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Brief 1:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich   habebin vor zwei Wochen drei Bücher in Ihrer Bibliothek ausgeliehen. Leider konnte ich   einedie Bücher nicht rechtzeitig zurückbringen, weil ich krank war. Ich möchte mich   fürüber die Verspätung entschuldigen. Können Sie   michmir bitte schreiben, wie hoch die Gebühr für die verspätete Rückgabe   sindist ? Ich bringe die Bücher so schnell wie möglich zurück.

Mit freundlichen Grüßen
Felix Braun

 

Brief 2:

Sehr   geehrtengeehrter Herr Braun,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir verstehen Ihre Situation. Die Gebühr   fürvon verspätete Rückgabe beträgt 0,50 € pro Buch und Tag. Da Sie drei   BuchBücher zwei Wochen zu spät zurückbringen, beträgt die Gesamtgebühr 21 €. Bitte bringen Sie die Bücher so bald   wiewenn möglich zurück.

Mit freundlichen   GrüßeGrüßen
Stadtbibliothek Neufeld

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Aufgabe 1 – habe

Im Satz steht: „Ich (1) vor zwei Wochen drei Bücher ausgeliehen." Das Perfekt von „ausleihen" wird mit dem Hilfsverb „haben" gebildet. Das Subjekt „Ich" verlangt die erste Person Singular: „habe". Zusammen mit dem Partizip II „ausgeliehen" bildet es das Perfekt: „Ich habe ausgeliehen." „bin" ist das Hilfsverb für Bewegungsverben wie „fahren" oder „gehen" – es passt nicht zu „ausleihen".

Aufgabe 2 – die

Im Satz steht: „Leider konnte ich (2) Bücher nicht rechtzeitig zurückbringen." Das Nomen „Bücher" ist Plural. Im Akkusativ Plural lautet der bestimmte Artikel „die". „eine" ist der unbestimmte Artikel für feminine Nomen im Singular und passt weder zum Plural noch zum Kontext – es geht um die bereits ausgeliehenen Bücher, die bekannt sind.

Aufgabe 3 – für

Im Satz steht: „Ich möchte mich (3) die Verspätung entschuldigen." Die feste Redewendung lautet „sich für etwas entschuldigen" – „für" ist die korrekte Präposition in dieser Verbindung. „über" würde eine andere Bedeutung ergeben: „sich über etwas entschuldigen" ist kein korrekter Ausdruck im Deutschen.

Aufgabe 4 – mir

Im Satz steht: „Können Sie (4) bitte schreiben, wie hoch die Gebühr ist?" Das Verb „schreiben" verlangt hier ein Dativobjekt – man schreibt jemandem etwas. Der Schreiber bittet um eine Auskunft für sich selbst, deshalb lautet die korrekte Dativform: „mir". „mich" ist die Akkusativform und passt nicht – „jemandem schreiben" verlangt den Dativ, nicht den Akkusativ.

Aufgabe 5 – ist

Im Satz steht: „wie hoch die Gebühr für die verspätete Rückgabe (5)?" Das Subjekt „die Gebühr" ist dritte Person Singular. Deshalb lautet die korrekte Form des Verbs „sein": „ist". „sind" ist die Pluralform und passt nicht zu einem Singular-Subjekt.

Aufgabe 6 – geehrter

Im Satz steht: „Sehr (6) Herr Braun." Die feste Anredeformel in deutschen Briefen lautet „Sehr geehrter Herr..." – „Herr" ist maskulin und steht im Nominativ, deshalb lautet die korrekte Adjektivendung „geehrter". „geehrten" ist die Dativ- oder Akkusativform und passt nicht zu dieser Anredeformel.

Aufgabe 7 – für

Im Satz steht: „Die Gebühr (7) verspätete Rückgabe beträgt 0,50 €." Die feste Redewendung lautet „Gebühr für etwas" – „für" ist die korrekte Präposition, um den Grund einer Gebühr anzugeben. „von" würde eine Herkunft beschreiben – „Gebühr von der Rückgabe" ist kein korrekter Ausdruck im Deutschen.

Aufgabe 8 – Bücher

Im Satz steht: „Da Sie drei (8) zwei Wochen zu spät zurückbringen." Nach der Zahl „drei" steht immer die Pluralform: „Bücher". „Buch" ist die Singularform und passt nicht nach einer Zahl größer als eins.

Aufgabe 9 – wie

Im Satz steht: „Bitte bringen Sie die Bücher so bald (9) möglich zurück." Die feste Redewendung lautet „so bald wie möglich" – das ist ein fester Ausdruck im Deutschen für „so schnell es geht". „wenn" würde einen Konditionalsatz einleiten – „so bald wenn möglich" ist grammatikalisch falsch und kein korrekter Ausdruck.

Aufgabe 10 – Grüßen

Im Satz steht: „Mit freundlichen (10)," – das ist die standardisierte Abschlussformel in deutschen Briefen. Die einzig korrekte und übliche Formel lautet „Mit freundlichen Grüßen". „Grüße" steht im Nominativ Plural – nach der Präposition „mit" braucht man aber den Dativ: „Grüßen".


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