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Autor: Olena Bazalukova, 05.06.2026
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Schreiben in der telc-Pflegeprüfung:
einfach erklärt für den Einstieg

Sie bereiten sich auf den Prüfungsteil Schreiben der telc Deutsch B1·B2 Pflege vor? Hier erfahren Sie einfach erklärt, was Sie schreiben müssen, worauf es ankommt und welche Redemittel immer helfen.

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Was ist die Prüfung telc Deutsch B1·B2 Pflege?

Die telc Deutsch B1·B2 Pflege ist eine fachsprachliche Prüfung für Pflegekräfte. Sie ist für Menschen gedacht, die schon einen Abschluss in einem Pflegeberuf haben und in Deutschland, Österreich oder der Schweiz in der Alten- oder Krankenpflege arbeiten möchten.

Die Prüfung testet vier Fertigkeiten: Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen. Die Themen kommen alle aus dem Berufsalltag in der Pflege. So zeigen Sie, dass Sie die Sprache wirklich im Beruf benutzen können.

Eine Besonderheit: Es ist eine sogenannte dual-level Prüfung. Das bedeutet, Sie schreiben eine Prüfung und bekommen am Ende — je nach Ihrer Leistung — das Zertifikat B1 oder das Zertifikat B2. Sie müssen sich also vorher nicht zwischen B1 und B2 entscheiden.

💡 Gut zu wissen

Die Prüfung gibt es als digitale, hybride und papierbasierte Version. Welche Form möglich ist, hängt vom Prüfungszentrum ab. Fragen Sie dort am besten direkt nach.

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Woraus besteht die Prüfung? Ein kurzer Überblick

Die Prüfung hat einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Beide Teile finden in der Regel am selben Tag statt. Der schriftliche Teil dauert insgesamt etwa 115 Minuten (eine Stunde und 55 Minuten).

Der schriftliche Teil besteht aus vier Aufgaben hintereinander: Hören, Lesen, Sprachbausteine und Schreiben. Danach folgt der mündliche Teil. Vor dem Sprechen haben Sie 20 Minuten Vorbereitungszeit; das Prüfungsgespräch dauert dann ungefähr 16 Minuten.

Prüfungsteil Was Sie tun Dauer (ungefähr)
Hören Ansagen, Gespräche und eine Besprechung verstehen ca. 25 Minuten
Lesen Texte aus dem Pflegealltag verstehen Teil des schriftlichen Blocks
Sprachbausteine Grammatik und Wortschatz im Text ergänzen Teil des schriftlichen Blocks
Schreiben Einen Bericht formulieren (Aufnahme- oder Biographiebericht) 30 Minuten
Sprechen Über ein Foto sprechen, Kurzvortrag, Diskussion ca. 16 Minuten (+ 20 Minuten Vorbereitung)

In diesem Artikel geht es vor allem um den Teil Schreiben. Genau hier können Sie sich mit guter Vorbereitung viele Punkte sichern.

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Der Prüfungsteil „Schreiben“: Aufgabe, Zeit und Punkte

Im Teil Schreiben sollen Sie einen zusammenhängenden Bericht formulieren. Dafür haben Sie 30 Minuten Zeit. Sie können in diesem Teil maximal 20 Punkte erreichen.

Sie bekommen zwei Aufgaben zur Auswahl und müssen nur eine davon bearbeiten:

  • Aufgabe A — Aufnahmebericht (Anamnese): Sie beschreiben, wie eine Patientin oder ein Patient bei der Aufnahme ist (zum Beispiel Orientierung, Hilfebedarf, Hilfsmittel).
  • Aufgabe B — Biographiebericht: Sie beschreiben die Lebensgeschichte einer Bewohnerin oder eines Bewohners (zum Beispiel Eltern, Kindheit, Jugend, Beruf).

Zu jeder Aufgabe gehört ein Bogen (ein Anamnesebogen oder ein Biographiebogen). In diesem Bogen sind Informationen schon vorgegeben — mit Kreuzchen (✕) oder mit kurzen Stichwörtern. Ihre Aufgabe ist es, aus diesen Stichwörtern einen flüssigen, gut lesbaren Text zu machen.

✍️ Wichtig beim Abgeben

Schreiben Sie Ihren Bericht direkt auf den Antwortbogen. Was nur im Aufgabenheft steht, wird nicht bewertet. Sie bekommen keine zusätzliche Zeit, um den Text später zu übertragen.

👉 Alle Themen, Übungen und Musterlösungen zum Schreiben Pflege
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Die wichtigste Regel: alle Informationen aus dem Bogen nutzen

Das ist die zentrale Bedingung in diesem Prüfungsteil: Sie müssen alle vorgegebenen Informationen aus dem Bogen in Ihrem Bericht verwenden. Jede Information, die Sie vergessen, kostet Punkte.

Sie dürfen auch eigene Informationen ergänzen. Aber Achtung: Diese Ergänzungen müssen zu den Angaben im Bogen passen. Sie dürfen nie im Widerspruch zu den vorgegebenen Informationen stehen.

Und noch ein wichtiger Punkt: Wenn Sie etwas erfinden, das mit dem Bogen gar nichts zu tun hat, bekommen Sie dafür keine zusätzlichen Punkte. Bleiben Sie also bei den vorgegebenen Informationen und runden Sie diese sinnvoll ab.

❗ Beispiele richtig und falsch

Steht im Bogen nur das Stichwort „Hörgerät“, dürfen Sie ergänzen, ob es links, rechts oder beidseitig nötig ist. Sie dürfen aber nicht schreiben: „… hört noch sehr gut.“ Das wäre ein Widerspruch.

Steht im Bogen, dass die Person voll orientiert ist, dürfen Sie nicht dazu erfinden, dass sie manchmal Personen verwechselt oder sich verläuft.

📝 Tipp für den ersten Satz

Beginnen Sie mit einem vollständigen Einleitungssatz. Beantworten Sie darin: Wer wird wann und wo aufgenommen — und mit welcher Diagnose? Zum Beispiel: „Frau Müller wurde heute in unserer Pflegeeinrichtung aufgenommen.“

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Worauf die Prüfer achten: die vier Bewertungskriterien

Ihr Bericht wird nach vier Kriterien bewertet. Wenn Sie diese vier Punkte kennen, wissen Sie genau, worauf Sie beim Schreiben achten sollen.

  1. Inhaltliche Angemessenheit: Haben Sie alle Informationen aus dem Bogen verwendet? Das ist der wichtigste Punkt.
  2. Kommunikative Gestaltung: Ist der Text wie ein echter Bericht aufgebaut und gut verbunden? Wichtig sind hier abwechslungsreiche Satzanfänge.
  3. Korrektheit: Wie viele Fehler machen Sie in Grammatik und Satzbau? Auch einfache Sätze sollten korrekt sein.
  4. Wortschatz: Benutzen Sie passende Fachwörter und Synonyme, statt immer dasselbe Wort zu wiederholen?

Häufiger Fehler: immer dieselben Satzanfänge

Viele Teilnehmende schreiben Satz für Satz mit demselben Anfang: „Sie ist …“, „Sie hat …“, „Sie braucht …“, „Sie kann …“. Das wirkt eintönig und bringt im Kriterium Kommunikative Gestaltung nur wenige Punkte.

Wechseln Sie die Satzanfänge ab. Verbinden Sie Ihre Sätze mit Wörtern wie „Außerdem“, „Darüber hinaus“, „Des Weiteren“ oder „In Bezug auf“.

Wortschatz: zeigen Sie Abwechslung

Benutzen Sie für dieselbe Idee verschiedene Wörter. Statt immer „brauchen“ können Sie auch „benötigen“ schreiben. Statt immer „sagen“ auch „mitteilen“, „äußern“ oder „Bescheid geben“. Fachbegriffe wie „Rollator“, „Blutzucker“ oder „orientiert“ zeigen, dass Sie die Berufssprache beherrschen.

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Universelle Redemittel für Ihren Bericht

Diese Bausteine passen fast immer. Lernen Sie sie auswendig — so haben Sie in der Prüfung sofort die richtigen Formulierungen parat.

📋 Einleitung

  • Herr/Frau … wurde am … in unserer Pflegeeinrichtung aufgenommen.
  • Die Angaben zur Person wurden von … gemacht (von der Bewohnerin/dem Bewohner selbst, von den Angehörigen).
  • Das Aufnahmegespräch führte … (zum Beispiel die zuständige Pflegefachkraft).

🔗 Informationen verbinden

  • Außerdem … / Darüber hinaus … / Des Weiteren … / Zudem …
  • In Bezug auf … / Hinsichtlich … / Was … betrifft, so …
  • Aus diesem Grund … / Deshalb … / Daher …

🩺 Hilfebedarf beschreiben (Aufnahmebericht)

  • … benötigt Unterstützung bei … / … braucht Hilfe beim …
  • … kann … selbstständig durchführen.
  • … benötigt Anleitung bei … / … benötigt Beaufsichtigung beim …
  • … muss vollständig durch das Pflegepersonal übernommen werden.

🕒 Lebensgeschichte beschreiben (Biographiebericht)

  • Aufgewachsen ist sie/er in … auf dem Land / in der Stadt.
  • Als Kind … / In ihrer/seiner Jugend … / Später …
  • Auf … ist sie/er besonders stolz.

✅ Schluss

  • Abschließend ist festzuhalten, dass … das Zimmer bereits bezogen hat und sich gut einlebt.
  • Diese Angaben helfen dem Pflegepersonal, … besser zu verstehen und einfühlsam auf … einzugehen.
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So bereiten Sie sich von Anfang an richtig vor

Wenn Sie gerade erst mit der Vorbereitung beginnen, helfen Ihnen diese Schritte, von Anfang an richtig zu üben:

  • 📝 Üben Sie mit echten Bögen und vergleichen Sie Ihren Text mit einer Musterlösung.
  • ⏱️ Üben Sie immer mit der Uhr: 30 Minuten, genau wie in der Prüfung.
  • ✅ Markieren Sie nach dem Schreiben jede Information aus dem Bogen und prüfen Sie, ob sie wirklich im Text steht.
  • 🎯 Variieren Sie bewusst die Satzanfänge und benutzen Sie Synonyme.
  • 📚 Lernen Sie den Pflege-Wortschatz. Eine offizielle Wortliste finden Sie im kostenlosen Handbuch zur Prüfung auf der telc-Website.

Am besten üben Sie regelmäßig mit verschiedenen Diagnosen und Lebensgeschichten. Je mehr unterschiedliche Bögen Sie schreiben, desto sicherer werden Sie in der Prüfung.

💡 Lerntipp

Sammeln Sie Ihre eigenen Redemittel in einer kleinen Liste. Wiederholen Sie diese Liste vor jeder Übung. So gehen Ihnen die Formulierungen mit der Zeit in Fleisch und Blut über.

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FAQ — Schreiben in der telc-Pflegeprüfung

Muss ich beide Berichte schreiben?
Nein. Sie wählen nur eine von zwei Aufgaben: entweder den Aufnahmebericht (Aufgabe A) oder den Biographiebericht (Aufgabe B). Schreiben Sie die Aufgabe, bei der Sie sich sicherer fühlen.
Wie viel Zeit und wie viele Punkte gibt es?
Für den Teil Schreiben haben Sie 30 Minuten Zeit. Sie können maximal 20 Punkte erreichen.
Darf ich eigene Informationen erfinden?
Sie dürfen Informationen ergänzen, aber nur, wenn sie zu den Angaben im Bogen passen und nicht im Widerspruch dazu stehen. Etwas zu erfinden, das mit dem Bogen nichts zu tun hat, bringt keine zusätzlichen Punkte. Am wichtigsten ist, dass Sie wirklich alle vorgegebenen Informationen verwenden.
Wie lang sollte mein Bericht sein?
Es gibt keine streng vorgeschriebene Wortzahl. Entscheidend ist, dass Sie alle Informationen aus dem Bogen vollständig und sprachlich angemessen umsetzen. Zur Orientierung: Ein Musterbericht hat oft etwa 130 bis 150 Wörter.
Bekomme ich am Ende B1 oder B2?
Die Prüfung ist dual-level. Das heißt, Sie erhalten je nach Ihrer Leistung das Zertifikat B1 oder das Zertifikat B2. Sie müssen sich vorher nicht festlegen.
Wo finde ich Übungen und Beispiele?
Auf unserer Seite finden Sie alle Themen, Übungsbögen und Musterberichte zum Schreiben Pflege: deutsch-vorbereitung.com. So können Sie gezielt und mit Zeitlimit trainieren.