Sprachkurs
Deutsch
Sie bereiten sich auf den Prüfungsteil Schreiben der telc Deutsch B1·B2 Pflege vor? Hier erfahren Sie einfach erklärt, was Sie schreiben müssen, worauf es ankommt und welche Redemittel immer helfen.
Die telc Deutsch B1·B2 Pflege ist eine fachsprachliche Prüfung für Pflegekräfte. Sie ist für Menschen gedacht, die schon einen Abschluss in einem Pflegeberuf haben und in Deutschland, Österreich oder der Schweiz in der Alten- oder Krankenpflege arbeiten möchten.
Die Prüfung testet vier Fertigkeiten: Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen. Die Themen kommen alle aus dem Berufsalltag in der Pflege. So zeigen Sie, dass Sie die Sprache wirklich im Beruf benutzen können.
Eine Besonderheit: Es ist eine sogenannte dual-level Prüfung. Das bedeutet, Sie schreiben eine Prüfung und bekommen am Ende — je nach Ihrer Leistung — das Zertifikat B1 oder das Zertifikat B2. Sie müssen sich also vorher nicht zwischen B1 und B2 entscheiden.
Die Prüfung gibt es als digitale, hybride und papierbasierte Version. Welche Form möglich ist, hängt vom Prüfungszentrum ab. Fragen Sie dort am besten direkt nach.
Die Prüfung hat einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Beide Teile finden in der Regel am selben Tag statt. Der schriftliche Teil dauert insgesamt etwa 115 Minuten (eine Stunde und 55 Minuten).
Der schriftliche Teil besteht aus vier Aufgaben hintereinander: Hören, Lesen, Sprachbausteine und Schreiben. Danach folgt der mündliche Teil. Vor dem Sprechen haben Sie 20 Minuten Vorbereitungszeit; das Prüfungsgespräch dauert dann ungefähr 16 Minuten.
| Prüfungsteil | Was Sie tun | Dauer (ungefähr) |
|---|---|---|
| Hören | Ansagen, Gespräche und eine Besprechung verstehen | ca. 25 Minuten |
| Lesen | Texte aus dem Pflegealltag verstehen | Teil des schriftlichen Blocks |
| Sprachbausteine | Grammatik und Wortschatz im Text ergänzen | Teil des schriftlichen Blocks |
| Schreiben | Einen Bericht formulieren (Aufnahme- oder Biographiebericht) | 30 Minuten |
| Sprechen | Über ein Foto sprechen, Kurzvortrag, Diskussion | ca. 16 Minuten (+ 20 Minuten Vorbereitung) |
In diesem Artikel geht es vor allem um den Teil Schreiben. Genau hier können Sie sich mit guter Vorbereitung viele Punkte sichern.
Im Teil Schreiben sollen Sie einen zusammenhängenden Bericht formulieren. Dafür haben Sie 30 Minuten Zeit. Sie können in diesem Teil maximal 20 Punkte erreichen.
Sie bekommen zwei Aufgaben zur Auswahl und müssen nur eine davon bearbeiten:
Zu jeder Aufgabe gehört ein Bogen (ein Anamnesebogen oder ein Biographiebogen). In diesem Bogen sind Informationen schon vorgegeben — mit Kreuzchen (✕) oder mit kurzen Stichwörtern. Ihre Aufgabe ist es, aus diesen Stichwörtern einen flüssigen, gut lesbaren Text zu machen.
Schreiben Sie Ihren Bericht direkt auf den Antwortbogen. Was nur im Aufgabenheft steht, wird nicht bewertet. Sie bekommen keine zusätzliche Zeit, um den Text später zu übertragen.
Das ist die zentrale Bedingung in diesem Prüfungsteil: Sie müssen alle vorgegebenen Informationen aus dem Bogen in Ihrem Bericht verwenden. Jede Information, die Sie vergessen, kostet Punkte.
Sie dürfen auch eigene Informationen ergänzen. Aber Achtung: Diese Ergänzungen müssen zu den Angaben im Bogen passen. Sie dürfen nie im Widerspruch zu den vorgegebenen Informationen stehen.
Und noch ein wichtiger Punkt: Wenn Sie etwas erfinden, das mit dem Bogen gar nichts zu tun hat, bekommen Sie dafür keine zusätzlichen Punkte. Bleiben Sie also bei den vorgegebenen Informationen und runden Sie diese sinnvoll ab.
Steht im Bogen nur das Stichwort „Hörgerät“, dürfen Sie ergänzen, ob es links, rechts oder beidseitig nötig ist. Sie dürfen aber nicht schreiben: „… hört noch sehr gut.“ Das wäre ein Widerspruch.
Steht im Bogen, dass die Person voll orientiert ist, dürfen Sie nicht dazu erfinden, dass sie manchmal Personen verwechselt oder sich verläuft.
Beginnen Sie mit einem vollständigen Einleitungssatz. Beantworten Sie darin: Wer wird wann und wo aufgenommen — und mit welcher Diagnose? Zum Beispiel: „Frau Müller wurde heute in unserer Pflegeeinrichtung aufgenommen.“
Ihr Bericht wird nach vier Kriterien bewertet. Wenn Sie diese vier Punkte kennen, wissen Sie genau, worauf Sie beim Schreiben achten sollen.
Viele Teilnehmende schreiben Satz für Satz mit demselben Anfang: „Sie ist …“, „Sie hat …“, „Sie braucht …“, „Sie kann …“. Das wirkt eintönig und bringt im Kriterium Kommunikative Gestaltung nur wenige Punkte.
Wechseln Sie die Satzanfänge ab. Verbinden Sie Ihre Sätze mit Wörtern wie „Außerdem“, „Darüber hinaus“, „Des Weiteren“ oder „In Bezug auf“.
Benutzen Sie für dieselbe Idee verschiedene Wörter. Statt immer „brauchen“ können Sie auch „benötigen“ schreiben. Statt immer „sagen“ auch „mitteilen“, „äußern“ oder „Bescheid geben“. Fachbegriffe wie „Rollator“, „Blutzucker“ oder „orientiert“ zeigen, dass Sie die Berufssprache beherrschen.
Diese Bausteine passen fast immer. Lernen Sie sie auswendig — so haben Sie in der Prüfung sofort die richtigen Formulierungen parat.
Wenn Sie gerade erst mit der Vorbereitung beginnen, helfen Ihnen diese Schritte, von Anfang an richtig zu üben:
Am besten üben Sie regelmäßig mit verschiedenen Diagnosen und Lebensgeschichten. Je mehr unterschiedliche Bögen Sie schreiben, desto sicherer werden Sie in der Prüfung.
Sammeln Sie Ihre eigenen Redemittel in einer kleinen Liste. Wiederholen Sie diese Liste vor jeder Übung. So gehen Ihnen die Formulierungen mit der Zeit in Fleisch und Blut über.

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