wer gebucht hat, ist falsch.

💡 Falle: Subjekt-Falle. Ein Teil der Aussage ist richtig (der Stock), aber ein anderer ist falsch (Nina als Bucherin). Schon ein falsches Detail macht die ganze Aussage Falsch.

👉 Schlüsselwörter: meine Firma hatte reserviert gegen Nina hat gebucht.

Grammatik: Das Plusquamperfekt hatte reserviert nennt klar das Subjekt die Firma – achten Sie immer darauf, wer die Handlung macht.

Richtig Falsch

 

Zu Hause kann niemand auf Balu aufpassen, während Nina unterwegs ist.

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✓ Richtig.

Nina schreibt: Weil ich meinen Hund Balu nicht allein zu Hause lassen konnte, durfte er mich … begleiten. Wenn niemand auf ihn aufpassen kann, muss er mitkommen.

💡 Falle: Die Antwort steht nicht wörtlich da. Man muss schließen: nicht allein lassen können bedeutet, dass keine andere Person ihn betreuen kann.

👉 Schlüsselwörter: nicht allein zu Hause lassen konnte = niemand kann aufpassen.

Grammatik: Der weil-Satz nennt den Grund fürs Mitnehmen – aus ihm lässt sich die Information indirekt ableiten.

Richtig Falsch

 

Wegen des langen Arbeitstages konnte Balu sich noch kaum bewegen.

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✗ Falsch.

Balu war müde, denn wir hatten … einen langen Spaziergang gemacht – nicht wegen eines Arbeitstages (einen Arbeitstag hat ein Hund nicht). Außerdem bewegte sich Balu sehr wohl: Er lief im kleinen Raum hin und her und bellte mehrmals laut.

💡 Falle: Gleich zwei Fehler. Erstens der falsche Grund (Spaziergang statt Arbeitstag), zweitens das falsche Detail (er konnte sich gut bewegen).

👉 Schlüsselwörter: langer Spaziergang, lief hin und her, bellte.

Grammatik: Die Konjunktion denn gibt den echten Grund an. Vergleichen Sie ihn mit dem behaupteten Grund wegen des Arbeitstages – sie stimmen nicht überein.

Richtig Falsch

 

Im Fahrstuhl hängen Anweisungen zum Verhalten im Notfall aus.

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✓ Richtig.

Nina drückte den Notrufknopf lange, wie auf einer Informationstafel beschrieben. Eine Tafel, die erklärt, was man im Notfall tun soll, ist genau eine Anweisung zum Verhalten im Notfall.

💡 Falle: Synonym-Umschreibung. Informationstafel mit Beschreibung wird in der Aussage zu Anweisungen zum Verhalten im Notfall. Gleicher Inhalt, andere Wörter.

👉 Schlüsselwörter: Notrufknopf, wie auf einer Informationstafel beschrieben.

Grammatik: Das Partizip beschrieben verweist auf eine schriftliche Anleitung – also auf einen Aushang im Fahrstuhl.

Richtig Falsch

 

Das Bellen Balus macht die Hotelmitarbeiter auf Ninas Lage aufmerksam.

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✗ Falsch.

Die Mitarbeiterin erfährt von der Lage durch den Notrufknopf: Erst nachdem Nina ihn gedrückt hat, meldet sie sich. Das Bellen passiert nur im Fahrstuhl und erreicht die Mitarbeiter nicht.

💡 Falle: Ursache-Falle. Zwei Dinge stehen im Text (Bellen und Notruf), aber nur der Notruf löst die Hilfe aus. Die Aussage verbindet die falsche Ursache mit der Wirkung.

👉 Schlüsselwörter: Ich drückte den Notrufknopfmeldete sich eine Mitarbeiterin.

Grammatik: Achten Sie auf die Reihenfolge (zuerst Knopf, dann Meldung). Diese zeitliche Abfolge zeigt die echte Ursache der Rettung.

Richtig Falsch

 

Nina bekommt zur Entschädigung vom Hotel einen Gutschein für ein Abendessen.

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✗ Falsch.

Das Hotel brachte ihr zur Entschädigung sogar ein kostenloses Abendessen aufs Zimmer – also das Essen selbst, nicht einen Gutschein.

💡 Falle: Feiner Unterschied zwischen einer Sache und einem Gutschein. Nina erhält das fertige Essen direkt, kein Papier zum späteren Einlösen.

👉 Schlüsselwörter: kostenloses Abendessen aufs Zimmer gegen Gutschein.

Grammatik: Achten Sie auf die konkrete Wortwahl: ein Abendessen aufs Zimmer bringen ist etwas anderes als einen Gutschein bekommen.

Richtig Falsch

 


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